ES IST NOCH NICHT VORBEI

Neue CASTOR-Transporte ab 2020 geplant!

CASTOR-Alarm 2020? Hat sich da nicht jemand im Jahrzehnt vergriffen? Leider nicht. Für die Jahre 2020 bis 2024 sind vier Castor-Transporte geplant, bei denen hochradioaktiver Atommüll von Frankreich und Großbritannien nach Deutschland verschoben werden soll, ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.

AKTUELLES

Ahaus: Atommülllieferung aus Garching noch in diesem Jahr?

1. Juli 2020
Es gibt Hinweise, dass dieses Jahr möglicherweise ein Atommülltransport in das Zwischenlager Ahaus rollen könnte. Die Behälter stammen aus Garching und ihr Inhalt ist ein „problematischer Sonderfall“.

Informations- und Diskussionsveranstaltung am 15. Juli

1. Juli 2020

E I N L A D U N G zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung und Buchlesung „Der Kastor kommt“ mit Wolfgang Ehmke (BI Umweltschutz Lüchow Dannenberg) zum letzten CASTOR-Transport 2011 nach Gorleben.

Auf dieser Veranstaltung werden auch der aktuell anstehende CASTOR-Transport von der WAA Sellafield über den Nordenhamer Rhenus Midgard Hafen nach Biblis dargestellt und mögliche Protest-Aktivitäten vor Ort diskutiert.

Veranstaltung
Restaurant „Weserterrassen“
Standallee 10 in 26954 Nordenham
Mittwoch, 15.07.2020 , 19.00 Uhr

Wann kommt der CASTOR?

8. Juni 2020

Zurzeit gibt es keine Hinweise auf einen unmittelbar bevorstehenden Transporttermin. Zur aktuellen Lage und den Hintergründen der geplanten Transporte gibt es einen Beitrag bei radio Dreyeckland. Dort findet ihr auch einen Hinweis darauf, dass es bereits beim Befüllen der Castoren mit den Glaskokillen in Sellafield zu einem (bisher unbekannten) sicherheitsrelevanten Vorfall gekommen ist.

Durch die Verschiebung bleibt etwas mehr Zeit, sich auf kommende Proteste inhaltlich und organisatorisch vorzubereiten und um auf die prekären Bedingungen im vorgesehenen Dauerlager am Atomkraftwerk Biblis aufmerksam zu machen. Zentraler Kritikpunkt hierbei bleibt die mangelhafte Vorsorge für den Fall, dass der innere Deckel eines CASTOR-Behälters versagt.

Der BUND Hessen hat dies als Grundlage genommen, um gegen die sofortige Vollziehbarkeit der Aufbewahrungsgenehmigung Widerspruch einzulegen. Der Forderung nach Rücknahme der sofortigen Vollziehbarkeit musste das BASE (Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung) jetzt im Mai nachkommen, weil die Dringlichkeit wegen des ausgesetzten Transporttermins nicht mehr gegeben ist. Der BUND Hessen plant weitere juristische Schritte, die nicht nur eine aufschiebende Wirkung haben könnten, und bittet zur finanziellen Absicherung um Spenden unter:

Spendenkonto des BUND Landesverband Hessen e.V.
GLS Gemeinschaftsbank eG
IBAN: DE69 4306 0967 8013 6150 00
Stichwort: CASTOR BIBLIS

Bleibt weiter bereit und informiert. Tragt euch in den SMS-Verteiler ein, besucht unsere Homepage und folgt uns auf Twitter.

Plötzlich “keine Eile”

27. Mai 2020

Nachdem das BASE den “Sofortvollzug” der Transport-Genehmigung suspendiert hat, fasst Radio Dreyeckland in einem Beitrag die Situation um den Castor-Transport nach Biblis zusammen und warnt: “Es ist nun aktuell weiterhin für die kommenden Monate damit zu rechnen, daß die CASTOR-Behälter von Sellafield zunächst per Schiff zu einem der deutschen Nordsee-Häfen und danach per Zug von Norddeutschland ins südhessische Biblis gebracht werden sollen.”

Außerdem enthält der Beitrag weitere, sehr interessante / brisante Informationen:

„Dem BUND liegen zudem Informationen vor, wonach schon bei der Beladung der CASTOR-Behälter erhebliche Probleme auftraten: So wurde beispielsweise ein Primärdeckel – der innere von zwei Deckeln der CASTOR-Behälter – schief aufgesetzt. Dies hatte zur Folge, daß ein 24 Millimeter langer Metallspan vom Behälter abgeschabt wurde. Weiter kam es zu einem sicherheitsrelevanten Vorfall beim Befüllen mit den Glaskokillen. Diese Glaskokillen, in die das hochradioaktive Material eingeschmolzen ist, konnten nicht korrekt in den CASTOR-Behälter eingeführt werden, weil der entsprechende Behälterkorb zur deren Aufnahme verdreht und verzogen war. Der Primärdeckel konnte daher nicht richtig aufgesetzt werden.“

zum Beitrag von Radio Dreyeckland

Sofortvollzug zurückgenommen – kein neuer Transporttermin

14. Mai 2020

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hat die sofortige Vollziehbarkeit der Aufbewahrungsgenehmigung für hochradioaktive Abfälle aus der Wiederaufarbeitung im Zwischenlager Biblis ausgesetzt. Es ergebe sich wegen der Corona-bedingten Suspendierung Mitte März keine Eilbedürftigkeit mehr, so das BASE in einer Pressemitteilung.

Derzeit sei „nach Angaben der BGZ mbH noch kein Zeitpunkt avisiert, wann der Rücknahmetransport stattfinden kann“.

