ES IST NOCH NICHT VORBEI

Neue CASTOR-Transporte geplant!

CASTOR-Alarm? Hat sich da nicht jemand im Jahrzehnt vergriffen? Leider nicht. Seit 2020 sind Castor-Transporte gerollt bzw. geplant, bei denen Atommüll von Frankreich und Großbritannien nach Deutschland oder innerhalb Deutschlands von einem Zwischenlager in ein anderes verschoben werden soll, ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.

AKTUELLES

Castor-Transporte: Bewegung ohne Perspektive ­

In seinem aktuellen MonatsReport 06/2026 (Anmeldung hier) schreibt der Atommüllreport:

Castor-Transporte erleben derzeit eine bemerkenswerte Renaissance. Seit März werden Brennelementkugeln aus dem AVR-Behälterlager Jülich ins Zwischenlager Ahaus verbracht. Bis August 2027 will die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) die verbliebenen 148 Castoren nach Ahaus transportieren.

Im Juni erreichten sieben Castorbehälter mit hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitungsanlage in Sellafield das Zwischenlager Brokdorf. Die Rückführung der deutschen hochradioaktiven Abfälle aus dem Ausland ist damit abgeschlossen.

Auch Atommüll-Transporte aus dem Forschungsreaktor FRM-II in Garching nach Ahaus sind genehmigt und können bis Mai 2027 durchgeführt werden.

Die Transporte machen ein Grundproblem der deutschen Atommüllpolitik sichtbar: Während Genehmigungen erteilt und Abfälle verlagert werden, bleibt die langfristige Perspektive ungeklärt. Ein Endlager ist nicht in Sicht und ein tragfähiges Konzept für die notwendige Langzeit-Zwischenlagerung fehlt. Mit jedem Transport entstehen zudem zusätzliche Anforderungen an Sicherheit und Sicherung. Neben Unfallrisiken rücken angesichts der veränderten sicherheitspolitischen Lage auch mögliche vorsätzliche Angriffe stärker in den Fokus. Ein Gutachten der Physikerin Oda Becker verweist beispielsweise auf Bedrohungen durch Drohnenangriffe.

Presseerklärung: Atommüllkonvoi in Brunsbüttel gestartet

Nach dem Abschluss des Verladens von sieben Atommüllbehältern aus dem Transportschiff „Pacific Grebe“ auf LKW-Tieflader ist der Konvoi in Brunsbüttel gestartet. Sein Ziel ist das Zwischenlager am Atomkraftwerk im benachbarten Brokdorf.

Dazu Kerstin Rudek vom Bündnis CASTOR-stoppen:

„Der Atommüll aus dem Betrieb der Atomkraftwerke in Deutschland füllt rund 1.900 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall, zudem entstanden rund 600.000 Kubikmeter schwach- und mittelaktiver Abfall. Der letzte Reaktor in Deutschland ist seit über drei Jahren außer Betrieb. Kraftwerke kann man abschalten, den Atommüll nicht!

Solange es für diese gewaltige Menge an nuklearer Hinterlassenschaft keine tragbare Lösung gibt, ist nicht nur jeder unnötige Atommülltransport unverantwortlich. Es erübrigt sich damit auch jegliche Debatte über die Wiederinbetriebnahme alter Meiler oder den Bau neuer Reaktoren. Auch die Debatte um sogenannte ‚Small Modular Reactors‘ (SMR) ist eine reine Scheinlösung – diese Mini-Reaktoren lösen kein Entsorgungsproblem. Es muss endlich Schluss sein mit dem Fliegen ohne Landebahn!“

Hinter der oft gehörten Formulierung, ‚Wir‘ müssten die atomare Hinterlassenschaft wegen völkerrechtlich bindender Verträge zurücknehmen, verbirgt sich eine massive Schieflage der Verantwortlichkeiten. Es gilt klar zu hinterfragen, wer dieses ‚Wir‘ eigentlich ist. Während die Atomkraftbetreiber international über Jahrzehnte hinweg Milliardengewinne mit der Hochrisikotechnologie eingefahren haben, sind sie aus der Verantwortung für die Folgen entlassen. Die immensen Kosten und die organisatorischen Lasten für den sorgsamen Umgang mit dem strahlenden Erbe werden nun der Allgemeinheit aufgebürdet. Aktuell wird diese Jahrhundertaufgabe auf staatlicher Ebene von der BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung verwaltet – bezahlt mit Steuergeldern. Es ist unhaltbar, dass Konzerne die Gewinne privatisieren, während die Gesellschaft die unkalkulierbaren Risiken und Kosten der Entsorgung dauerhaft tragen muss.

