#castor-TICKER Ahaus

Ticker zum Protest gegen die Atommüll-Lawine von Jülich nach Ahaus.

Und wann kommt der nächste Castor?

23. April 2026

Noch 150 Behälter sollen – sofern sich an den Genehmigungszeitraum gehalten wird – bis zum 31.08.2027 nach Ahaus gebracht werden. Zwei Transporte mit jeweils einem Behälter haben stattgefunden. Doch wann rollt der nächste Castor? Zeitfenster gibt es nicht viele für derartige Großeinsätze der Polizei: Ein nächstes könnte der Zeitraum unmittelbar vor dem ersten Donnerstag-Feiertag Mitte Mai sein – oder aber erst wieder im Juni, wenn alle Feiertage durch sind.

Wir tun alles, dass wir wieder rechtzeitig Bescheid wissen. Und mit diesem wahnsinnigen Polizeiaufwand und diesen Pausen zwischen den Transporten wird es wirklich Jahre dauern, selbst bei Bündelung, die ab dem nächsten Castor starten soll (erstmal aber nur zwei LKW).

„Störung in der externen Stromversorgung des Fahrzeugs im Stillstand“

22. April 2026

Die taz berichtet heute über die Panne, die gestern Abend die Abfahrt des Castortransports etwa 90 Minuten verzögert hatte: Grund sei die „Störung in der externen Stromversorgung des Fahrzeugs im Stillstand“ gewesen, habe die Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) erklärt. Ob auch die Überwachung des Castors gefährdet war, ist unklar. In dem Statement heißt es, „die Transporteinheit selbst“ sei „zu keinem Zeitpunkt betroffen oder beschädigt“ gewesen. Am Telefon habe ein JEN-Sprecher der taz aber gesagt, die unterbrochene Stromversorgung bediene zumindest indirekt eben doch diese Transporteinheit – den 30 Meter langen Auflieger, auf dem der 2,70 Meter lange Atommüllbehälter steht. Die Einheit beinhalte „diverse technische Systeme“, die der Geheimhaltung unterlägen, so der Sprecher – und die benötigen offenbar Strom.

-> Offenbar war also schon beim zweiten von mindestens 50 Transporten die Fahrbereitschaft des Castor-LKW nicht (vollständig) gegeben.

Enormer Aufwand für Atommüll-Transport

22. April 2026

Gestern Nacht sicherte erneut ein riesiges Polizei-Aufgebot die beiden Atommüll-Lager Jülich und Ahaus, Autobahnen, Straßen, Brücken und auch kleinste Feldwege ab. Nach WDR-Informationen waren rund 2.000 Polizisten im Einsatz. Für den weiteren Transport des Atommülls von Jülich nach Ahaus sind vier LKW eingeplant. Einer bleibt stets in Reserve, so dass die Polizei maximal drei Schwertransporte zu einem Konvoi zusammenfassen könnte. Das ergibt noch mindestens 50 entsprechende Einsätze. (Textausschnitt: WDR)

Panne: Stromversorgung für Castor-LKW war defekt – Anti-Atomkraft-Initiativen fordern Aufklärung

22. April 2026

In einer aktuellen Pressemitteilung fordern Anti-Atom-Initiativen Aufklärung zu der technischen Panne vor dem Start des zweiten Castortransports, die zu Verzögerungen führte: Was genau war an dem Castor-LKW defekt? Wer hat den Schaden am späten Abend tatsächlich behoben? Warum wurde nicht bis Tagesanbruch gewartet, um eine gründliche Untersuchung durchzuführen?

„Endlose Polizei-Konvois auf der Autobahn sind keine Atommüllentsorgung. Mit massivem personellen und technischen Aufwand täuschen die Bundesregierung und die NRW-Landesregierung vor, dass sich in der Atommüll-Entsorgung etwas bewegt. Doch real tut sich nichts. Wir werden unsere Proteste fortsetzen. Denn wir sehen unsere Befürchtung bestätigt, dass die Verlagerung des hochradioaktiven Atommülls von Jülich nach Ahaus ein jahrelanges, völlig sinnfreies und gefährliches Unterfangen ist, das erhebliche Polizeikräfte in NRW auf Jahre hinaus bindet, aber keinen Sicherheitsgewinn bringt.“

3:35 Uhr – Zweiter Castortransport erreicht sein nächstes Etappenziel

22. April 2026

Der zweite von insgesamt 152 Castorbehältern hat nach knapp 4,5 Stunden Fahrzeit über fast 200km Autobahnen in Nordrhein-Westfalen sein nächstes Etappenziel erreicht: das Zwischenlager Ahaus. Wieder wurde ein einzelner Behälter transportiert, dieses Mal gab es offenbar schon vor der Abfahrt am Forschungszentrum eine technische Panne, die den Start um etwa 1 Stunden verzögerte. In den kommenden Monaten sollen noch 150 weitere Behälter folgen – jedes Mal ein Großeinsatz für die Polizei.

In Ahaus bleiben können die Behälter nicht, schließlich handelt es sich auch hier nur um eine Zwischenlagerhalle. Sicherer wäre der Neubau einer Lagerhalle in Jülich – dafür ist es nicht zu spät.

Vielen Dank an alle, die heute gegen diese unsinnige, gefährliche Atommüll-Lawine auf die Straße gegangen sind!

Durchfahrt Bottrop, gegen 2.20 Uhr:

3:10 Uhr – Erste Fahrzeuge am Zwischenlager angekommen

22. April 2026

Um 3.10 Uhr erreichen erste Fahrzeuge des Begleitkonvois das Zwischenlager Ahaus. Der Castortransport wird in etwa 20 Minuten erwartet.

3.15 Uhr – Begleithubschrauber erreicht A31-Ausfahrt Legden/Ahaus.

3.00 Uhr – Castortransport auf letzter Autobahnetappe

22. April 2026

Um 3.00 Uhr befindet sich der Castortransport auf dem letzten Autobahnabschnitt nach Ahaus, auf der A31, etwa zwischen Borken und Gescher.

Tag X3 - 5./6.5.2026

Transportiert wurde ein Behälter. In Jülich warten noch 149.

ca. 21.45 Uhr - Abfahrt in Jülich

23.30 Uhr - A42, kurz vor dem Kreuz Oberhausen-West

1.15 Uhr - Ahaus Zwischenlager

Tag X2 - 21./22.4.2026

Transportiert wurde ein Behälter. In Jülich warten noch 150.

ca. 23.00 Uhr - Abfahrt Jülich wegen technischem Defekt verspätet

2.20 Uhr - Bottrop

3.35 Uhr - Ahaus Zwischenlager

Tag X1 - 24./25.3.2026

Transportiert wurde ein Behälter. In Jülich warten noch 151.

22.07 Uhr - Abfahrt Jülich

0.10 Uhr - A42, Rheinbrücke

2.00 Uhr - Ahaus Zwischenlager

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Kontakte & Infos:

Jülich - stop.westcastor@posteo.de
https://www.westcastor.org
Signal-Liste / SMS-Info: 0176 52270865

Ahaus - mail@bi-ahaus.de
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