ES IST NOCH NICHT VORBEI

Neue CASTOR-Transporte ab 2020 geplant!

CASTOR-Alarm 2020? Hat sich da nicht jemand im Jahrzehnt vergriffen? Leider nicht. Für die Jahre 2020 bis 2024 sind vier Castor-Transporte geplant, bei denen hochradioaktiver Atommüll von Frankreich und Großbritannien nach Deutschland verschoben werden soll, ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.

AKTUELLES

Protest-Lesung am 31.3. in Nordenham

Am Dienstag, 31.03.2020, findet um 19.30 Uhr im Restaurant „Akropolis“ (Viktoriastraße 24, 26954 Nordenham) eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Castortransport statt. Im Fokus des Abends steht die Buchlesung „Der Kastor kommt“ mit Wolfgang Ehmke, Pressesprecher der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg.

Legal-Team

Das Legal Team / der Ermittlungsausschuss (EA) ist während des gesamten Castor-Zeitraumes rund um die Uhr telefonisch für euch erreichbar, wenn es Probleme mit der Polizei gibt. Wenn du selbst festgenommen wirst, benachrichtige den EA von der Polizeiwache aus! Du hast das Recht auf einen Telefonanruf, bitte nutze den um uns zu informieren. Wichtig: Mach keine Aussagen und unterschreibe nichts bei der Polizei! Melde dich auch unbedingt wieder bei uns, wenn du frei bist! Wenn du bei anderen Personen Festnahmen beobachtest – bitte ruf uns direkt an, dann kümmern wir uns.

Wir wollen euch im Umgang mit Polizei & Repression unterstützen.

Telefonnummer Legal Team: 030 – 34060313
Kontakt per Mail: legalteam@castor-stoppen.de

Infoflyer mit vielen hilfreichen Aktions-Hinweisen (pdf)

Ende Gelände Podcast – Rückkehr der Untoten

Nein, wir haben uns nicht im Jahrzehnt vertan, in der neuesten Folge des EG Podcasts geht es um Atom-Transporte. Aber auch darum, was das mit der Klimakrise zu tun hat, was wir *aus den Erfahrungen der Anti-Atom-Bewegung lernen* können, und was die *Parallelen zwischen den sogenannten “Ausstiegen” aus Atom- und Kohlekraft* sind:

Podcast auf Soundcloud anhören

Flugverbot & Castorloks – Hinweis auf Transporttermin

Es gibt zwei neue Hinweise, die darauf hindeuten, dass die Vorbereitungen für den Atommülltransport Sellafield – Biblis laufen:

Flugverbot Nordenham-Hude, Bild: Flugsicherung

* Die Deutsche Flugsicherung hat bereits am 27.2. bekannt gegeben, dass “über den Gebieten Nordenham und Nordenham-Hude (FIR Bremen) sowie über Ibersheim (Langen FIR)” ab 25. März bis 05. April 2020 Flugbeschränkungen gelten, “die über alle Tage hinweg 24 Stunden lang gültig sind.” Dieser Bereich umfasst einerseits den Hafen von Nordenham als auch die Bahnstrecke von Nordenham bis nach Hude, die der Castorzug nehmen muss. Außerdem ist der Bereich rund um das AKW Biblis von dem Flugverbot im gleichen Zeitraum betroffen.

–> Damit ist bestätigt, dass höchstwahrscheinlich in Nordenham der Umschlag vom Schiff auf die Schienenwaggons stattfinden wird.

–> Als Transporttermin gilt der Zeitraum 25. März bis 05. April 2020 nun als sehr wahrscheinlich.

* Außerdem wurden heute (7. März) in Halle (Saale) zwei Dieselloks fotografiert, die Gitter vor den Fenstern monitiert haben. Das auf der Plattform “drehscheibe-online.de” veröffentlichte Foto wurde von dem/der Bahnkenner*in mit dem Zusatz: “heute standen die für Castor-Transporte hergerichteten Loks 232 209-7 und 232 347-5 in der Abstellanlage beim Werk Halle G” versehen. In der Vergangenheit wurde derartige Loks für die Atommüll-Transporte nach Gorleben genutzt.