Nach wie vor steht für uns fest, dass

– es weiterhin kein vertretbares Endlager-Konzept für den vorhandenen Atommüll gibt,
– CASTOR-Zwischenlager zu gefährlich ungeeigneten Langzeitlagern werden,
– Atommüll nur ungefährlich ist, wenn er nicht entsteht: Brennelementefabrik in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
– Atomkraft kein Klimaretter sein kann!

Pressekontakt Bündnis CASTOR-stoppen:
Tel. 0176 7802 7597
Kerstin Rudek Tel. 015902154831

Informationen zum Brennelementezwischenlager Brokdorf/Elbe

Presseerklärung: CASTOR-Schiff hat Brunsbüttel erreicht

Heute um ca. 4 Uhr hat das Atommüll-Transportschiff „Pacific Grebe“ unter absoluter Geheimhaltung den Elbehafen Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) erreicht. Im dortigen Hafen der Firma Schramm Ports & Logistics werden nun sieben CASTOR-Behälter auf LKW-Tieflader umgeladen.

Es ist damit zu rechnen, dass sich der Atommüllkonvoi heute Nacht (Dienstag auf Mittwoch) mit Geleitschutz auf den Weg macht in die Zwischenlagerhalle am Atomkraftwerk Brokdorf. Dort werden die CASTOR-Behälter stehen, bis ein Endlager dafür benannt und in Betrieb genommen werden kann. Das wird laut Auskunft der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) nicht vor 2074 erfolgen.

„Was die Geheimhaltung betrifft, haben die Verantwortlichen gegenüber der letzten vergleichbaren Anlieferung in 2025 nach Nordenham ihre Hausaufgaben gemacht. Der bittere Beigeschmack: Dieser Transport erfolgt damit ohne die Möglichkeit eines vorbeugenden Katastrophenschutzes oder einer transparenten Kontrolle seitens der Zivilgesellschaft“, kommentiert Kerstin Rudek die für das Castor-Stoppen-Bündnis überraschende Ankunft der GREBE am frühen Morgen in Brunsbüttel. „Wir werten das als ist ein Eingeständnis, dass die Transporte gefährlich und ein potentielles terroristisches Ziel sind.“

Am heutigen Dienstag, 16.06., wird es um 17:30 Uhr eine Kundgebung vor dem AKW Brokdorf geben. Weitere Protestaktionen auf: www.castor-stoppen.de

– es gibt weiterhin kein vertretbares Endlager-Konzept für den vorhandenen Atommüll
– CASTOR-Zwischenlager werden zu gefährlich ungeeigneten Langzeitlagern
– Atommüll ist nur ungefährlich, wenn er nicht entsteht: Brennelementefabrik in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
– Atomkraft ist kein Klimaretter

Pressekontakt Bündnis CASTOR-stoppen:
Tel. 0176 7802 7597
Kerstin Rudek Tel. 015902154831

Aktuelle Meldungen, Newsletter und Ticker zum Transport: https://castor-stoppen.de/brokdorf

Pressemitteilung: Atomtransport nach Deutschland hat begonnen

Am gestrigen Abend (10. Juni 2026) gegen 20:30 Uhr hat das Atommüll-Transportschiff „Pacific Grebe“ den britischen Hafen Barrow-in-Furness verlassen und nimmt nun Kurs auf Deutschland. An Bord befinden sich sieben CASTOR-Behälter mit hoch-radioaktivem Atommüll.

