ES IST NOCH NICHT VORBEI

Neue CASTOR-Transporte geplant!

CASTOR-Alarm? Hat sich da nicht jemand im Jahrzehnt vergriffen? Leider nicht. Seit 2020 sind Castor-Transporte gerollt bzw. geplant, bei denen Atommüll von Frankreich und Großbritannien nach Deutschland oder innerhalb Deutschlands von einem Zwischenlager in ein anderes verschoben werden soll, ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.

Castortransporte Ahaus - Jülich

atomtransp_juelich_ahaus_header.png__1900.0x680.0_q85_crop_subject_location-945,342_subsampling-2_upscale

Marode Straßen und Brücken, eine angespannte Sicherheitslage und ein nicht nachvollziehbaren Aufwand für die Polizei: trotzdem sollen wohl dutzende über 130 Tonnen schwere Castor-LKW von Jülich nach Ahaus rollen.

Seit 2013 hat das Atommüll-Zwischenlager in Jülich keine Genehmigung mehr, 2014 wurde die Räumung angeordnet. Doch weil die Erdbebensicherheit inzwischen nachweislich den Anforderungen entspricht, ist eine neue Genehmigung in Griffweite. Statt die einzig folgerichtige Konsequenz zu ziehen, schaut die NRW-Atomaufsicht tatenlos zu, wie die Betreiberin des Zwischenlager weiter mit Hochdruck den Abtransport des Atommülls nach Ahaus vorbereitet. Dabei könnte sie die konzeptlosen, überflüssigen und gefährlichen Atommüll-Transporte mit einem einfachen Rechtsakt sofort stoppen.

AKTUELL

  • Nikolaus-Aktion in Jülich

    7. Dezember 2025

    Aktivist:innen des Bündnisses „Stop Westcastor“ haben gestern mit Nikolausmützen und einem verkleideten Nikolaus in der Kölnstraße auf die drohende Atommüll-Lawine auf Nordrhein-Westfalens Autobahnen aufmerksam gemacht. Dabei hatten sie Tennisbälle mit Atomzeichen, die symbolisch für die tennisballgroßen Jülicher Brennelementekugeln stehen.

  • „Es ist ein Skandal!“

    6. Dezember 2025

    Laut WDR will die Transportfirma Orano nächsten Monat womöglich sogar ohne rechtskräftiges Urteil mit den Castortransporten von Jülich nach Ahaus beginnen, obwohl NRW-Innenminister Reul (CDU) gerade erst das Gegenteil versprochen hat. Anti-Atom-Organisationen fordern erneut eindringlich politische Gespräche zwischen Bund und Land, um eine Weiterlagerung des Atommülls in Jülich zu ermöglichen und den drohenden Castor-Marathon auf…

  • 24. Januar: Castor-Demo in Bottrop

    6. Dezember 2025

    Der Autobahnabschnitt Oberhausen−Bottrop auf der A2 ist aufgrund der Großbaustelle ein offensichtliches Nadelöhr für die Castor-Transporte, da die Fahrbahnverengung keine seitliche Abschirmung der Castor-LKWs durch Begleitfahrzeuge möglich macht. Zudem muss das Tempo des Atom-Konvois gedrosselt werden. So eine Baustelle ist ein sicherheitstechnischer Alptraum. „Wir arbeiten derzeit konsequent an einer Ausweitung der Proteste ins Ruhrgebiet, wo…

  • JEN bestätigt: keine Transporte in 2025

    4. Dezember 2025

    Ein erster der angekündigten Atommülltransporte von Jülich nach Ahaus finden 2025 nicht mehr statt. Das bestätigte ein Sprecher der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Das JEN verweist auf die ausstehende Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin zum Eilantrag der Umweltschutzorganisation BUND. –> Damit ist nun definitv: 2025 bleibt ein Castor-freies Jahr für Ahaus.…