Wir sind weiterhin sehr dankbar über Hinweise auf den Transport bzw. logistische Vorbereitungen bei Polizei o.ä., die auf eine baldige Atommülllieferung hinweisen könnten. Infos bitte an info@castor-stoppen.de senden.

Mahnwache in Göttingen

Eine mögliche Route des Castortransports führt über Bremen, Hannover, Göttingen und Kassel zum AKW Biblis, betonen Atomkraftgegner*innen aus Göttingen. Aus diesem Grund fand gestern eine (erste) Mahnwache am Gänseliesel statt:

(Foto: https://twitter.com/tobias_darge)

Ab sofort gilt die Transportgenehmigung!

Das Bundesamt für nukleare Entsorgung hat den Rücktransport von hochradioaktivem Atommüll aus England nach Deutschland genehmigt. Ab heute, 1. März, gilt diese Transporterlaubnis bis zum Jahresende 2020.

Es gibt einen Hinweis (!) auf den möglichen Transporttermin. In einer öffentlichen Segelfliegerzeitung wurde zwischen dem 25. März – 5. April ein Flugverbot entlang der Weser im Bereich des Hafens Nordenham verhängt. Das KANN ein Hinweis auf den Transport sein, muss aber nicht.

Über konkretere Hinweise aller Art sind wir sehr dankbar! Meldet euch über das Infotelefon (0175 — 6451607) oder per Mail (info@castor-stoppen.de)

Transportablauf

  • Schiffstransport vom britischen Hafen Barrow in Furness (nahe der Plutoniumfabrik Sellafield) zu einem „deutschen Seehafen“, vermutlich Nordenham: 3-4 Tage
  • Verladung Schiff auf Schiene plus Strahlenmessungen: ca. 1 Tag (kann auch schneller gehen)
  • Bahntransport nach Biblis: etwa 10-14 Std., es ist davon auszugehen, dass der Atommülltransport mit Vorrang fahren darf.

Warum Nordenham?

Dass der Atommüll im Hafen von Nordenham vom Schiff auf die Schiene umgeladen wird, wurde bisher öffentlich weder bestätigt noch dementiert. Im privaten (und abgeschirmten) Midgart-Hafen in Nordenham fand allerdings im September 2019 eine für die Genehmigung nötige “Kalthantierung” eines leeren Atommüll-Behälters mit anschließender Verschiffung nach Sellafield statt. Mithilfe eines dort vorhandenen Krans mit 140 Tonnen Hubkraft können die sechs jeweils 114 Tonnen schwere Castorbehälter vom Schiff auf Bahnwaggons umgeladen werden.

In Nordham wurde bereits 2012 ein MOX-Brennelementtransport aus Sellafield angelandet, damals allerdings per LKW mit Fracht für das AKW Grohnde. Im Midgart Hafen wird zudem seit Jahrzehnten Material der US-Army umgeschlagen.

Der Hafenanleger im Haupthafen von Nordenham verfügt über einen Schienenanschluß.

Haltet die Augen offen!

Mögliche konkrete Hinweise darauf, dass Nordenham der Castor-Umschlagort werden wird: Etwa 1-2 Wochen vorher (bezogen auf den o.g. Termin also ab Mitte März) werden die nötigen Bahnwaggons für begleitende Polizei, die Bahnwaggons für die Castorbehälter sowie Diesel-Loks bereitgestellt. Das muss nicht auf dem Hafengelände, sondern kann irgendwo in der Nähe sein. Spätestens dann wird die Polizei rund um diesen Ort und den Hafen Patrouille fahren.

Der Bahntransport

Vom Midgart-Hafen in Nordenham führt eine eingleisige (!) Bahnstrecke bis nach Hude.

