#castor-TICKER Ahaus

Ticker zum Protest gegen die Atommüll-Lawine von Jülich nach Ahaus.

Kosten: mindestens 150 Millionen Euro

20. März 2026

Die geplanten Transporte von hoch radioaktivem Atommüll von Jülich nach Ahaus werden nach Angaben der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) mindestens 150 Millionen Euro kosten. Die Ausgaben für den begleitenden Polizeieinsatz über die Autobahnen Nordrhein-Westfalens seien in diesem Betrag noch nicht enthalten. Die Transporte sind laut dem JEN teuer, aber „immer noch günstiger, als am Forschungszentrum Jülich ein neues Zwischenlager für 400 Millionen Euro zu bauen.“

Vergessen wird in dieser Argumentation, die nur auf die Kosten blickt, dass der Atommüll in Ahaus nicht bleiben kann. Die Betriebsgenehmigung des Zwischenlagers endet 2036. Irgendwann muss der Müll in ein „Endlager“ gebracht werden. Ahaus ist also nur eine kurzfristige Zwischenstation. Das mit jedem Transport der 152 Castorbehälter verbundene Risiko eines schweren Unfalls oder Anschlags kann nicht in Kosten bemessen werden. Die Lösung muss sein, dass der Müll nicht transportiert wird, bis der endgültige Lagerort gefunden wurde.

„Formal-juristisch korrekt ist noch lange nicht sinnvoll und sicher“

19. März 2026

Das Ahauser Lager ist nicht zukunftsfest, warum soll jetzt eine massive Castor-Lawine nach Ahaus rollen? Da mag nun formal-juristisch alles korrekt sein, langfristig sinnvoll und praxistauglich sind diese Castor-Transporte keineswegs…

In einer aktuellen Pressemitteilung kritisieren Anti-Atom-Initiativen erneut die angekündigten Atommüll-Transporte und kündigen an: auch die Proteste sind startklar.

Am kommenden Samstag (21.3.) wird zu dezentralen Protesten im Rahmen eines Aktionstages aufgerufen. Am „Tag X1“ – dem Tag des ersten Castortransports – finden ab 18 Uhr Mahnwachen und Kundgebungen in Jülich und Ahaus statt.

Flugverbot über der Transportstrecke zwischen dem 20. und 27. März

19. März 2026

Karte: google

Laut der Webseite des Bundesministerium für Verkehr wurde zwischen dem 20. und 27. März entlang eines markierten Streckenkorridors von Jülich nach Ahaus ein Flugverbot erlassen. Der Grund: „Polizeilicher Einsatz in Nordrhein-Westfalen (N)“.

UPDATE 20.3.: die markierte Transportstrecke ist nun nicht mehr öffentlich einsehbar, offenbar handelte es sich bei der Veröffentlichung um eine Panne seitens der Behörden. Ein Abbild dessen ist auf der Streckenkarte einsehbar. Wichtig: es handelt sich um Optionen, die der Transport fahren könnte – die Planungen unterliegen der Geheimhaltung.

Als roter Korridor markiert war in der Veröffentlichung des Ministeriums die (mögliche) Transportstrecke erkennbar, die über die A44 von Jülich nach Norden führen soll. Ab Jüchen wird es zwei Möglichkeiten geben (A46/A57 oder A44), über die A42 an Oberhausen vorbei auf die A31 bis nach Ahaus. – hier eine Übersichtskarte

In einer Pressemeldung zum Bürger-Dialog heißt es heute Abend: „Wann der erste Transport von Jülich nach Ahaus starten wird, ist derzeit offen. Die zuständige Polizei in Münster äußert sich derzeit zu der Frage nicht, um ihren Einsatzplan nicht zu gefährden.“ – „Sie können davon ausgehen, dass die Transporte zeitnah stattfinden“, so Beate Kallenbach-Herbert vom Absender JEN Jülich.

Rollt Dienstag der erste Castor?

19. März 2026

Aktuell gehen wir vom Beginn der Atommüll-Lawine in der kommenden Woche aus. Es gibt verschiedene Hinweise auf einen Transport-Termin für den ersten Castor am Dienstag, 24. März. Dazu berichtet heute auch der WDR.

Weiterer Hinweis auf einen baldigen Termin ist, dass in einem Hoteldorf in einer Nachbarstadt, nicht unweit der Autobahn, zahlreiche Zimmer angemietet worden sein sollen.

