#castor-TICKER Ahaus

Ticker zum Protest gegen die Atommüll-Lawine von Jülich nach Ahaus.

„Die Politik hat seit 17 Jahren auf allen Ebenen versagt!“

23. März 2026

In einer aktuellen Pressemitteilung fordern Anti-Atom-Initiativen kurz vor dem Start der Castortransport aus Jülich: „Reul muss Castor absagen“, weil das „Sicherheitskonzept bereits vorab gescheitert“ ist. Das Bundesverkehrsministerium hatte am Donnerstagnachmittag die Transportroute online veröffentlicht.

„Die Politik hat seit 17 Jahren auf allen Ebenen versagt. Sie hätte das Ruder noch mehrfach herumreißen können, nachdem die Entscheidung über den Abtransport der Jülicher Atomkugeln getroffen wurde. Nun erwartet uns die größte Castor-Lawine in der Geschichte der Bundesrepublik – das macht uns wütend und dazu werden wir nicht schweigen!“, zeigt sich Marita Boslar vom Aktionsbündnis Stop Westcastor in Jülich entschlossen.

die vollständige Pressemitteilung hier

Mahnwachen & Aktionen am Tag X1

22. März 2026

Mahnwache am Tag X1 vor Forschungszentrum Jülich:
Versammlungsort ist auf der Stetternicher Staatsforst Straße (ETC – Enrichment Technology Company) cira 20 Meter vor der Kreuzung Wilhelm-Johnen-Straße – mehr hier

Aktionen in Ahaus:
ab 18 Uhr: Treffpunkt Ahaus Bahnhof für eine Demo zum Rathaus
Vor dem Atommülllager Ahaus gibt es ab 20 Uhr eine Mitternachtsmahnwache – bis der Castor kommt.

Eure eigene Aktion:
170km Risiko & Unsinn bedeuten auch 170km Protest! Schreibt uns an ticker@castor-stoppen.de eure Aktion & wir stellen sie in den Ticker!

Die Polizei beginnt offenbar ihre konkreten Vorbereitungen: Am Abend wurden dutzende Einsatzwagen der Bereitschaftspolizei auf der A44 Fahrtrichtung Aachen gesehen.

Aktionen entlang der Transportstrecken

21. März 2026

Kleine Proteste gab es heute anlässlich eines Aktionstages an einigen Orten entlang der möglichen Castor-Strecken von Jülich nach Ahaus und in Hamburg, wo ein Atommüll-Zug zum AKW Brokdorf fahren könnte. Hintergrund ist, öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen. Jeder Atommüll-Transport birgt das Risiko schwerer Unfälle oder Anschläge. Die Behälter rollen in Zwischenlagerhallen, wo sie langfristig nicht bleiben können.

„Wir haben uns am letzten Samstag schon einmal warm gemacht mit einem dezentralen Aktionstag. Vielen Dank, dass ihr so aktiv und kreativ wart!“

Der erste Transport Jülich – Ahaus über die Autobahnen von NRW soll kommende Woche Dienstag Abend starten.

Für uns und euch bleibt klar: Bis zu einer verantwortbaren Lösung für die langfristige Lagerung der hochradioaktiven Abfälle muss das Hin-und Herschieben von Atommüll unterbleiben! Keine Castor-Transporte, weder im Norden noch im Westen!

.ausgestrahlt: Castorlawine muss jetzt gestoppt werden!

20. März 2026

Sicherheit bei Atommüll-Transporten ist nicht mehr als eine Illusion. Das zeigt auch die Bekanntmachung der Castor-Strecke im Internet durch die Behörden selbst. Selbst ein noch so großes Aufgebot von Polizistinnen könnte einen böswilligen Angriff mit moderner Drohnentechnik nicht verhindern, wie eine von .ausgestrahlt beauftragte Studie zeigt. Eine solche Attacke hätte erhebliche gesundheitliche Auswirkungen auf die Anwohnerinnen entlang der Transportstrecke. Ganze Stadtbereiche könnten auf Dauer unbewohnbar werden. Die Vorbereitungen für die in der nächsten Woche startenden Transporte müssen daher sofort gestoppt werden. (Auszug aus PM .ausgestrahlt, 20.3.2026)

Kosten: mindestens 150 Millionen Euro

20. März 2026

Die geplanten Transporte von hoch radioaktivem Atommüll von Jülich nach Ahaus werden nach Angaben der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) mindestens 150 Millionen Euro kosten. Die Ausgaben für den begleitenden Polizeieinsatz über die Autobahnen Nordrhein-Westfalens seien in diesem Betrag noch nicht enthalten. Die Transporte sind laut dem JEN teuer, aber „immer noch günstiger, als am Forschungszentrum Jülich ein neues Zwischenlager für 400 Millionen Euro zu bauen.“