Die Ankunft schätzen wir mit großer Wahrscheinlichkeit im Rhenus-Midgard-Hafen von Nordenham auf Dienstag, den 16. Juni in den Morgenstunden. Wir beziehen uns dabei auf die Transporte von 2020 sowie 2025. Eine weitere Option könnte auch der Außenhafen von Brunsbüttel sein, ebf. in den Morgenstunden des 16. Juni. In den Häfen werden die Behälter umgeladen entweder auf Schienenwaggons oder im Falle von Brunsbüttel auf Tieflader, was mindestens einen Tag dauern wird. Ziel für den hoch-radiokaktiven Atommüll ist auf jeden Fall das Zwischenlager am AKW Brokdorf an der Elbe, eine unsichere Lagerhalle, wo der Abfall für unbestimmte Zeit abgestellt wird.

Kerstin Rudek (Sprecherin des Bündnis CASTOR-stoppen):

„Solange für den bisher entstandenen Atommüll keinerlei tragfähiges Konzept zur dauerhaften Lagerung existiert, müssen Atomtransporte unterbleiben. Jeder CASTOR-Transport ist einer zu viel, weil er nur das nukleare Risiko geografisch verschiebt, das Dilemma der unlösbaren sicheren Verwahrung von Atommüll jedoch bleibt: ein gigantischer, riskanter und teurer Verschiebebahnhof, der das Problem nicht um einen Millimeter verkleinert.“

Am Transportabend (Mittwoch, 17.06.) wird es eine durchgehende Mahnwache hinter dem S-Bahnhof Hamburg-Barmbek (Krüsistraße Ecke Fuhlsbüttler) geben. Auch an anderen Orten entlang der möglichen Transportstrecke und am Ziel sind Protestaktionen geplant.

– es gibt weiterhin kein vertretbares Endlager-Konzept für den vorhandenen Atommüll
– CASTOR-Zwischenlager werden zu gefährlich ungeeigneten Langzeitlagern
– Atommüll ist nur ungefährlich, wenn er nicht entsteht: Brennelementefabrik in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
– Atomkraft ist kein Klimaretter

Pressekontakt Bündnis CASTOR-stoppen:
Pressetelefon: Tel. 0176 7802 7597
Sprecherin Kerstin Rudek Tel. 015902154831

Atommüll-Transport aus England hat offenbar begonnen

Eine Lieferung von Atommüll in Castorbehältern aus der britischen Plutoniumfabrik Sellafield mit Ziel Zwischenlager Brokdorf in Schleswig-Holstein hat offenbar begonnen. Im Hafen Barrow-in-Furness würden die Behälter auf das Spezialschiff „Pacific Grebe“ verladen, heißt es aus gut informierten Kreisen. Nach Barrow wurden die Castorbehälter vom Typ HAW28M, befüllt mit hochradioaktiven Abfällen, per Eisenbahn gebracht. Die englischen Aktivist:innen rechnen „bald“ mit der Abfahrt des Schiffes mit Ziel Deutschland.

Die Überfahrt über die Nordsee dauert etwa 5 Tage. Angelaufen wird ein „deutscher Seehafen“, vermutlich Nordenham. Von dort geht die Reise des Atommülls per Bahn über Bremen und Hamburg weiter bis Brunsbüttel. Dort muss eine Umladung auf Straßentransporter für das letzte Teilstück nach Brokdorf erfolgen.

weitere Infos: http://castor-stoppen.de/brokdorf

die mögliche Transportroute: https://castor-stoppen.de/brokdorf/#route

Ziel der „Rücktransporte“ aus der Wiederaufarbeitung von verbrauchten Brennelementen aus dem Betrieb der deutschen AKW war ursprünglich Gorleben, bis sich im Rahmen des Atomausstiegs auf eine Umverteilung auf die Zwischenlagerhallen an den deutschen Meilern geeinigt werden konnte. Anlass für Proteste gegen diese Transporte ist, dass die Behälter für eine unbestimmte Zeit in unsicheren Zwischenlagerhalle geparkt werden. Ein Endlager für den Atommüll gibt es nicht. Mit Atommülltransporten wird das Problem nur von einem Ort zum anderen verlagert, aber nicht gelöst.