Haltet Augen und Ohren offen (abmontierte Verkehrsschilder, Polizeiabsperrungen Hundertschaften) und meldet Beobachtungen. Das wäre dann unser Tag X1 mit angemeldeten Protesten um 18 Uhr am Bahnhof Ahaus und vor dem Forschungszentrum Jülich (Wilhelm-Johnen-Str.) sowie der angemeldeten Dauermahnwache vor dem Ahauser Zwischenlager ab 20 Uhr. Angemeldet heißt, die Proteste sind vom Versammlungsrecht geschützt und die Polizei muss euch Zugang gewähren!

„Unter der Woche, nachts“ – bis zu 4500 Einsatzkräfte der Polizei sollen Castortransporte schützen

18. März 2026

„Wenn es nach mir ginge, könnte ich auf die anstehenden Castortransporte gerne verzichten“, so NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU). „Mir kann niemand erklären, warum wir den Atommüll jetzt von A nach B transportieren, obwohl er jahrelang ohne Genehmigung in Jülich stehen konnte“, so Landesvorsitzende Patrick Schlüter von der Gewerkschaft der Polizei NRW in der Rheinischen Post. „Jedem muss klar sein, dass Ahaus nur eine Zwischenlösung ist. In ein paar Jahren reden wir erneut über diese Einsätze.“

Die Vorbereitungen bei der Polizei sind abgeschlossen, zwischen 3500 und 4500 Einsatzkräfte sollen den Transport „mit großem Besteck“ auf seinen 170km schützen. „Dass der Starttermin für den ersten Transport jetzt nicht mehr Wochen entfernt in der Zukunft liegt – das ist allen Beteiligten klar“, so Schlüter. „Am plausibelsten ist, dass die Transporte unter der Woche und dann nachts stattfinden werden.“

Ahaus klagt gegen Garching-Castoren

18. März 2026

Neben den 152 Behältern aus Jülich soll noch weiterer Atommüll nach Ahaus gebracht werden, u.a. aus dem Forschungsreaktor Garching bei München. Hierfür sind ebenfalls LKW-Transporte angekündigt worden. Die Stadt Ahaus hat dagegen nun einen Eilantrag gestellt, um die Einlagerung dieser 21 Castorbehälter vorerst zu stoppen. Die Stadtverwaltung habe das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster angerufen, schreibt die Presse. Der Transport ist seit August 2025 vom Atommüll-Bundesamt Base genehmigt und könnte jederzeit starten. Die Stadt legte zwar einen Widerspruch ein, was die Situation aber vorerst nicht verändert, weil er keine aufschiebende Wirkung hat.

Der Eilantrag soll nun verhindern, dass die Castoren „sofort“ rollen können. Anzeichen dafür gibt es bisher nicht, allerdings unterliegen alle Planungen der Geheimhaltung.

Ahaus: Vorbereitungen im Streckenverlauf werden konkret

18. März 2026

Heute morgen (Mittwoch, 18.3.) wurden in Ahaus an einem der beiden möglichen Kreisverkehre Schilder abmontiert, damit die Castor-Transporte passieren können. Die Vorbereitungen werden also konkret! Die unnötige und gefährliche Atommüll -Lawine von Jülich nach Ahaus könnte in Kürze starten!

Morgen Abend (19.3.): „Bürger-Dialog“ der BGZ zum Castortransport, 19 Uhr – Ratssaal im Rathaus der Stadt Ahaus – wir begleiten die Veranstaltung mit Protesten: Mahnwache ab 18 Uhr.

Wer in und um Ahaus/ das BZA oder am Forschungszentrum Jülich Polizei-Absperrungen und ähnliches sieht, meldet sich bitte umgehen bei ticker@castor-stoppen.de

Tag X1 - 24./25.3.2026:

1 Castor-Behälter

24.3.2026
22.07 Uhr - Abfahrt in Jülich
22.45 Uhr - Kreuz Jüchen
23.15 Uhr - Neuss
23.20 Uhr - Kreuz Kaarst
23.30 Uhr - Konvoi in Höhe Kreuz Meerbusch auf der A57
25.3.2026
00.00 Uhr - Krefeld
00.10 Uhr - Konvoi fährt über Rheinbrücke bei Duisburg / A42
00.20 Uhr - Kreuz Oberhausen
00.30 Uhr - vor Kreuz Bottrop, Abzweig auf die A31
01.00 Uhr - bei Dorsten auf der A31
01.20 Uhr - Gescher
02.00 Uhr - über Heek nach Ahaus


Ermittlungsausschuss: 0151 - 51402319

Kontakte & Infos:

Jülich - stop.westcastor@posteo.de
https://www.westcastor.org
Signal-Liste / SMS-Info: 0176 52270865

Ahaus - mail@bi-ahaus.de
https://bi-ahaus.de/
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Münsterland:
https://sofa-ms.de/
Mastodon / Bluesky

Überregional:
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