Vergessen wird in dieser Argumentation, die nur auf die Kosten blickt, dass der Atommüll in Ahaus nicht bleiben kann. Die Betriebsgenehmigung des Zwischenlagers endet 2036. Irgendwann muss der Müll in ein „Endlager“ gebracht werden. Ahaus ist also nur eine kurzfristige Zwischenstation. Das mit jedem Transport der 152 Castorbehälter verbundene Risiko eines schweren Unfalls oder Anschlags kann nicht in Kosten bemessen werden. Die Lösung muss sein, dass der Müll nicht transportiert wird, bis der endgültige Lagerort gefunden wurde.

„Formal-juristisch korrekt ist noch lange nicht sinnvoll und sicher“

19. März 2026

Das Ahauser Lager ist nicht zukunftsfest, warum soll jetzt eine massive Castor-Lawine nach Ahaus rollen? Da mag nun formal-juristisch alles korrekt sein, langfristig sinnvoll und praxistauglich sind diese Castor-Transporte keineswegs…

In einer aktuellen Pressemitteilung kritisieren Anti-Atom-Initiativen erneut die angekündigten Atommüll-Transporte und kündigen an: auch die Proteste sind startklar.

Am kommenden Samstag (21.3.) wird zu dezentralen Protesten im Rahmen eines Aktionstages aufgerufen. Am „Tag X1“ – dem Tag des ersten Castortransports – finden ab 18 Uhr Mahnwachen und Kundgebungen in Jülich und Ahaus statt.

Flugverbot über der Transportstrecke zwischen dem 20. und 27. März

19. März 2026

Karte: google

Laut der Webseite des Bundesministerium für Verkehr wurde zwischen dem 20. und 27. März entlang eines markierten Streckenkorridors von Jülich nach Ahaus ein Flugverbot erlassen. Der Grund: „Polizeilicher Einsatz in Nordrhein-Westfalen (N)“.

UPDATE 20.3.: die markierte Transportstrecke ist nun nicht mehr öffentlich einsehbar, offenbar handelte es sich bei der Veröffentlichung um eine Panne seitens der Behörden. Ein Abbild dessen ist auf der Streckenkarte einsehbar. Wichtig: es handelt sich um Optionen, die der Transport fahren könnte – die Planungen unterliegen der Geheimhaltung.

Als roter Korridor markiert war in der Veröffentlichung des Ministeriums die (mögliche) Transportstrecke erkennbar, die über die A44 von Jülich nach Norden führen soll. Ab Jüchen wird es zwei Möglichkeiten geben (A46/A57 oder A44), über die A42 an Oberhausen vorbei auf die A31 bis nach Ahaus. – hier eine Übersichtskarte

In einer Pressemeldung zum Bürger-Dialog heißt es heute Abend: „Wann der erste Transport von Jülich nach Ahaus starten wird, ist derzeit offen. Die zuständige Polizei in Münster äußert sich derzeit zu der Frage nicht, um ihren Einsatzplan nicht zu gefährden.“ – „Sie können davon ausgehen, dass die Transporte zeitnah stattfinden“, so Beate Kallenbach-Herbert vom Absender JEN Jülich.

Tag X1 - Dienstag, 24.3.2026

1 Castor-Behälter

24.3.2026
22.07 Uhr - Abfahrt in Jülich
22.45 Uhr - Kreuz Jüchen
23.15 Uhr - Neuss
23.20 Uhr - Kreuz Kaarst
23.30 Uhr - Konvoi in Höhe Kreuz Meerbusch auf der A57
25.3.2026
00.00 Uhr - Krefeld
00.10 Uhr - Konvoi fährt über Rheinbrücke bei Duisburg / A42
00.20 Uhr - Kreuz Oberhausen
00.30 Uhr - vor Kreuz Bottrop, Abzweig auf die A31
01.00 Uhr - bei Dorsten auf der A31
01.20 Uhr - Gescher
02.00 Uhr - Ahaus


Ermittlungsausschuss: 0151 - 51402319

Kontakte & Infos:

Jülich - stop.westcastor@posteo.de
https://www.westcastor.org
Signal-Liste / SMS-Info: 0176 52270865

Ahaus - mail@bi-ahaus.de
https://bi-ahaus.de/
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Münsterland:
https://sofa-ms.de/
Mastodon / Bluesky

Überregional:
.ausgestrahlt

Die Transportfahrzeuge

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Die Strecke durch Deutschland

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