WAA Sellafield startet Betrieb

4. Mai 2020

In „vorsichtigen Schritten“ werde die Arbeit in der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield wieder aufgenommen,berichtet der Betreiber Sellafield Ltd.. Über die kommenden Wochen sollen nun mit ca. 120 der sonst 1.500 Mitarbeiter*innen die wichtigsten Betriebszweige wieder in Betrieb genommen werden, die Wiederaufarbeitung gehöre aber noch nicht dazu. Die gesamte Anlage war geschlossen worden, nachdem Ende März Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet wurden und in der Folge die Zahl jener, die sich selber isolierten schnell auf 1000 gestiegen war.
Aus der Anlage wird ein Atommülltransport mit Ziel Zwischenlager Biblis erwartet, der kurz vor dessen Start Mitte März auf einen bisher unbekannten Termin verschoben wurde. Es ist anzunehmen, dass der Normalbetrieb in Sellafield nötig sein sollte, um diesen Transport durchzuführen. (Quelle: .ausgestrahlt-Corona-Ticker, 4.5.2020)

BUND Hessen stellt sich quer gegen CASTOR-Einlagerung in Biblis

17. April 2020

Der BUND Hessen hat im April beim Verwaltungsgericht Darmstadt einen Antrag auf Aufhebung des Sofortvollzugs der Genehmigung des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) zur Einlagerung von sechs Atommüllbehältern aus Sellafield (UK) in das Zwischenlager am Atomkraftwerk Biblis gestellt.

zur Presseerklärung des BUND Hessen

Nutzt URENCO das Versammlungsverbot aus?

24. März 2020

Während ganz Europa zur Zeit mit massiven Einschränkungen der Versammlungsfreiheit überzogen wird, plant die Gronauer Urananreicherungsfirma Urenco für den 30. bzw. 31. März einen neuen Uran-Transport vom westfälischen Gronau zur russischen Atomfabrik Novouralsk. Anti-Atom-Initiativen rufen Urenco sowie die NRW-Landesregierung und die Bundesregierung dringend auf, in den Corona-Zeiten auf diese Belastung der Öffentlichkeit zu verzichten. Ein Schreiben an NRW-Wirtschaftsminister Pinkwart (FDP) ist unterwegs. Bei den letzten Uranmülltransporten hatten AtomkraftgegnerInnen zwei Uranmüllzüge zwischen Gronau und Münster mit Abseilaktionen für mehrere Stunden blockiert. Die freie Meinungsäußerung ist jetzt durch diverse Corona-Verfügungen weitgehend eingeschränkt.

“Die gesamte Gesellschaft wird derzeit aufgerufen, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Dazu gehören dann auch Proteste gegen gefährliche Atomtransporte. Es kann deshalb nicht sein, dass ausgerechnet jetzt ein Konzern wie Urenco mit seinen deutschen Anteilseignern RWE und EON mehrere Hundert Tonnen Atommüll unter Einsatz der Polizei und unter Vorhaltung von Schutzmaßnahmen durch die örtlichen Feuerwehren und Krankenhäuser auf die Reise schickt. Die Route führt von Gronau über Steinfurt, Münster, Drensteinfurt, Hamm, den Kreis Unna, das Ruhrgebiet, Duisburg, Viersen, Mönchengladbach, Venlo und viele niederländische Orte bis zum Hafen Amsterdam. Die Menschen in Russland dürfen ohnehin nur sehr eingeschränkt protestieren, sodass die Uranmüllexporte auch ohne Corona schon unmoralisch sind – jetzt muss Urenco dringend öffentlich Verantwortung zeigen,” so Udo Buchholz vom örtlichen Arbeitskreis Umwelt Gronau.

Erst am 12. März hatte Innenminister Seehofer einen für Anfang April geplanten Castor-Transport vom britischen Sellafield ins stillgelegte AKW Biblis aufgrund der Corona-Gefahren abgesagt. Das gleiche muss jetzt auch für die Uran-Transporte gelten!

BASE-Stellungnahme zu Neumann-Vorwürfen

16. März 2020

In einem offenen Brief sowie einer Pressemitteilung des BUND Hessen wurden im Vorfeld des geplanten (und nun verschobenen) Castortransports von Sellafield nach Biblis detaillierte Kritik an der Genehmigung des Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) erhoben. Das Bundesamt hat nun recht ausführlich auf die Kritik reagiert.

“Das ‘BASE’ gibt sich relativ viel Mühe, die detaillierte Kritik von Wolfgang Neumann und vom BUND an der Einlagerungsgenehmigung der Sellafield-Castoren in Biblis zu entkräften”, bewertet Atomkraftgegner Franz die Stellungnahme. “Einfach ignorieren war ihm nicht möglich, immerhin.”

Inhaltlich bleibe es aber auf dem bekannten Niveau, einerseits einfach die gesetzlichen Minimalanforderungen als gut und ausreichend zu akzeptieren, und andererseits davon auszugehen, dass alles beherrschbar ist, weil ja nie zwei Probleme gleichzeitig auftreten können… Dass die Genehmigungsdauern nicht ausreichend werden, wird letztlich einfach damit “gelöst”, dass die Verantwortlichen der Lager ja ein paar Jahre vor Genehmigungsablauf einen Plan vorzulegen hätten, was dann passieren soll…

#castor2020 verschoben!

14. März 2020

Liebe Atomkraftgegner*innen, liebe Klimaaktivisten*innen,

es waren leider nicht die umfangreichen Kritikpunkte am Sicherheitskonzept für den Transport und der Einlagerung im Zwischenlager Biblis, die für den am Donnerstag Abend verkündeten Castor-Stopp sorgten. 6.000 Beamt*innen der Bundespolizei sollen so gegen die Infektion mit dem Corona-Virus geschützt werden, begründet Bundesinnenminister Seehofer die Absage des Transporttermins für „Anfang April“.

Dieser Atommülltransport ist also nur verschoben!

Die Mitte Februar erteilte Transportgenehmigung gilt bis zum 31.12.2020. Wie lange die Vorsorgemaßnahmen gegen das Infektionsrisiko nun gelten und ob es realistisch ist, dass der Castor-Transport noch dieses Jahr stattfinden wird, darüber lässt sich aktuell natürlich nur spekulieren.

Eines ist aber durch die Veröffentlichungen des Innenministeriums deutlich geworden: Unsere Protestankündigungen wurden sehr ernst genommen. Sonst bräuchte es wohl keine 6.000 Polizisten zum Schutz der Gleise… Die Gesamtzahl der eingeplanten Beamt*innen liegt noch höher durch den Wasserschutz etc.

Diese jetzt bekannt gewordene Dimension bedeutet aber auch, dass mit einiger Sicherheit kurz vor dem nächsten Transporttermin „Allgemeinverfügungen“ oder besser: generelle Demoverbote für bestimmte Bereiche an der Transportstrecke erlassen werden, die unsere Grundrechte aushebeln. In den betroffenen Regionen wird in den Tagen vor dem Transport eine Dauerbelagerung durch die Polizei stattfinden, an Brücken, Bahnübergängen, Bahnhöfen, mit Kontrollen und Platzverweisen – so wie damals in und um Gorleben.

