ES IST NOCH NICHT VORBEI

Neue CASTOR-Transporte ab 2020 geplant!

CASTOR-Alarm 2020? Hat sich da nicht jemand im Jahrzehnt vergriffen? Leider nicht. Für die Jahre 2020 bis 2024 sind vier Castor-Transporte geplant, bei denen hochradioaktiver Atommüll von Frankreich und Großbritannien nach Deutschland verschoben werden soll, ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.

AKTUELLES

Castor2020 auf der AMK

23. Februar 2020
Die 16. Atommüllkonferenz, ein Treffen zahlreicher Anti-Atom-Aktivist*innen, wird sich am kommenden Wochenende (Samstag, 29. Februar 2020) in Göttingen auch mit dem Thema #castor2020 beschäftigen. In der Einladung zur Arbeitsgruppe 4 heißt es: Neue CASTOR-Transporte aus den WAA: * Bereits im ersten Halbjahr 2020 ist der erste neue CASTOR-Transport von Sellafield (GB) nach Biblis geplant (wahrscheinlich bereits im Frühjahr). * In 2021 sollen die CASTOREN aus La Hague (FR) nach Philippsburg rollen. Wir wollen mit Euch in der AG die aktuelle Situation CASTOR-Transporte, Atomausstieg, Atommüll und Ausbremsen der Energiewende diskutieren.

Input: Herbert Würth (Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim) Moderation: Herbert Würth und Silke Westphal (AG Schacht KONRAD)

zum Programm & Anmeldung: http://www.atommuellkonferenz.de/

“Sicherheitskonzept wird man dann hinterher schon hinkriegen”

20. Februar 2020

Ab dem 1. März sind Castortransporte mit hochradioaktivem Atommüll von Sellafield nach Biblis wieder erlaubt. Dass in Biblis eventuell notwendige Reparaturen nicht möglich sind, stört die Genehmigungsbehörde nicht. Ebenso wenig stört es sie, dass das nach dem bisherigen Sicherheitskonzept bedeuten würde, dass die Castoren dann nicht mehr wie eigentlich vorgesehen eines schönen Tages wieder in ein Endlager abtransportiert werden dürften. Die Behörde steht auf dem Standpunkt, dass sich da schon eine Lösung finden werde. Das passt zwar gut zum Umgang mit Atommüll insgesamt, gefällt aber Umweltschützer*innen weniger.

Radio Dreyeckland im Gespräch mit Jochen Stay von ausgestrahlt.de.

Fährt der hochradioaktive CASTOR durch Göttingen?

20. Februar 2020

(…)Ab 1.März bis Dezember 2020 soll ein Transport mit hochradioaktivem Atommüll aus der Plutoniumfabrik Sellafield (England) zum AKW Biblis in Hessen fahren. Am 14.2.20 genehmigte das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) den Schienentransport für 6 Behälter. Die leeren Castor-Behälter wurden laut der Atomtransporte-Firma Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) am 18.09.2019 in Nordenham von einem Bahnwaggon auf ein Schiff verladen. Vermutlich wird der Transport also im Hafen von Nordenham umgeschlagen. Eine mögliche Route führt über Bremen, Hannover, Göttingen, Kassel zum hessischen AKW Biblis. Der Castor könnte auch über NRW und Rheinland-Pfalz fahren.

MAHNWACHE GEGEN ATOMKRAFT UND CASTOR-Transporte
Montag, 2. März 2020, 18 Uhr, Gänseliesel

www.anti-atom-initiative-goettingen.de
Mittwochs 19.30 bei ver.di oder im Inti

Großübung der Bundespolizei

18. Februar 2020

Heute findet im Dahner Felsenland, Rheinland-Pfalz, eine große Polizeiübung statt. Der direkte Bezug zu den Vorbereitungen für den Atommülltransport von Sellafield nach Biblis: Polizeischüler*innen mimen dort “demonstrierende Atomkraftgegner”.