Die Zwischenlagerhallen, in denen die Behälter dann geparkt werden, sind das nächste Sicherheitsproblem. Einst für 40 Jahre Betrieb gebaut und genehmigt endet dieser Zeitraum in Gorleben schon 2034. Die staatliche Betreiberbehörde BGZ will eine Verlängerung beantragen, möglicherweise geht es um Zeiträume bis 2140. Schon ganz am Anfang dieses Verfahrens wird deutlich, dass das Gefahrenpotential systematisch kleingeredet, neue Bedrohungslagen ignoriert und Transparenz sowie Öffentlichkeitsbeteiligung vernachlässigt werden.

40 Jahre Tschernobyl – Kundgebung in Brokdorf

Am 40. Jahrestags des Beginns der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl versammelten sich rund 80 Teilnehmende einer Kundgebung am Atomkraftwerk Brokdorf. Bei sonnigem Frühlingswetter lauschten sie den Redebeiträgen über die schweren Folgen von Atomunfällen und betonten, dass der Ausstieg aus der Atomkraftnutzung der einzig richtige Weg war und ist. Auch über den anstehenden Transport der 7 CASTOR-Behälter aus Sellafield wurde berichtet und über den voraussichtlichen Zeitpunkt spekuliert. Noch gibt es keine sichtbaren Anzeichen für einen unmittelbar bevorstehenden Transport. Das kann sich aber täglich ändern, da die Transportgenehmigung erteilt wurde und die Behälter in Sellafield beladen bereit stehen.

23.00 Uhr – Castor No.2 gestartet

Der zweite Castortransport beginnt: Um kurz nach 23.00 Uhr ist der erste Polizei-Konvoi vom Gelände des Forschungszentrums Jülich gestartet. Die Route des Atommüll-Tiefladers führt über 170km Autobahnen bis ins Zwischenlager Ahaus.

Morgen Castor-Transport & Protest Tag X1: „Sicherheitskonzept bereits vorab gescheitert“ / „Reul muss Castor absagen“

Proteste gegen Castor-Transporte Jülich-Ahaus Tag X1:
– 18 Uhr: Dauer-Kundgebung vor Forschungszentrum Jülich
– 18 Uhr: Demo in Ahaus vom Bahnhof zum Rathaus
– ab 20 Uhr: Nächtliche Dauer-Mahnwache vor Zwischenlager Ahaus
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Pressemitteilung: Transportgenehmigung für CASTOR nach Brokdorf erteilt

Die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), die im Auftrag der Kraftwerksbetreiber Atomtransporte durchführt, hat am Freitag bekannt gegeben, dass der Transport von 7 CASTOR-Behältern des Typs HAW28M aus dem britischen Sellafield in die CASTOR-Halle am AKW Brokdorf aktuell durch das zuständige Bundesamt (BASE) genehmigt wurde. Die Transportgenehmigung gelte bis Ende des Jahres, ein genauer Zeitraum sowie die Transportstrecke unterlägen jedoch der Geheimhaltung. (mehr …)

Aktionen entlang der Transportstrecken

Kleine Proteste gab es heute anlässlich eines Aktionstages an einigen Orten entlang der möglichen Castor-Strecken von Jülich nach Ahaus und in Hamburg, wo ein Atommüll-Zug zum AKW Brokdorf fahren könnte. Hintergrund ist, öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen. Jeder Atommüll-Transport birgt das Risiko schwerer Unfälle oder Anschläge. Die Behälter rollen in Zwischenlagerhallen, wo sie langfristig nicht bleiben können.

„Wir haben uns am letzten Samstag schon einmal warm gemacht mit einem dezentralen Aktionstag. Vielen Dank, dass ihr so aktiv und kreativ wart!“

Der erste Transport Jülich – Ahaus über die Autobahnen von NRW soll kommende Woche Dienstag Abend starten.

Für uns und euch bleibt klar: Bis zu einer verantwortbaren Lösung für die langfristige Lagerung der hochradioaktiven Abfälle muss das Hin-und Herschieben von Atommüll unterbleiben! Keine Castor-Transporte, weder im Norden noch im Westen!

SPENDENKONTO

Sued-Westdeutsche
Anti-Atom-Initiativen

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Stichwort: "CastorStoppen"

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