Mit dem Castor kommt nicht nur der Atommüll zurück – sondern auch der Polizeistaat…

Wie geht es jetzt weiter?

Wir wollen die Terminverschiebung nutzen, um erneut und nachdrücklich auf die Sicherheitsdefizite und Risiken hinzuweisen:

An den Zielorten der Castortransporte (geplant sind neben der Fuhre für Biblis in den kommenden Jahren Transporte zu den AKW Philippsburg, Isar und Brokdorf) gibt es kein belastbares Reparaturkonzept für defekte Behälter. Die Zwischenlagerhallen sind nicht sicher gegen Einwirkungen von außen. Grundsätzlich gibt es kein Konzept für die langfristige Lagerung der hochradioaktiven Abfälle, dennoch wird mit jedem Reaktorbetriebstag mehr von dem hochgiftigen Dreck produziert. Bis zu einer verantwortbaren Lösung für den Atommüll muss das Hin- und Herschieben der Abfälle unterbleiben!

Der Transport muss nicht verschoben, sondern abgesagt werden! Wir wollen einen generellen Stopp der geplanten Atommülltransporte durchsetzen.

Das Bündnis “Castor stoppen” bleibt weiter am Ball, wir werden unsere Aktionen planen, Kritikpunkte vorbringen und euch alle informieren, sobald es Neuigkeiten zum Transport gibt.

Vielen Dank für das Interesse und die Unterstützung!

Bündnis CASTOR-stoppen – https://www.castor-stoppen.de

„Corona-Pause“ für generellen Castor-Stopp nutzen!

13. März 2020

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg (BI) begrüßt die Entscheidung, den Atommülltransport wegen der Infektionsgefahr abzusagen.

Die „Corona-Pause“ müsse nun genutzt werden, um einen generellen Stopp der geplanten Atommülltransporte durchzusetzen. An den Zielorten der Castortransporte gebe es kein belastbares Reparaturkonzept für defekte Behälter.

“Bis zu einer verantwortbaren Endlagerung hochradioaktiver Abfälle muss das Hin- und Herschieben von Atommüll unterbleiben!”, fordert BI-Sprecher Wolfgang Ehmke.

Delegation der BI auf der Atommüllkonferenz am 29.2. in Göttingen:

Castortransport für Anfang April abgesagt!

12. März 2020

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat den geplanten Atommülltransport aus England abgesagt!

Die für die erste Aprilwoche geplante Lieferung von Atommüll aus der britischen Plutoniumfabrik Sellafield mit Ziel Zwischenlager Biblis sei “mit sofortiger Wirkung suspendiert”, heißt es in einem Schreiben von Bundespolizeichef Dieter Romann. Der Einsatz sei wegen der aktuellen Ausbreitung des Corona-Virus “nicht zu verantworten”. Getroffen hat die Entscheidung Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU).

Das Infektionsrisiko für das Großaufgebot von 6.000 Bundespolizisten, die die Gleise sichern sollten, müsse vermieden werden.

Wann der Transport nachgeholt wird, darüber ist bisher nichts bekannt. Die Transportgenehmigung gilt bekanntlich bis zum 31. Dezember 2020.

zum spiegel-online-Artikel

Leck im AKW Biblis

10. März 2020

Auch ein seit Jahren abgeschaltetes Atomkraftwerk ist weiterhin ein Störfall-Risiko: Im Block B der beiden Biblis-Meiler wurde heute von der hessischen Atomaufsicht eine Leckage im nuklearen Bereich gemeldet.

Defekt war laut Betreiber RWE eine Schlauchverbindung an einer Pumpe, die sich im unteren Teil des Reaktorgebäudes befindet. Hier werden anfallende Abwässer gesammelt und in das Nukleare Abwassersystem transportiert, wo sie gesammelt und aufbereitet werden. Die Leckage an der Pumpe “wurde durch den Einbau eines neuen Schlauchs sicher abgedichtet”, heißt es von RWE.

Das Zwischenlager am AKW Biblis ist Empfänger der Atommüll-Fuhre aus der Plutoniumfabrik Sellafield, die mit großer Wahrscheinlichkeit Ende März/Anfang April angeliefert werden soll.

Protest-Lesung am 31.3. in Nordenham

10. März 2020

Am Dienstag, 31.03.2020, findet um 19.30 Uhr im Restaurant „Akropolis“ (Viktoriastraße 24, 26954 Nordenham) eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Castortransport statt. Im Fokus des Abends steht die Buchlesung „Der Kastor kommt“ mit Wolfgang Ehmke, Pressesprecher der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

Legal-Team

9. März 2020

Das Legal Team / der Ermittlungsausschuss (EA) ist während des gesamten Castor-Zeitraumes rund um die Uhr telefonisch für euch erreichbar, wenn es Probleme mit der Polizei gibt. Wenn du selbst festgenommen wirst, benachrichtige den EA von der Polizeiwache aus! Du hast das Recht auf einen Telefonanruf, bitte nutze den um uns zu informieren. Wichtig: Mach keine Aussagen und unterschreibe nichts bei der Polizei! Melde dich auch unbedingt wieder bei uns, wenn du frei bist! Wenn du bei anderen Personen Festnahmen beobachtest – bitte ruf uns direkt an, dann kümmern wir uns.

Wir wollen euch im Umgang mit Polizei & Repression unterstützen.

Telefonnummer Legal Team: 030 – 34060313
Kontakt per Mail: legalteam@castor-stoppen.de

Infoflyer mit vielen hilfreichen Aktions-Hinweisen (pdf)

Ende Gelände Podcast – Rückkehr der Untoten

9. März 2020

Nein, wir haben uns nicht im Jahrzehnt vertan, in der neuesten Folge des EG Podcasts geht es um Atom-Transporte. Aber auch darum, was das mit der Klimakrise zu tun hat, was wir *aus den Erfahrungen der Anti-Atom-Bewegung lernen* können, und was die *Parallelen zwischen den sogenannten “Ausstiegen” aus Atom- und Kohlekraft* sind:

Podcast auf Soundcloud anhören

Flugverbot & Castorloks – Hinweis auf Transporttermin

7. März 2020

Es gibt zwei neue Hinweise, die darauf hindeuten, dass die Vorbereitungen für den Atommülltransport Sellafield – Biblis laufen:

Flugverbot Nordenham-Hude, Bild: Flugsicherung

* Die Deutsche Flugsicherung hat bereits am 27.2. bekannt gegeben, dass “über den Gebieten Nordenham und Nordenham-Hude (FIR Bremen) sowie über Ibersheim (Langen FIR)” ab 25. März bis 05. April 2020 Flugbeschränkungen gelten, “die über alle Tage hinweg 24 Stunden lang gültig sind.” Dieser Bereich umfasst einerseits den Hafen von Nordenham als auch die Bahnstrecke von Nordenham bis nach Hude, die der Castorzug nehmen muss. Außerdem ist der Bereich rund um das AKW Biblis von dem Flugverbot im gleichen Zeitraum betroffen.

–> Damit ist bestätigt, dass höchstwahrscheinlich in Nordenham der Umschlag vom Schiff auf die Schienenwaggons stattfinden wird.

–> Als Transporttermin gilt der Zeitraum 25. März bis 05. April 2020 nun als sehr wahrscheinlich.

* Außerdem wurden heute (7. März) in Halle (Saale) zwei Dieselloks fotografiert, die Gitter vor den Fenstern monitiert haben. Das auf der Plattform “drehscheibe-online.de” veröffentlichte Foto wurde von dem/der Bahnkenner*in mit dem Zusatz: “heute standen die für Castor-Transporte hergerichteten Loks 232 209-7 und 232 347-5 in der Abstellanlage beim Werk Halle G” versehen. In der Vergangenheit wurde derartige Loks für die Atommüll-Transporte nach Gorleben genutzt.

Wir sind weiterhin sehr dankbar über Hinweise auf den Transport bzw. logistische Vorbereitungen bei Polizei o.ä., die auf eine baldige Atommülllieferung hinweisen könnten. Infos bitte an info@castor-stoppen.de senden.

Mahnwache in Göttingen

3. März 2020

Eine mögliche Route des Castortransports führt über Bremen, Hannover, Göttingen und Kassel zum AKW Biblis, betonen Atomkraftgegner*innen aus Göttingen. Aus diesem Grund fand gestern eine (erste) Mahnwache am Gänseliesel statt:

(Foto: https://twitter.com/tobias_darge)

Ab sofort gilt die Transportgenehmigung!

1. März 2020

Das Bundesamt für nukleare Entsorgung hat den Rücktransport von hochradioaktivem Atommüll aus England nach Deutschland genehmigt. Ab heute, 1. März, gilt diese Transporterlaubnis bis zum Jahresende 2020.

Es gibt einen Hinweis (!) auf den möglichen Transporttermin. In einer öffentlichen Segelfliegerzeitung wurde zwischen dem 25. März – 5. April ein Flugverbot entlang der Weser im Bereich des Hafens Nordenham verhängt. Das KANN ein Hinweis auf den Transport sein, muss aber nicht.

Über konkretere Hinweise aller Art sind wir sehr dankbar! Meldet euch über das Infotelefon (0175 — 6451607) oder per Mail (info@castor-stoppen.de)

Transportablauf

  • Schiffstransport vom britischen Hafen Barrow in Furness (nahe der Plutoniumfabrik Sellafield) zu einem „deutschen Seehafen“, vermutlich Nordenham: 3-4 Tage
  • Verladung Schiff auf Schiene plus Strahlenmessungen: ca. 1 Tag (kann auch schneller gehen)
  • Bahntransport nach Biblis: etwa 10-14 Std., es ist davon auszugehen, dass der Atommülltransport mit Vorrang fahren darf.

Warum Nordenham?

Dass der Atommüll im Hafen von Nordenham vom Schiff auf die Schiene umgeladen wird, wurde bisher öffentlich weder bestätigt noch dementiert. Im privaten (und abgeschirmten) Midgart-Hafen in Nordenham fand allerdings im September 2019 eine für die Genehmigung nötige “Kalthantierung” eines leeren Atommüll-Behälters mit anschließender Verschiffung nach Sellafield statt. Mithilfe eines dort vorhandenen Krans mit 140 Tonnen Hubkraft können die sechs jeweils 114 Tonnen schwere Castorbehälter vom Schiff auf Bahnwaggons umgeladen werden.

In Nordham wurde bereits 2012 ein MOX-Brennelementtransport aus Sellafield angelandet, damals allerdings per LKW mit Fracht für das AKW Grohnde. Im Midgart Hafen wird zudem seit Jahrzehnten Material der US-Army umgeschlagen.

Der Hafenanleger im Haupthafen von Nordenham verfügt über einen Schienenanschluß.

Haltet die Augen offen!

Mögliche konkrete Hinweise darauf, dass Nordenham der Castor-Umschlagort werden wird: Etwa 1-2 Wochen vorher (bezogen auf den o.g. Termin also ab Mitte März) werden die nötigen Bahnwaggons für begleitende Polizei, die Bahnwaggons für die Castorbehälter sowie Diesel-Loks bereitgestellt. Das muss nicht auf dem Hafengelände, sondern kann irgendwo in der Nähe sein. Spätestens dann wird die Polizei rund um diesen Ort und den Hafen Patrouille fahren.

Der Bahntransport

Vom Midgart-Hafen in Nordenham führt eine eingleisige (!) Bahnstrecke bis nach Hude.

Von dort aus gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten für den Streckenverlauf bis zum Atomkraftwerk Biblis in Hessen:

  • Hude – Delmenhorst – Bremen -Diepholz – Osnabrück – Münster – (…) oder Bremen – Hannover – Göttingen – Kassel – Fulda – Hanau – …
  • Hude – Oldenburg – Leer – Papenburg – Meppen – Lingen – Rheine – Münster – (…)

Es gibt zahlreiche Varianten, siehe u.a. Karte. Eine Übersicht mit allen Bahnstrecken in Deutschland liefert z.B. die Webseite kompf.de oder https://www.openrailwaymap.org/

Entlang der Bahnstrecken wird die Polizei Kontrollfahrten vornehmen, die möglicherweise auf die Streckenführung durch Deutschland hinweisen. Bei den letzten Castortransporten nach Gorleben wurden allerdings alle realistisch möglichen Routen überwacht – und erst kurz vorher die tatsächliche Strecke gewählt.

Die Fahrt von Nordenham nach Biblis beträgt ca. 10-14 Stunden.

Der genaue Zeitpunkt für den TAG X wird erst wenige Tage vorher feststehen.

Informiert euch also, bleibt auf dem Laufenden: Tragt euch in unseren Newsletter und die SMS-Alarmliste ein.

Der Protest

Aktivist*innen haben angekündigt, dass es „im Umfeld des Bahnhofs Nordenham“ eine angemeldete Mahnwache als überregionaler Anlaufpunkt u.a. aus Norddeutschland inkl. des Wendlands geben wird.

In Biblis sind Mahnwachen am Bahnhof Biblis und vor dem AKW geplant.

Atommüllkonferenz in Göttingen, 29.2.2020

Castor2020 auf der AMK

23. Februar 2020

Die 16. Atommüllkonferenz, ein Treffen zahlreicher Anti-Atom-Aktivist*innen, wird sich am kommenden Wochenende (Samstag, 29. Februar 2020) in Göttingen auch mit dem Thema #castor2020 beschäftigen. In der Einladung zur Arbeitsgruppe 4 heißt es:

Neue CASTOR-Transporte aus den WAA:
* Bereits im ersten Halbjahr 2020 ist der erste neue CASTOR-Transport von Sellafield (GB) nach Biblis geplant (wahrscheinlich bereits im Frühjahr).
* In 2021 sollen die CASTOREN aus La Hague (FR) nach Philippsburg rollen.

Wir wollen mit Euch in der AG die aktuelle Situation CASTOR-Transporte, Atomausstieg, Atommüll und Ausbremsen der Energiewende diskutieren.

Input: Herbert Würth (Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim)
Moderation: Herbert Würth und Silke Westphal (AG Schacht KONRAD)

zum Programm & Anmeldung: http://www.atommuellkonferenz.de/

“Sicherheitskonzept wird man dann hinterher schon hinkriegen”

20. Februar 2020

Ab dem 1. März sind Castortransporte mit hochradioaktivem Atommüll von Sellafield nach Biblis wieder erlaubt. Dass in Biblis eventuell notwendige Reparaturen nicht möglich sind, stört die Genehmigungsbehörde nicht. Ebenso wenig stört es sie, dass das nach dem bisherigen Sicherheitskonzept bedeuten würde, dass die Castoren dann nicht mehr wie eigentlich vorgesehen eines schönen Tages wieder in ein Endlager abtransportiert werden dürften. Die Behörde steht auf dem Standpunkt, dass sich da schon eine Lösung finden werde. Das passt zwar gut zum Umgang mit Atommüll insgesamt, gefällt aber Umweltschützer*innen weniger.

Radio Dreyeckland im Gespräch mit Jochen Stay von ausgestrahlt.de.

Fährt der hochradioaktive CASTOR durch Göttingen?

20. Februar 2020

(…)Ab 1.März bis Dezember 2020 soll ein Transport mit hochradioaktivem Atommüll aus der Plutoniumfabrik Sellafield (England) zum AKW Biblis in Hessen fahren. Am 14.2.20 genehmigte das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) den Schienentransport für 6 Behälter. Die leeren Castor-Behälter wurden laut der Atomtransporte-Firma Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) am 18.09.2019 in Nordenham von einem Bahnwaggon auf ein Schiff verladen. Vermutlich wird der Transport also im Hafen von Nordenham umgeschlagen. Eine mögliche Route führt über Bremen, Hannover, Göttingen, Kassel zum hessischen AKW Biblis. Der Castor könnte auch über NRW und Rheinland-Pfalz fahren.

MAHNWACHE GEGEN ATOMKRAFT UND CASTOR-Transporte
Montag, 2. März 2020, 18 Uhr, Gänseliesel

www.anti-atom-initiative-goettingen.de
Mittwochs 19.30 bei ver.di oder im Inti

Großübung der Bundespolizei

18. Februar 2020

Heute findet im Dahner Felsenland, Rheinland-Pfalz, eine große Polizeiübung statt. Der direkte Bezug zu den Vorbereitungen für den Atommülltransport von Sellafield nach Biblis: Polizeischüler*innen mimen dort “demonstrierende Atomkraftgegner”.

Was die Polizei von den bevorstehenden Protesten erwartet, lässt sich aus Szenarien der Übung ableiten:

  • Einsatzkräfte des Landes Rheinland-Pfalz, aus Hessen und von der Bundespolizei trainieren dabei zum Beispiel, wie sie gemeinsam “gewaltbereite Störer in den Griff bekommen”.
  • Angenommene Ausgangslage war am Morgen eine Demonstration mit etwa 400 Personen im Raum Dahn.
  • Am Dahner Ortsrand stehen zwei Wasserwerfer bereit
  • Auf den Gleisen der Wieslauterbahn wird ein Lastwagen stehen, der die Trasse für einen heranfahrenden Zug blockiert.
  • Demonstranten blockieretn einen Bahnübergang und ketteten sich an die Gleise

ein Bericht von der Polizeiübung auf rheinpfalz.de

Ein Bericht mit Videos auf swr.de

Presseerklärung: CASTOR-Transportgenehmigung nach Biblis erteilt!

17. Februar 2020

Am 14. Februar hat das zuständige Bundesamt BASE (vormals BFE) die Transportgenehmigung für 6 CASTOREN mit hochradioaktivem Atommüll von der Plutoniumfabrik Sellafield (GB) nach Biblis erteilt. In den Folgejahren sollen weitere CASTOR-Transporte nach Philippsburg, Isar und Brokdorf folgen. Wir lehnen diese sinnlosen Atommüll-Verschiebungen ab. Es gibt kein vertretbares Konzept für den langfristigen Umgang mit dem hochradioaktiven Atommüll. Die seit 2005 neu geschaffenen Standort-Zwischenlager werden zu unsicheren Langzeitlagern, weit über die genehmigten 40 Jahre hinaus.

Zu Kritik an den CASTOR-Transporten siehe auch den aktuellen „Offenen Brief“ des Physikers Wolfgang Neumann an die Genehmigungsbehörde BASE und an die zuständige Atomaufsicht in Hessen.

Ein weiter so mit dem konzeptlosen Verschieben von Atommüll darf es nicht geben. Protest ist angesagt. Bereits ab dem 1. März kann der Transport stattfinden. Wir erwarten, dass im März, spätestens im April dieser gefährliche Transport in Sellafield startet. Per Schiff in einen deutschen Hafen, wahrscheinlich nach Nordenham kommt. Dort auf die Schiene verladen wird und als „Geheimtransport“, ohne Warnung der Bevölkerung vor den atomaren Gefahren bei einem Unfall, vom Norden quer durch Deutschland nach Biblis in Hessen rollen soll.

Das Bündnis CASTOR-stoppen ruft dazu auf, am Schienen-Transporttag zum Protest an die Strecke zu kommen. Es wird am Bahnhof Biblis und an weiteren Orten der Transportstrecke Protest- Mahnwachen mit aktuellen Informationen geben. Am Atomkraftwerk findet ebenfalls eine Mahnwache mit einer Protest-Kundgebung statt. Informationen siehe Homepage.

Die dezentrale, regenerative Energiewende wird mit neuen Vorschriften wie Ausschreibungszwang für jedes Windrad und jährliche Zubau-Korridore ausgebremst. Thema Atomausstieg: trotz Fukushima sind 9 Jahre später immer noch 6 Atomkraftwerke in Betrieb. Die Diskussion zu Laufzeit-verlängerungen wurde gestartet. Das Atomprogramm nicht beendet.

  • es gibt kein vertretbares Konzept für den vorhandenen Atommüll
  • die Energiewende wird sabotiert
  • Atomenergie ist kein Beitrag gegen die Klimakatastrophe

Kontaktpersonen für die Presse vom Bündnis CASTOR-stoppen sind:

Herbert Würth T 0162 – 57 64 425
Silke Westphal T. 0160 – 99 50 50 28

Bündnis CASTOR-stoppen – http:// castor-stoppen.de

Notwendige Schadensvorsorge ist nicht gewährleistet

17. Februar 2020

Das Sicherheitsniveau bestehender Genehmigungen zur Zwischenlagerung bestrahlter Brennelemente wird durch die erteilte Genehmigung zur Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield im Standort-Zwischenlager Biblis “noch unterschritten”, urteilt der Physiker Wolfgang Neumann in einem Offenen Brief an das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE). Die nach Atomgesetz notwendige Schadensvorsorge “ist damit nicht gewährleistet”, so Neumann.

Zentraler Kritikpunkt an der am Freitag erteilten Genehmigung ist die fehlende Vorsorge im Falle eines Primärdeckeldichtheitsverlustes. Neumann führt außerdem den unbekannten Verbleib der Abfälle nach Ablauf der Betriebserlaubnis des Zwischenlagers, die nur 40 Jahre gilt, sowie mangelnde Sicherheit gegenüber eines Behälter- oder eines Flugzeugabsturzes auf den Behälter auf. Weder eine Umweltverträglichkeitsprüfung noch eine Öffentlichkeitsbeteiligung wurden für die Genehmigung durchgeführt.

Weitere Details zum Transportablauf

17. Februar 2020

Die Veröffentlichungen der GNS und ein Artikel im Mannheimer Morgen vom 15.2. verraten weitere Details zum Transportablauf des #castor2020:

  • Die Behälter werden zunächst auf der Schiene von der Wiederaufarbeitungsanlage in Sellafield zu einem englischen Seehafen gebracht, wo sie auf ein Spezial-Schiff für den Transport verladen werden. Von dort aus dauere die Reise bis ins Zwischenlager in Biblis rund eine Woche, so ein GNS-Sprecher auf Nachfrage.
  • In einem deutschen Hafen werden die Castoren vom Schiff auf spezielle Eisenbahnwaggons umgeladen.
  • Der Zug mit sechs Behältern fährt vom Hafen bis nach Biblis auf das Kraftwerksgelände.
  • Dort werden die Behälter abgeladen und ins Zwischenlager gebracht. “Die hierfür verwendeten Kräne und Fahrzeuge seien für Handhabungen von leeren und beladenen Brennelementbehältern mit vergleichbaren Abmessungen ausgelegt und am Standort bereits vielfach bewährt”, so die GNS.

Genehmigung erteilt: Transport kommt zwischen 1. März – 31. Dezember

14. Februar 2020

Heute hat das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) eine erste Genehmigung für den Rücktransport der hochradioaktiven Abfälle erteilt. Die Transportfirma DAHER Nuclear Technologies GmbH habe “nach Prüfung alle dafür notwendigen Sicherheitsanforderungen nachgewiesen”.

Genehmigt ist der Transport der hochradioaktiven Abfälle aus Sellafield zum Zwischenlager Biblis in maximal sechs Transportbehältern im Zeitraum vom 1. März bis 31. Dezember 2020.

Wann genau und auf welchem Weg konkret der Transport stattfindet, “stimmt die Antragstellerin insbesondere mit den zuständigen Sicherheitsbehörden der Länder und des Bundes sowie dem Eisenbahn-Bundesamt als zuständige atomrechtliche Aufsichtsbehörde für den Schienentransport ab”, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung des BASE.

Bisher war in den Medien von “Frühjahr 2020” die Rede. Es gibt Gerüchte, dass der Transport “in wenigen Wochen” starten könnte.

Castortransport über deutschen Hafen

14. Februar 2020

Nach Informationen des französischen Anti-Atom-Netzwerks Sortir du nucléaire und Greenpeace Frankreich wird das Transportschiff mit den Castorbehältern aus Sellafield in einem deutschen Hafen anlegen. Es soll sich um das Schiff “Oceanic Pintail” handeln, ein über 30 Jahre alter “Nuclear Fuel Carrier” der britischen WAA-Betreiberfirma.

Aktuell befindet es sich im Heimathafen Barrow in Furness, nahe der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield. Über marinevesseltraffic.com kann derzeit die Position des Schiffes abgefragt werden. Wenn der Transport beginnt, ist es möglich, dass diese öffentliche Ortung nicht mehr funktioniert.

(Foto: vesseltracker.com)

CASTOR-Gegner*innen ziehen positive Bilanz

3. Februar 2020

An einem Dutzend Orten hat es am Sonntag im Rahmen eines ersten Aktionstags kreative und wirkungsvolle Protestaktionen gegen den geplanten CASTOR-Transport aus der WAA Sellafield (GB) ins hessische Biblis gegeben. Damit hat ein Teil der Anti-Atom-Bewegung deutlich gemacht, dass sowohl erneute CASTOR-Transporte als auch eine angedachte Renaissance der Atomkraft als Energieträger auf erheblichen Widerstand stoßen werden.

Wendland

2. Februar 2020

Atomkraftgegner aus dem Wendland haben heute auf einer Bahnstrecke nahe Lüchow im Vorfeld des Castortransports von Sellafield nach Biblis im Frühjahr 2020 ihren Protest kundgetan. „Wir haben in all den Jahren so viel Unterstützung von Euch erfahren, heute ist es umgekehrt: Heute sind wir alle Biblis!“

Bilder: Andreas Conradt / PubliXviewinG

Biblis

2. Februar 2020

Nach einer kurzen Auftakt-Kundgebung am Bibliser Bahnhof zogen an die 100Teilnehmer*innen in Richtung Stichgleis zum AKW. Auf den Gleisen war eine Aktion vorbereitet. Es wurde ein Castorbehälter von sechs Zombies – stellvertretend für die 6 CASTOR-Behälter und 6 totgeglaubte, aber noch laufende AKW in Deutschland – in Richtung des AKW getragen. Die Demonstranten konnten jedoch mit Hilfe von gelben Xen den Transport für heute abwenden.

Gronau

2. Februar 2020

Am Sonntag (2.2.20) fand der 401. monatliche Sonntagsspaziergang an der Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW) statt. Wie immer am ersten Sonntag im Monat trafen sich dabei Mitglieder mehrerer Umwelt- und Friedensorganisationen aus dem Grenzgebiet der Bundesrepublik und der Niederlande. Der Sonntagsspaziergang fand vor dem Hintergrund der überörtlichen Proteste gegen drohende Castor-Atommülltransporte statt, zum Beispiel aus Großbritannien zum Atomkraftwerk Biblis in Hessen. Laut Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau ist gerade auch die Bevölkerung im Münsterland sowie im Emsland massiv von Atommüll-Lagerstätten betroffen. Neben der Lagerung von Uranmüll unter dem freien Himmel in Gronau gibt es u. a. Castor-Atommüll-Lager in Ahaus (NRW) und Lingen (Niedersachsen).

Auf dem Gelände der Gronauer Uranfabrik stehen bereits seit Dezember wieder Bahnwaggons für weitere Urantransporte. Wann der nächste Uranmüllexport von Gronau nach Russland erfolgen soll, ist öffentlich noch nicht bekannt.

Weitere Informationen: https://bbu-online.de

 

Karlsruhe

2. Februar 2020

Die Anti Atom Initiative Karlsruhe hat heute am 2.2.20 ab 15 Uhr vor dem KA Hbf demonstriert um auf die kommenden Castor Transpote von Sellafield nach Biblis (Hessen) aufmerksam zu machen.

Salzgitter

2. Februar 2020

Rund 40 Atomkraftgegner und zwei Trecker haben heute in Salzgitter vor der zuständigen Genehmigungsbehörde demonstriert: in Strahlenschutzanzügen hatten sie eine Feuertonne aufgebaut, in die symbolisch die noch ausstehende Transportgenehmigung für den geplanten Transport von Sellafield nach Biblis geworfen werden soll.

Grohnde

2. Februar 2020

70 Atomkraftgegner haben heute am AKW Grohnde gegen neue CASTOR-Transporte aus der Wiederaufbereitung demonstriert. Redner von der Regionalkonfernz stellten klar, das Atomkraft die teuerste und giftigste Medizin gegen den Klimawandel wäre: Atomkraftbefürworter wie die Nuklearia blenden die Gefahren der Atomkraft aus: Atomkatastrophen wie Fukushima und Tschernobyl, Jahrtausende strahlender Atommüll, den dreckigen Uranabbau.

Häufig wird für die Herstellung von Brennelementen Kohlestrom verwendet, z.B. bei der energieintensiven Uraanreicherung. 400 AKWs bringen weltweit nur 2 % Energie. Das Uran wäre schnell aufgebraucht. Der Bau neuer AKWs würde 20 Jahre dauern und wäre gegen den Klimawandel viel zu langsam und kaum finanzierbar. Keine Privat- Bak gibt Kredite für AKWs. Viel schneller geht der Ausbau der erneubaren Energie wie Solar- und Windenergie: Die erneuerbaren Energie dürfen aber nicht von der Bundesregierung ausgebremst werden: Es darf der Windenergie NICHT Ausschreibungsverfahren und zu hohe Abstandsregeln aufgedrückt werden. Der Kohleaustieg muss viel schneller gehen: Statt 3 Giga-Watt könnten laut Agora-Studie 17 Giga-Watt bis 2022 abgeschaltet  werden.

Erstmals nach vielen Jahren sollen wieder neue CASTOR-Transporte aus den Plutoniumfabriken La Hague (F) und Sellafield (GB) rollen. Nun nicht mehr nach Gorleben, sondern an die vier Zwischenlagerstandorte Biblis, Philippsburg, Isar und Brokdorf. CASTOR-Zwischenlager werden zu ungeeigneten Langzeitlagern. Atommüll soll wieder sinnlos von einem Ort zum anderen verschoben werde.

Ein Sprecher der Gesellschaft für Nuklear-Serice (GNS) teilte gegenüber der LINKEN im Bundestag mit, dass der letzte leere Castorbehälter im September 2019 über den Hafen von Nordenham mit einem mobilen Kran verladen worden und nach Sellafield transportiert wurde.  Inzwischen sind alle Behälter beladen, hieß es.

(…)

 

Neckarwestheim

2. Februar 2020

In Neckarwestheim demonstrierten heute 50 Atomkraftgegner*innen gegen den Weiterbetrieb der noch 6 laufenden Atomkraftwerke, gegen die
geplante sinnlose Atommüllverschiebung von CASTOREN aus Sellafield nach
Biblis. Und forderten die rasche weitere dezentrale, regenerative
Energiewende.

Hamburg

2. Februar 2020

Bei bestem Aktionswetter haben Aktivisten vom Anti-Atom-Büro Hamburg heute ein Großplakat an der Roten Flora angebracht. Sie kommentieren: “Wir haben dem sog. Atomausstieg nie über den Weg getraut, gefordert haben wir ohnehin immer die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen. Nun schicken sich CDU und FDP an, selbst die 2011 verkündete Laufzeitbefristung aufzukündigen, das treibt uns alle wieder auf die Straßen und die Schienen. Heute Hamburg, morgen Biblis – wir sehen uns.”

Berlin

2. Februar 2020

In Berlin trafen sich Anti-Atom-Gruppen und Interessierte im Gecekondu unter dem Motto “Ihr habt wohl einen an der Waffel” zum gemeinsamen Waffeln essen, Informationsaustausch und Demomaterial basteln.

Brokdorf

2. Februar 2020

Brokdorf: Castortransporte? Nein Danke!

An über zehn Orten bundesweit gibt es heute unter dem Motto „Da bahnt sich was an“ Proteste gegen die bevorstehenden Castor-Transporte aus den Plutoniumfabriken Sallafield und La Hague nach Deutschland. Vor dem AKW Brokdorf machten rund ein Dutzend Aktive deutlich, dass sie sich sowohl den anstehenden Transporten hochradioaktiver Abfälle als auch einer Rückkehr der Debatte um Laufzeitverlängerungen unter dem Deckmantel des Klimaschutzes entschieden in den Weg stellen werden.

 

Brokdorf ist neben Phillipsburg, Isar und Biblis einer der Standorte zu denen die Abfälle transportiert und dann dort gelagert werden sollen. „Verantwortung zu übernehmen müsste zuallererst bedeuten die Produktion weiterer solcher Abfälle umgehend zu beenden. Außerdem ist jede Verschiebung an sogenannte Zwischenlager eine Gefährdung und gaukelt eine Problemlösung vor. Aber die haben wir nicht.“, so Hanna Poddig, eine der Beteiligten.

Das AKW Brokdorf an der Elbe ist durch eine Art Burggraben gesichert, der Proteste abhalten soll. Doch genau auf diesem Burggraben protestieren die Demonstrierenden heute mit Kanus. Die Atomkraft sei wie ein Zombie, ein lebender Toter, der immer wieder versuchen würde aufzustehen. Um das zu verdeutlichen trugen einige der Aktiven Zombiemasken.

Gegen die anstehenden CASTOR-Transporte hat sich ein bundesweites Protestbündnis CASTOR-

stoppen gegründet. Dieses gemeinsame Bündnis aus der Anti-AKW-Bewegung und Klimagruppen steht unter dem Motto „Atomausstieg und Energiewende: es ist noch lange nicht vorbei!“.

Der erste Transport soll im ersten Halbjahr 2020 aus der Plutoniumfabrik Sellafield in England nach

Biblis stattfinden. Kurz vor Weihnachten hatte das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen

Entsorgung (BASE) die Einlagerungsgenehmigung für sechs CASTOR-Behälter im Zwischenlager am AKW Biblis erteilt. Es fand auch bereits ein Castor-Probetransport nach Biblis statt. Damit steht einem hochradioaktiven Atommülltransport aus dem britischen Sellafield nach Hessen nur noch die Erteilung der Transportgenehmigung im Weg.

Kontakt zu den Aktiven vor Ort: 01521 3994802

Weitere Informationen und Fotos der Aktionen unter www.castor-stoppen.de und auf twitter #castor2020 bzw @castor_stoppen

Presseerklärung Bündnis CASTOR-stoppen: Anti-Atom-Gruppen protestieren gegen erneute CASTOR-Transporte

29. Januar 2020

Erstmals nach vielen Jahren sollen wieder neue CASTOR-Transporte aus den Plutoniumfabriken La Hague (F) und Sellafield (GB) rollen. Nun nicht mehr nach Gorleben, sondern an die vier Zwischenlagerstandorte Biblis, Philippsburg, Isar und Brokdorf. CASTOR-Zwischenlager werden zu ungeeigneten Langzeitlagern. Atommüll soll wieder sinnlos von einem Ort zum anderen verschoben werden.

Das Bündnis ruft deshalb am Sonntag, dem 02.02.2020 zu einem Protest-Aktionstag auf.
Gegen die anstehenden CASTOR-Transporte hat sich ein bundesweites Protestbündnis CASTOR- stoppen gegründet. Dieses gemeinsame Bündnis aus der Anti-AKW-Bewegung und Klimagruppen steht unter dem Motto „Atomausstieg und Energiewende: es ist noch lange nicht vorbei!“.

(…)

Kontaktpersonen für die Presse vom Bündnis CASTOR-stoppen zum Aktionstag sind:

Silke Westphal T. 0160 – 99 50 50 28
Herbert Würth T 0162 – 57 64 425

Vollständige Presseerklärung (pdf)

Wann kommt die Transportgenehmigung?

20. Januar 2020

Den Transport will die Hanauer Transportfirma DAHER Nuclear Technologies durchführen und hat dazu bereits in 2019 einen Antrag bei BfE (jetzt BASE) gestellt. Die Antragsunterlagen seien nach Angaben der Behörde noch nicht vollständig, das Verfahren aber „weit fortgeschritten“.

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Aufbewahrungsgenehmigung erteilt

23. Dezember 2019

Heute hat das „Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung“ (bis vor Kurzem BfE, jetzt BASE) den Antrag auf Aufbewahrung der sechs CASTOR-Behälter aus Sellafield im Zwischenlager Biblis genehmigt.

Das BASE argumentiert in seiner Presseerklärung damit, dass die maximale Zahl der für Biblis genehmigten Behälter noch nicht ausgeschöpft sei und bescheinigt der Antrag stellenden Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ), dass die atomrechtlichen Anforderungen erfüllt seien. Jetzt fehlt noch die Transportgenehmigung!

Der Probe-CASTOR kommt!

9. Oktober 2019

Der AKW-Betreiber RWE hat für diesen Mittwoch den Transport eines leeren CASTOR-Behälters zu Probezwecken angekündigt. Der Transport wird über den Bahnhof Biblis erfolgen. Anschließend wird die Handhabung des Behälters auf dem AKW-Gelände geprobt.

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