ES IST NOCH NICHT VORBEI

Castor-Transporte rollen auch nach dem Atomausstieg weiter durch Deutschland von einem Zwischenlager in ein anderes - ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.

Alle deutschen Atomkraftwerke sind abgeschaltet. Trotzdem wird in Deutschland Brennstoff für AKW produziert. Nach Gronau und Lingen rollen regelmäßig Transporte. Jeder einzelne Urantransport sorgt dafür, dass weltweit Atomkraftwerke weiter laufen können.

Castortransporte Ahaus - Jülich

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Marode Straßen und Brücken, eine angespannte Sicherheitslage und ein nicht nachvollziehbaren Aufwand für die Polizei: trotzdem rollen dutzende über 130 Tonnen schwere Castor-LKW von Jülich nach Ahaus.

Seit 2013 hat das Atommüll-Zwischenlager in Jülich keine Genehmigung mehr, 2014 wurde die Räumung angeordnet. Doch weil die Erdbebensicherheit inzwischen nachweislich den Anforderungen entspricht, ist eine neue Genehmigung in Griffweite. Statt die einzig folgerichtige Konsequenz zu ziehen, schaut die NRW-Atomaufsicht tatenlos zu, wie die Betreiberin des Zwischenlager weiter mit Hochdruck den Abtransport des Atommülls nach Ahaus vorbereitete. Dabei könnte sie die konzeptlosen, überflüssigen und gefährlichen Atommüll-Transporte mit einem einfachen Rechtsakt sofort stoppen.

Am 24. März 2026 rollte der erste Behälter über 170km Autobahnen, von einem Großaufgebot der Polizei begleitet. 151 Behälter sollen in den kommenden Monaten folgen.

AKTUELL

  • 21. Castortransport ist gestartet

    6. Oktober 2026

    Begleitet von Protestmahnwachen ist um 21.50 Uhr der 21. Atommüllbehälter auf einem Spezial-LKW aus dem Forschungszentrum Jülich gestartet. Sein Ziel: das nächste unsichere Zwischenlager, 170 Autobahn-Kilometer entfernt in Ahaus. Im Konvoi um den Behälter befinden sich 28 Polizeifahrzeuge. Sicherheit wird weiter abgebaut: Anders als bei vorhergehenden Transporten wurde im Begleitkonvoi kein „Drohnenabwehrfahrzeug“ mehr gesehen.

  • Hubschrauber über Jülich

    6. Oktober 2026

    21.25 Uhr – Ein Polizeihubschrauber hat nun das Forschungszentrum in Jülich erreicht, was auf einen zeitnahen Start des Atommülltransports hinweist. 21.30 Uhr – der Vorkonvoi, bestehend aus 17 Polizeifahrzeugen, hat das Gelände des Forschungszentrums verlassen. Die Fahrzeuge fahren einige Minuten vor dem Atommüll-LKW. Mahnwache in Jülich:

  • Morgen: Castor-Bilanz im Landtag

    6. Oktober 2026

    Für die morgige Sitzung des Ausschuss für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie im NRW-Landtag stehen Berichte der Landesregierung zum „Zwischenstand CASTOR-Transporte“ von Jülich nach Ahaus auf der Tagesordnung. Die Anti-Atomkraft-Initiativen ziehen nun auch eine erste Castor-Zwischen-Bilanz: „Mit einigen Pannen, abnehmendem Polizeischutz und mit nahezu immer gleichen Routen und Fahrzeiten wurden in sechs Monaten 20 von…

  • Die Castor-Vorbereitungen in Jülich laufen

    6. Oktober 2026

    20.30 Uhr: Auf dem Gelände des Forschungszentrums in Jülich stehen bereits eine größere Anzahl Mannschaftswagen und Sonderfahrzeuge der Polizei. Auch wenn heute Abend in Ahaus keine Mahnwache angemeldet wurde, stehen an der Kreuzung Schorlemerstraße / Schumacherring zwei Polizeifahrzeuge.

  • Heute Castor – Mahnwachen in Jülich

    6. Oktober 2026

    Heute und morgen (6./7. 10.) sind wieder Mahnwachen ab 20:00 in Jülich-Königshäuschen, Aachener Landstr. 25, geplant. Das ist der Ort, wo der Castor auf die Autobahn fahren wird. Erreichbar ist die Mahnwache mit dem AVV Schnellbus SB 20 von Jülich Bahnhof und Aachen Bushof, Haltestelle „Neubourheim“. Aktivsti von Westcastor werden ab 20.30 Uhr an gewohnter…

  • NiX los in Jülich

    5. Oktober 2026

    Die Situation am Forschungszentrum in Jülich lässt darauf schließen: heute Abend (Montag) rollt von dort aus kein Atommüll nach Ahaus.

  • „Sperrungen wegen Castor-Schwertransport“

    2. Oktober 2026

    In der Anschlussstelle Essen/Gladbeck kommt es in mehreren Nächten zu Sperrungen. Grund ist ein „Castor-Schwertransport“, für den die Anschlussstelle angepasst werden muss, berichtet die Neue Gladbecker Zeitung. Betroffen sei die Fahrtrichtung Oberhausen. Die Einschränkungen würden am Montagabend, 5. Oktober 2026 beginnen und dauern bis Donnerstagmorgen, 8. Oktober. Anschließend kommt es zur Sperrung der Ausfahrt in…

  • Castortransport-Marathon ab kommender Woche

    2. Oktober 2026

    Hinter uns liegt eine Castor-freie Woche, was vermutlich an mangelnden Kapazitäten bei der Polizei lag: Großeinsätze gab es wegen der Hells Angels und der Verleihung des Westfälischen Friedenspreises an die NATO. Ab kommende Woche ist aber mit Transporten zu rechnen, die Vorbereitungen in Jülich laufen bereits: auf dem Gelände des Forschungszentrums wurden die Castor-LKW und ein…

  • Bisher keine Hinweise auf Castor

    29. September 2026

    Aktuell gibt es keine Hinweise darauf, dass heute Abend der nächste Atommülltransport von Jülich nach Ahaus stattfindet. Aktivist:innen haben sich präventiv vor dem Forschungszentrum getroffen – und können nichts beobachten, was auf einen Castortransport hinweist. Ebenso in Ahaus, auch dort kein Polizeiaufkommem.

  • Wann rollt Castor #21?

    28. September 2026

    Nachdem in der vergangenen Woche die Behälter 19 und 20 in Ahaus angekommen sind, befinden sich noch 132 Castoren im Zwischenlager Jülich. Es gibt die Information, dass im Oktober jede Woche Dienstags und Mittwochs Atommüll durch NRW rollen soll – die Verantwortlichen ziehen also die Geschwindigkeit für die unnötige und gefährliche Verlagerung des Abfalls von…

Kontakte & Infos:

Jülich - stop.westcastor@posteo.de
https://www.westcastor.org
Signal-Liste / SMS-Info: 0176 52270865

Ahaus - mail@bi-ahaus.de
https://bi-ahaus.de/
Instagram / WhatsApp

Münsterland:
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Überregional:
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