Was die Polizei von den bevorstehenden Protesten erwartet, lässt sich aus Szenarien der Übung ableiten:

  • Einsatzkräfte des Landes Rheinland-Pfalz, aus Hessen und von der Bundespolizei trainieren dabei zum Beispiel, wie sie gemeinsam “gewaltbereite Störer in den Griff bekommen”.
  • Angenommene Ausgangslage war am Morgen eine Demonstration mit etwa 400 Personen im Raum Dahn.
  • Am Dahner Ortsrand stehen zwei Wasserwerfer bereit
  • Auf den Gleisen der Wieslauterbahn wird ein Lastwagen stehen, der die Trasse für einen heranfahrenden Zug blockiert.
  • Demonstranten blockieretn einen Bahnübergang und ketteten sich an die Gleise

ein Bericht von der Polizeiübung auf rheinpfalz.de

Ein Bericht mit Videos auf swr.de

Presseerklärung: CASTOR-Transportgenehmigung nach Biblis erteilt!

17. Februar 2020

Am 14. Februar hat das zuständige Bundesamt BASE (vormals BFE) die Transportgenehmigung für 6 CASTOREN mit hochradioaktivem Atommüll von der Plutoniumfabrik Sellafield (GB) nach Biblis erteilt. In den Folgejahren sollen weitere CASTOR-Transporte nach Philippsburg, Isar und Brokdorf folgen. Wir lehnen diese sinnlosen Atommüll-Verschiebungen ab. Es gibt kein vertretbares Konzept für den langfristigen Umgang mit dem hochradioaktiven Atommüll. Die seit 2005 neu geschaffenen Standort-Zwischenlager werden zu unsicheren Langzeitlagern, weit über die genehmigten 40 Jahre hinaus.

Zu Kritik an den CASTOR-Transporten siehe auch den aktuellen „Offenen Brief“ des Physikers Wolfgang Neumann an die Genehmigungsbehörde BASE und an die zuständige Atomaufsicht in Hessen.

Ein weiter so mit dem konzeptlosen Verschieben von Atommüll darf es nicht geben. Protest ist angesagt. Bereits ab dem 1. März kann der Transport stattfinden. Wir erwarten, dass im März, spätestens im April dieser gefährliche Transport in Sellafield startet. Per Schiff in einen deutschen Hafen, wahrscheinlich nach Nordenham kommt. Dort auf die Schiene verladen wird und als „Geheimtransport“, ohne Warnung der Bevölkerung vor den atomaren Gefahren bei einem Unfall, vom Norden quer durch Deutschland nach Biblis in Hessen rollen soll.

Das Bündnis CASTOR-stoppen ruft dazu auf, am Schienen-Transporttag zum Protest an die Strecke zu kommen. Es wird am Bahnhof Biblis und an weiteren Orten der Transportstrecke Protest- Mahnwachen mit aktuellen Informationen geben. Am Atomkraftwerk findet ebenfalls eine Mahnwache mit einer Protest-Kundgebung statt. Informationen siehe Homepage.

Die dezentrale, regenerative Energiewende wird mit neuen Vorschriften wie Ausschreibungszwang für jedes Windrad und jährliche Zubau-Korridore ausgebremst. Thema Atomausstieg: trotz Fukushima sind 9 Jahre später immer noch 6 Atomkraftwerke in Betrieb. Die Diskussion zu Laufzeit-verlängerungen wurde gestartet. Das Atomprogramm nicht beendet.

  • es gibt kein vertretbares Konzept für den vorhandenen Atommüll
  • die Energiewende wird sabotiert
  • Atomenergie ist kein Beitrag gegen die Klimakatastrophe

Kontaktpersonen für die Presse vom Bündnis CASTOR-stoppen sind:

Herbert Würth T 0162 – 57 64 425
Silke Westphal T. 0160 – 99 50 50 28

Bündnis CASTOR-stoppen – http:// castor-stoppen.de

Notwendige Schadensvorsorge ist nicht gewährleistet

17. Februar 2020

Das Sicherheitsniveau bestehender Genehmigungen zur Zwischenlagerung bestrahlter Brennelemente wird durch die erteilte Genehmigung zur Zwischenlagerung hoch radioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield im Standort-Zwischenlager Biblis “noch unterschritten”, urteilt der Physiker Wolfgang Neumann in einem Offenen Brief an das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE). Die nach Atomgesetz notwendige Schadensvorsorge “ist damit nicht gewährleistet”, so Neumann.

Zentraler Kritikpunkt an der am Freitag erteilten Genehmigung ist die fehlende Vorsorge im Falle eines Primärdeckeldichtheitsverlustes. Neumann führt außerdem den unbekannten Verbleib der Abfälle nach Ablauf der Betriebserlaubnis des Zwischenlagers, die nur 40 Jahre gilt, sowie mangelnde Sicherheit gegenüber eines Behälter- oder eines Flugzeugabsturzes auf den Behälter auf. Weder eine Umweltverträglichkeitsprüfung noch eine Öffentlichkeitsbeteiligung wurden für die Genehmigung durchgeführt.

Weitere Details zum Transportablauf

17. Februar 2020

Die Veröffentlichungen der GNS und ein Artikel im Mannheimer Morgen vom 15.2. verraten weitere Details zum Transportablauf des #castor2020:

  • Die Behälter werden zunächst auf der Schiene von der Wiederaufarbeitungsanlage in Sellafield zu einem englischen Seehafen gebracht, wo sie auf ein Spezial-Schiff für den Transport verladen werden. Von dort aus dauere die Reise bis ins Zwischenlager in Biblis rund eine Woche, so ein GNS-Sprecher auf Nachfrage.
  • In einem deutschen Hafen werden die Castoren vom Schiff auf spezielle Eisenbahnwaggons umgeladen.
  • Der Zug mit sechs Behältern fährt vom Hafen bis nach Biblis auf das Kraftwerksgelände.
  • Dort werden die Behälter abgeladen und ins Zwischenlager gebracht. “Die hierfür verwendeten Kräne und Fahrzeuge seien für Handhabungen von leeren und beladenen Brennelementbehältern mit vergleichbaren Abmessungen ausgelegt und am Standort bereits vielfach bewährt”, so die GNS.

Genehmigung erteilt: Transport kommt zwischen 1. März – 31. Dezember

14. Februar 2020

Heute hat das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) eine erste Genehmigung für den Rücktransport der hochradioaktiven Abfälle erteilt. Die Transportfirma DAHER Nuclear Technologies GmbH habe “nach Prüfung alle dafür notwendigen Sicherheitsanforderungen nachgewiesen”.

Genehmigt ist der Transport der hochradioaktiven Abfälle aus Sellafield zum Zwischenlager Biblis in maximal sechs Transportbehältern im Zeitraum vom 1. März bis 31. Dezember 2020.

Wann genau und auf welchem Weg konkret der Transport stattfindet, “stimmt die Antragstellerin insbesondere mit den zuständigen Sicherheitsbehörden der Länder und des Bundes sowie dem Eisenbahn-Bundesamt als zuständige atomrechtliche Aufsichtsbehörde für den Schienentransport ab”, heißt es in der aktuellen Pressemitteilung des BASE.

Bisher war in den Medien von “Frühjahr 2020” die Rede. Es gibt Gerüchte, dass der Transport “in wenigen Wochen” starten könnte.

Castortransport über deutschen Hafen

14. Februar 2020

Nach Informationen des französischen Anti-Atom-Netzwerks Sortir du nucléaire und Greenpeace Frankreich wird das Transportschiff mit den Castorbehältern aus Sellafield in einem deutschen Hafen anlegen. Es soll sich um das Schiff “Oceanic Pintail” handeln, ein über 30 Jahre alter “Nuclear Fuel Carrier” der britischen WAA-Betreiberfirma.

Aktuell befindet es sich im Heimathafen Barrow in Furness, nahe der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield. Über marinevesseltraffic.com kann derzeit die Position des Schiffes abgefragt werden. Wenn der Transport beginnt, ist es möglich, dass diese öffentliche Ortung nicht mehr funktioniert.

(Foto: vesseltracker.com)

CASTOR-Gegner*innen ziehen positive Bilanz

3. Februar 2020

An einem Dutzend Orten hat es am Sonntag im Rahmen eines ersten Aktionstags kreative und wirkungsvolle Protestaktionen gegen den geplanten CASTOR-Transport aus der WAA Sellafield (GB) ins hessische Biblis gegeben. Damit hat ein Teil der Anti-Atom-Bewegung deutlich gemacht, dass sowohl erneute CASTOR-Transporte als auch eine angedachte Renaissance der Atomkraft als Energieträger auf erheblichen Widerstand stoßen werden.