  • Castor-Transporte nach Ahaus wohl nicht mehr in diesem Jahr

    3. Dezember 2025

    Die Castor-Transporte durch Nordrhein-Westfalen werden wohl nicht mehr in diesem Jahr beginnen. Das geht nach WDR-Informationen aus einer gerichtlichen Stellungnahme des Transportunternehmens hervor, in das der BUND Einsicht hatte. Die Atom-Transportfirma Orano habe dem Gericht zugesagt, dass das Unternehmen im Dezember nicht mehr mit den Castor-Transporten beginnen wolle, „so lange es keine Entscheidung des Verwaltungsgerichts…

  • Forderung nach „Last Minute-Gespräche“

    3. Dezember 2025

    Die nordrhein-westfälische Landesregierung plant, an den angekündigten Atommüll-Transporten durch Nordrhein-Westfalen festzuhalten, heißt es in einem Artikel des Evangelischen Pressedienstes (epd). Polizei und Transporteure würden sich derzeit in „sogenannten Koordinierungsgesprächen gewissenhaft“ auf den Transport vorbereiten, wird NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) zitiert. Hinweise auf einen ersten Transporttermin ergeben sich aus dem Artikel nicht. Anti-Atom-Initiativen sprechen von einer…

  • Auf nach Ahaus – Stopp den Castor-Wahnsinn!

    2. Dezember 2025

    Die Anti-Atom-Initiativen im Münsterland und Jülich rufen zusammen mit dem BUND NRW für Sonntag, 14.Dezember 2025, um 14 Uhr zum großen Advents-Sonntagsspaziergang am Atommülllager in Ahaus auf! – Infos: https://bi-ahaus.de/ – https://sofa-ms.de/ – https://www.westcastor.org/

  • Polizei gibt Hinweis zur möglichen Transportstrecke

    29. November 2025

    Auch wenn ein Termin für den ersten Castortransport von Jülich nach Ahaus weiterhin unklar bleibt, liefert die Neuß-Grevenbroicher Zeitung (NGZ) einen Hinweis zur Transportstrecke: „Die 152 Behälter müssten auf ihrem Weg nach Ahaus auch den Rhein-Kreis passieren, möglicherweise über die A44 bis Jüchen und die A46 in Richtung Düsseldorf, wie es aus Polizei-Kreisen gegenüber unserer…

  • Wird es doch ein weiteres „Castor-freies“ Jahr?

    28. November 2025

    Anti-Atom-Initiativen haben auf ihren Brandbrief an NRW-Innenminister Reul eine von ihm persönlich gezeichnete Antwort erhalten. Darin bestätigt Reul, dass zunächst der Rechtsweg „rechtskräftig“ abgeschlossen sein müsse, bevor die Polizei über Transporttermine entscheide. Der BUND hatte gegen die Transportgenehmigung eine Klage eingereicht, eine Entscheidung wird „im Dezember“ erwartet. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung…

  • Ein Strahlenschutzkonzept fehlt noch

    26. November 2025

    Das NRW-Innenministerium ist Bedenken entgegengetreten, dass es bereits kurzfristig zu einem Castortransport von Jülich nach Ahaus kommen könnte: „Erst wenn die polizeilichen Anforderungen an die Sicherheit der Transporte allseits erfüllt sind – hierzu gehört auch das ganzheitlich abgestimmte Strahlenschutzkonzept – kann eine konkrete Terminierung und Vorbereitung der Transporte erfolgen“, heißt es in der Rheinischen Post.

Am Tag X1, dem Tag des ersten Castor-Transports, wird es jeweils um 18 Uhr in Jülich vor dem Forschungszentrum eine Kundgebung sowie in Ahaus ab Bahnhof eine Demo geben.

Kontakte & Infos:

Jülich - stop.westcastor@posteo.de
https://www.westcastor.org
Signal-Liste / SMS-Info: 0176 52270865

Ahaus - mail@bi-ahaus.de
https://bi-ahaus.de/
InstagramWhatsApp

Münsterland:
https://sofa-ms.de/
Mastodon / Bluesky

Überregional:
.ausgestrahlt

Screenshot

Newsletter abonnieren: