#castor-TICKER Ahaus
Ticker zum Protest gegen die Atommüll-Lawine von Jülich nach Ahaus.
Auch wenn bei diesem anstehenden zweiten Transport bisher wenig zu den konkreten Einsatzvorbereitungen in die Öffentlichkeit gedrungen ist: Die Polizei Münster informiert aktuell Anwohner:innen des Zwischenlagers in Ahaus mit Flugblättern über mögliche Einschränkungen – weil ein weiterer Castortransport anstehen würden. Der Transporttermin wie auch die Route des Schwertransports von Jülich nach Ahaus über 170km Autobahn ist geheim. Wir rechnen mit der Abfahrt des nächsten Castors am Dienstag Abend (21. April).
Angesichts des polizeilichen Aufwands, der Probleme mit der maroden Infrastruktur und der Terrorgefahr wird die Ahaus-Option nach Ansicht der Anti-Atom-Initiativen zur Farce: „Nach zwölf Jahren Vorbereitung und einer bisherigen Transportgeschwindigkeit von einem Castor pro Monat ist die behördlich angeordnete `unverzügliche Räumung` des Jülicher Zwischenlagers eine Farce. Dies zeigt, dass es nicht um einen sinnvollen Umgang mit dem Atommüll geht! Das ist kein Konzept, sondern Irrsinn, der lediglich den Wünschen der Atommüllverursachern entspricht, deren Verantwortung abzuschieben und zu verschleiern!“ – mehr hier
In Bottrop wurde für den Tag X2 ab 20.30 Uhr auf der Kreuzung Fernewaldstraße – Oberhausener Straße eine Mahnwache angemeldet.

Laut der Aachener Zeitung vom 16.4. wird „Mitte der kommenden Woche“ der nächste Castortransport rollen – wieder wird „nur“ ein Behälter mit Atommüll auf die Reise geschickt. Danach solle die Anzahl der Behälter „schrittweise auf bis zu drei Castoren gleichzeitig angehoben werden“.
Insgesamt lagerten in Jülich 152 Behälter, einer davon befindet sich seit dem 25. März im 170km entfernten Zwischenlager Ahaus. Die Transportgenehmigung für die Überführung aller weiteren Behälter endet am 31.08.2027.
In einem vierseitigen Brief fordern Anti-Atom-Initaitiven von der NRW-Landesregierung Aufklärung über Unstimmigkeiten beim ersten Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommüll von Jülich nach Ahaus. So wurden die im letzten Jahr von der Genehmigungsbehörde BASE angekündigten Sicherheitsmaßnahmen nicht oder nur lückenhaft umgesetzt. Die Polizei bestätigte in der Berichterstattung indirekt, dass einige Streckenabschnitte marode sind. Außerdem schränkte die Polizei den Zugang zu angemeldeten Versammlungen sowie die Bewegungsfreiheit von Anwohner_innen und Arbeitnehmer_innen in Jülich und Ahaus deutlich ein. – mehr dazu hier
Nachdem es hieß, dass in den Osterferien – also bis zum 11. April – kein Atommülltransport rollen soll, gibt es nun erste Hinweise auf die Fortführung der Atommüll-Lawine aus Jülich mit Ziel Ahaus. Eine größere Unterkunft, in der beim ersten Transport etliche Kräfte der Polizei untergebracht waren, ist laut Auskünften im Internet am 21. April geblockt. Dazu berichtet auch der WDR.
Es handelt sich um einen ersten, wagen Hinweis, dass an diesem Datum die nächste Atommüllfahrt stattfinden könnte. In den nächsten Monaten müssen etwa 50 Transporte durchgeführt werden, bis sich die restlichen 151 Behälter aus Jülich vollständig in Ahaus befinden.
–> Habt ihr einen Hinweis oder Beobachtungen gemacht? Meldet sie gern an ticker@castor-stoppen.de
Protestmahnwachen in Ahaus und Jülich sind erneut in Vorbereitung.
Die Planungen für AHAUS am Tag X2:
– 18 Uhr: Demo in Ahaus vom Rathaus zur Transportstrecke
– circa 19:30 Uhr symbolische Sitzblockade an Transportstrecke in Ahaus
– ab 20 Uhr: Nächtliche Dauer-Mahnwache vor Zwischenlager Ahaus
Die Planungen für JÜLICH am TagX2:
– 18 Uhr: Dauer-Kundgebung vor Forschungszentrum Jülich
Anwohner:innen des Forschungszentrums Jülich, Absender der Castorbehälter, beschweren sich nach dem ersten Transport über das Vorgehen der Polizei: sie seien weder vorab informiert worden, sie hätten „unter Hauarrest“ gestanden. Zudem sei eine Straße, mit dem 100-Tonnen-Tieflader befahren worden, die nur für 3,5 Tonnen zulässig sein.
Es handelt sich ja nicht um eine „absolute Ausnahmesituation“, sondern es sollen mindestens weitere 50-60 Transporte folgen.
Die Verlagerung des Atommülls von einem Zwischenlager ins andere ist absurd und gefährlich genug. Doch Polizei und Behörden sollten sich dabei wenigstens an geltendes Recht & Gesetze halten.
Anmelder:innen und Teilnehmer:innen der Mahnwachen in Ahaus und Jülich berichten von erheblichen Einschränkungen, die Demonstrationsfreiheit wahrzunehmen. Die Polizei hat Zugangswege zu den angemeldeten Aktionen versperrt und Kommunikation erschwert.
Tag X3 - 5./6.5.2026
Transportiert wurde ein Behälter. In Jülich warten noch 149.
ca. 21.45 Uhr - Abfahrt in Jülich
23.30 Uhr - A42, kurz vor dem Kreuz Oberhausen-West
1.15 Uhr - Ahaus Zwischenlager
Tag X2 - 21./22.4.2026
Transportiert wurde ein Behälter. In Jülich warten noch 150.
ca. 23.00 Uhr - Abfahrt Jülich wegen technischem Defekt verspätet
2.20 Uhr - Bottrop
3.35 Uhr - Ahaus Zwischenlager
Tag X1 - 24./25.3.2026
Transportiert wurde ein Behälter. In Jülich warten noch 151.
22.07 Uhr - Abfahrt Jülich
0.10 Uhr - A42, Rheinbrücke
2.00 Uhr - Ahaus Zwischenlager
Kontakte & Infos:
Jülich - stop.westcastor@posteo.de
https://www.westcastor.org
Signal-Liste / SMS-Info: 0176 52270865
Ahaus - mail@bi-ahaus.de
https://bi-ahaus.de/
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