Wendland

2. Februar 2020

Atomkraftgegner aus dem Wendland haben heute auf einer Bahnstrecke nahe Lüchow im Vorfeld des Castortransports von Sellafield nach Biblis im Frühjahr 2020 ihren Protest kundgetan. „Wir haben in all den Jahren so viel Unterstützung von Euch erfahren, heute ist es umgekehrt: Heute sind wir alle Biblis!“

Bilder: Andreas Conradt / PubliXviewinG

Biblis

2. Februar 2020

Nach einer kurzen Auftakt-Kundgebung am Bibliser Bahnhof zogen an die 100Teilnehmer*innen in Richtung Stichgleis zum AKW. Auf den Gleisen war eine Aktion vorbereitet. Es wurde ein Castorbehälter von sechs Zombies – stellvertretend für die 6 CASTOR-Behälter und 6 totgeglaubte, aber noch laufende AKW in Deutschland – in Richtung des AKW getragen. Die Demonstranten konnten jedoch mit Hilfe von gelben Xen den Transport für heute abwenden.

Gronau

2. Februar 2020

Am Sonntag (2.2.20) fand der 401. monatliche Sonntagsspaziergang an der Urananreicherungsanlage in Gronau (NRW) statt. Wie immer am ersten Sonntag im Monat trafen sich dabei Mitglieder mehrerer Umwelt- und Friedensorganisationen aus dem Grenzgebiet der Bundesrepublik und der Niederlande. Der Sonntagsspaziergang fand vor dem Hintergrund der überörtlichen Proteste gegen drohende Castor-Atommülltransporte statt, zum Beispiel aus Großbritannien zum Atomkraftwerk Biblis in Hessen. Laut Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau ist gerade auch die Bevölkerung im Münsterland sowie im Emsland massiv von Atommüll-Lagerstätten betroffen. Neben der Lagerung von Uranmüll unter dem freien Himmel in Gronau gibt es u. a. Castor-Atommüll-Lager in Ahaus (NRW) und Lingen (Niedersachsen).

Auf dem Gelände der Gronauer Uranfabrik stehen bereits seit Dezember wieder Bahnwaggons für weitere Urantransporte. Wann der nächste Uranmüllexport von Gronau nach Russland erfolgen soll, ist öffentlich noch nicht bekannt.

Weitere Informationen: https://bbu-online.de

 

Karlsruhe

2. Februar 2020

Die Anti Atom Initiative Karlsruhe hat heute am 2.2.20 ab 15 Uhr vor dem KA Hbf demonstriert um auf die kommenden Castor Transpote von Sellafield nach Biblis (Hessen) aufmerksam zu machen.

Salzgitter

2. Februar 2020

Rund 40 Atomkraftgegner und zwei Trecker haben heute in Salzgitter vor der zuständigen Genehmigungsbehörde demonstriert: in Strahlenschutzanzügen hatten sie eine Feuertonne aufgebaut, in die symbolisch die noch ausstehende Transportgenehmigung für den geplanten Transport von Sellafield nach Biblis geworfen werden soll.

Grohnde

2. Februar 2020

70 Atomkraftgegner haben heute am AKW Grohnde gegen neue CASTOR-Transporte aus der Wiederaufbereitung demonstriert. Redner von der Regionalkonfernz stellten klar, das Atomkraft die teuerste und giftigste Medizin gegen den Klimawandel wäre: Atomkraftbefürworter wie die Nuklearia blenden die Gefahren der Atomkraft aus: Atomkatastrophen wie Fukushima und Tschernobyl, Jahrtausende strahlender Atommüll, den dreckigen Uranabbau.

Häufig wird für die Herstellung von Brennelementen Kohlestrom verwendet, z.B. bei der energieintensiven Uraanreicherung. 400 AKWs bringen weltweit nur 2 % Energie. Das Uran wäre schnell aufgebraucht. Der Bau neuer AKWs würde 20 Jahre dauern und wäre gegen den Klimawandel viel zu langsam und kaum finanzierbar. Keine Privat- Bak gibt Kredite für AKWs. Viel schneller geht der Ausbau der erneubaren Energie wie Solar- und Windenergie: Die erneuerbaren Energie dürfen aber nicht von der Bundesregierung ausgebremst werden: Es darf der Windenergie NICHT Ausschreibungsverfahren und zu hohe Abstandsregeln aufgedrückt werden. Der Kohleaustieg muss viel schneller gehen: Statt 3 Giga-Watt könnten laut Agora-Studie 17 Giga-Watt bis 2022 abgeschaltet  werden.

