ES IST NOCH NICHT VORBEI

Neue CASTOR-Transporte ab 2020 geplant!

CASTOR-Alarm 2020? Hat sich da nicht jemand im Jahrzehnt vergriffen? Leider nicht. Für die Jahre 2020 bis 2024 sind vier Castor-Transporte geplant, bei denen hochradioaktiver Atommüll von Frankreich und Großbritannien nach Deutschland verschoben werden soll, ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.

Transportstrecke & -ablauf

kartsellafieldbiblis

Zum Ablauf des Castortransports aus der britischen Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield zum Zwischenlager am Atomkraftwerk Biblis (Hessen) ist bisher folgendes öffentlich bekannt:

Genehmigt wurde am 14. Februar der Transport der hochradioaktiven Abfälle aus Sellafield zum Zwischenlager Biblis in maximal sechs Transportbehältern im Zeitraum vom 1. März bis 31. Dezember 2020.

Es muss ein Schiffstransport erfolgen, dafür stehen in Sellafield Spezialtransportschiffe zur Verfügung. Laut Greenpeace Frankreich kommt das Schiff "Oceanic Pintail" zum Einsatz, ein über 30 Jahre alter “Nuclear Fuel Carrier” der britischen WAA-Betreiberfirma.

Aktuell befindet es sich im Heimathafen Barrow in Furness, nahe der Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield. Über marinevesseltraffic.com kann derzeit die Position des Schiffes abgefragt werden. Wenn der Transport beginnt, ist es möglich, dass diese öffentliche Ortung nicht mehr funktioniert.

Laut des französischen Anti-Atom-Netzwerks Sortir du nucléaire wird der Atommüll in einem deutschen Hafen vom Schiff auf Waggons umgeladen. Das bestätigt auch die GNS: "Der Transport wird von der Wiederaufarbeitungsanlage in Sellafield über einen englischen und einen deutschen Seehafen zum Zwischenlager Biblis führen."

Im September 2019 wurde über den niedersächsischen Hafen von Nordenham der letzte der erforderlichen Castor-Behälter mit dem Spezialschiff "Pacific Grebe" Richtung Sellafield transportiert. Dazu wurde mit einem mobilen Kran im Hafen der Behälter vom Bahnwaggon auf das Schiff umgeladen. Wie das 2018 mit einem Leerbehälter im Hafen von Nordenham funktionierte, davon liefert uns die Firma DAHER auf ihrer Webseite Bilder. Die GNS ergänzt am 15. Februar: "Die hierfür verwendeten Kräne und Fahrzeuge seien für Handhabungen von leeren und beladenen Brennelementbehältern mit vergleichbaren Abmessungen ausgelegt und am Standort bereits vielfach bewährt."

Bis zum Atomkraftwerk Biblis rollen die Castorbehälter auf Schienenwaggons, das AKW besitzt einen Gleisanschluß.

Transportdauer

Laut GNS werden die Behälter zunächst auf der Schiene von der Wiederaufarbeitungsanlage in Sellafield zu einem englischen Seehafen gebracht, wo sie auf ein Spezial-Schiff für den Transport verladen werden. Von dort aus dauere die Reise bis ins Zwischenlager in Biblis rund eine Woche, so ein GNS-Sprecher auf Nachfrage.

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