Erstmals nach vielen Jahren sollen wieder neue CASTOR-Transporte aus den Plutoniumfabriken La Hague (F) und Sellafield (GB) rollen. Nun nicht mehr nach Gorleben, sondern an die vier Zwischenlagerstandorte Biblis, Philippsburg, Isar und Brokdorf. CASTOR-Zwischenlager werden zu ungeeigneten Langzeitlagern. Atommüll soll wieder sinnlos von einem Ort zum anderen verschoben werde.

Ein Sprecher der Gesellschaft für Nuklear-Serice (GNS) teilte gegenüber der LINKEN im Bundestag mit, dass der letzte leere Castorbehälter im September 2019 über den Hafen von Nordenham mit einem mobilen Kran verladen worden und nach Sellafield transportiert wurde.  Inzwischen sind alle Behälter beladen, hieß es.

(…)

 

Neckarwestheim

2. Februar 2020

In Neckarwestheim demonstrierten heute 50 Atomkraftgegner*innen gegen den Weiterbetrieb der noch 6 laufenden Atomkraftwerke, gegen die
geplante sinnlose Atommüllverschiebung von CASTOREN aus Sellafield nach
Biblis. Und forderten die rasche weitere dezentrale, regenerative
Energiewende.

Hamburg

2. Februar 2020

Bei bestem Aktionswetter haben Aktivisten vom Anti-Atom-Büro Hamburg heute ein Großplakat an der Roten Flora angebracht. Sie kommentieren: “Wir haben dem sog. Atomausstieg nie über den Weg getraut, gefordert haben wir ohnehin immer die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen. Nun schicken sich CDU und FDP an, selbst die 2011 verkündete Laufzeitbefristung aufzukündigen, das treibt uns alle wieder auf die Straßen und die Schienen. Heute Hamburg, morgen Biblis – wir sehen uns.”

Berlin

2. Februar 2020

In Berlin trafen sich Anti-Atom-Gruppen und Interessierte im Gecekondu unter dem Motto “Ihr habt wohl einen an der Waffel” zum gemeinsamen Waffeln essen, Informationsaustausch und Demomaterial basteln.

Brokdorf

2. Februar 2020

Brokdorf: Castortransporte? Nein Danke!

An über zehn Orten bundesweit gibt es heute unter dem Motto „Da bahnt sich was an“ Proteste gegen die bevorstehenden Castor-Transporte aus den Plutoniumfabriken Sallafield und La Hague nach Deutschland. Vor dem AKW Brokdorf machten rund ein Dutzend Aktive deutlich, dass sie sich sowohl den anstehenden Transporten hochradioaktiver Abfälle als auch einer Rückkehr der Debatte um Laufzeitverlängerungen unter dem Deckmantel des Klimaschutzes entschieden in den Weg stellen werden.

 

Brokdorf ist neben Phillipsburg, Isar und Biblis einer der Standorte zu denen die Abfälle transportiert und dann dort gelagert werden sollen. „Verantwortung zu übernehmen müsste zuallererst bedeuten die Produktion weiterer solcher Abfälle umgehend zu beenden. Außerdem ist jede Verschiebung an sogenannte Zwischenlager eine Gefährdung und gaukelt eine Problemlösung vor. Aber die haben wir nicht.“, so Hanna Poddig, eine der Beteiligten.

Das AKW Brokdorf an der Elbe ist durch eine Art Burggraben gesichert, der Proteste abhalten soll. Doch genau auf diesem Burggraben protestieren die Demonstrierenden heute mit Kanus. Die Atomkraft sei wie ein Zombie, ein lebender Toter, der immer wieder versuchen würde aufzustehen. Um das zu verdeutlichen trugen einige der Aktiven Zombiemasken.

Gegen die anstehenden CASTOR-Transporte hat sich ein bundesweites Protestbündnis CASTOR-

stoppen gegründet. Dieses gemeinsame Bündnis aus der Anti-AKW-Bewegung und Klimagruppen steht unter dem Motto „Atomausstieg und Energiewende: es ist noch lange nicht vorbei!“.

Der erste Transport soll im ersten Halbjahr 2020 aus der Plutoniumfabrik Sellafield in England nach

Biblis stattfinden. Kurz vor Weihnachten hatte das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen

Entsorgung (BASE) die Einlagerungsgenehmigung für sechs CASTOR-Behälter im Zwischenlager am AKW Biblis erteilt. Es fand auch bereits ein Castor-Probetransport nach Biblis statt. Damit steht einem hochradioaktiven Atommülltransport aus dem britischen Sellafield nach Hessen nur noch die Erteilung der Transportgenehmigung im Weg.

Kontakt zu den Aktiven vor Ort: 01521 3994802

Weitere Informationen und Fotos der Aktionen unter www.castor-stoppen.de und auf twitter #castor2020 bzw @castor_stoppen

Presseerklärung Bündnis CASTOR-stoppen: Anti-Atom-Gruppen protestieren gegen erneute CASTOR-Transporte

29. Januar 2020

Erstmals nach vielen Jahren sollen wieder neue CASTOR-Transporte aus den Plutoniumfabriken La Hague (F) und Sellafield (GB) rollen. Nun nicht mehr nach Gorleben, sondern an die vier Zwischenlagerstandorte Biblis, Philippsburg, Isar und Brokdorf. CASTOR-Zwischenlager werden zu ungeeigneten Langzeitlagern. Atommüll soll wieder sinnlos von einem Ort zum anderen verschoben werden.

Das Bündnis ruft deshalb am Sonntag, dem 02.02.2020 zu einem Protest-Aktionstag auf.
Gegen die anstehenden CASTOR-Transporte hat sich ein bundesweites Protestbündnis CASTOR- stoppen gegründet. Dieses gemeinsame Bündnis aus der Anti-AKW-Bewegung und Klimagruppen steht unter dem Motto „Atomausstieg und Energiewende: es ist noch lange nicht vorbei!“.

(…)

Kontaktpersonen für die Presse vom Bündnis CASTOR-stoppen zum Aktionstag sind:

Silke Westphal T. 0160 – 99 50 50 28
Herbert Würth T 0162 – 57 64 425

Vollständige Presseerklärung (pdf)

Wann kommt die Transportgenehmigung?

20. Januar 2020

Den Transport will die Hanauer Transportfirma DAHER Nuclear Technologies durchführen und hat dazu bereits in 2019 einen Antrag bei BfE (jetzt BASE) gestellt. Die Antragsunterlagen seien nach Angaben der Behörde noch nicht vollständig, das Verfahren aber „weit fortgeschritten“.

Du willst wissen, wann der Transport genehmigt wird? Trage Dich in die Alarm-Liste ein!

Aufbewahrungsgenehmigung erteilt

23. Dezember 2019

Heute hat das „Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung“ (bis vor Kurzem BfE, jetzt BASE) den Antrag auf Aufbewahrung der sechs CASTOR-Behälter aus Sellafield im Zwischenlager Biblis genehmigt.

Das BASE argumentiert in seiner Presseerklärung damit, dass die maximale Zahl der für Biblis genehmigten Behälter noch nicht ausgeschöpft sei und bescheinigt der Antrag stellenden Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ), dass die atomrechtlichen Anforderungen erfüllt seien. Jetzt fehlt noch die Transportgenehmigung!

Der Probe-CASTOR kommt!

9. Oktober 2019

Der AKW-Betreiber RWE hat für diesen Mittwoch den Transport eines leeren CASTOR-Behälters zu Probezwecken angekündigt. Der Transport wird über den Bahnhof Biblis erfolgen. Anschließend wird die Handhabung des Behälters auf dem AKW-Gelände geprobt.

Infotelefon

0175 — 6451607

ALARM-LISTE

Per Mail informieren wir zum Stand der Dinge:

SMS-ALARM

AKTUELLES

SPENDENKONTO

Sued-Westdeutsche
Anti-Atom-Initiativen

IBAN: DE 54 4306 0967 6020 2675 01
BIC: GENODEM1GLS

Kto: 602 026 750 1 | BLZ: 430 609 67
GLS Gemeinschaftsbank Bochum

Stichwort: "CastorStoppen"

Don ́t nuke the climate! Stellen wir uns quer!