Von dort aus gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten für den Streckenverlauf bis zum Atomkraftwerk Biblis in Hessen:

  • Hude – Delmenhorst – Bremen -Diepholz – Osnabrück – Münster – (…) oder Bremen – Hannover – Göttingen – Kassel – Fulda – Hanau – …
  • Hude – Oldenburg – Leer – Papenburg – Meppen – Lingen – Rheine – Münster – (…)

Es gibt zahlreiche Varianten, siehe u.a. Karte. Eine Übersicht mit allen Bahnstrecken in Deutschland liefert z.B. die Webseite kompf.de oder https://www.openrailwaymap.org/

Entlang der Bahnstrecken wird die Polizei Kontrollfahrten vornehmen, die möglicherweise auf die Streckenführung durch Deutschland hinweisen. Bei den letzten Castortransporten nach Gorleben wurden allerdings alle realistisch möglichen Routen überwacht – und erst kurz vorher die tatsächliche Strecke gewählt.

Die Fahrt von Nordenham nach Biblis beträgt ca. 10-14 Stunden.

Der genaue Zeitpunkt für den TAG X wird erst wenige Tage vorher feststehen.

Informiert euch also, bleibt auf dem Laufenden: Tragt euch in unseren Newsletter und die SMS-Alarmliste ein.

Der Protest

Aktivist*innen haben angekündigt, dass es „im Umfeld des Bahnhofs Nordenham“ eine angemeldete Mahnwache als überregionaler Anlaufpunkt u.a. aus Norddeutschland inkl. des Wendlands geben wird.

In Biblis sind Mahnwachen am Bahnhof Biblis und vor dem AKW geplant.

Atommüllkonferenz in Göttingen, 29.2.2020

Castor2020 auf der AMK

Die 16. Atommüllkonferenz, ein Treffen zahlreicher Anti-Atom-Aktivist*innen, wird sich am kommenden Wochenende (Samstag, 29. Februar 2020) in Göttingen auch mit dem Thema #castor2020 beschäftigen. In der Einladung zur Arbeitsgruppe 4 heißt es:

Neue CASTOR-Transporte aus den WAA:
* Bereits im ersten Halbjahr 2020 ist der erste neue CASTOR-Transport von Sellafield (GB) nach Biblis geplant (wahrscheinlich bereits im Frühjahr).
* In 2021 sollen die CASTOREN aus La Hague (FR) nach Philippsburg rollen.

Wir wollen mit Euch in der AG die aktuelle Situation CASTOR-Transporte, Atomausstieg, Atommüll und Ausbremsen der Energiewende diskutieren.

Input: Herbert Würth (Aktionsbündnis CASTOR-Widerstand Neckarwestheim)
Moderation: Herbert Würth und Silke Westphal (AG Schacht KONRAD)

zum Programm & Anmeldung: http://www.atommuellkonferenz.de/

“Sicherheitskonzept wird man dann hinterher schon hinkriegen”

Ab dem 1. März sind Castortransporte mit hochradioaktivem Atommüll von Sellafield nach Biblis wieder erlaubt. Dass in Biblis eventuell notwendige Reparaturen nicht möglich sind, stört die Genehmigungsbehörde nicht. Ebenso wenig stört es sie, dass das nach dem bisherigen Sicherheitskonzept bedeuten würde, dass die Castoren dann nicht mehr wie eigentlich vorgesehen eines schönen Tages wieder in ein Endlager abtransportiert werden dürften. Die Behörde steht auf dem Standpunkt, dass sich da schon eine Lösung finden werde. Das passt zwar gut zum Umgang mit Atommüll insgesamt, gefällt aber Umweltschützer*innen weniger.

Radio Dreyeckland im Gespräch mit Jochen Stay von ausgestrahlt.de.

Fährt der hochradioaktive CASTOR durch Göttingen?

(…)Ab 1.März bis Dezember 2020 soll ein Transport mit hochradioaktivem Atommüll aus der Plutoniumfabrik Sellafield (England) zum AKW Biblis in Hessen fahren. Am 14.2.20 genehmigte das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) den Schienentransport für 6 Behälter. Die leeren Castor-Behälter wurden laut der Atomtransporte-Firma Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) am 18.09.2019 in Nordenham von einem Bahnwaggon auf ein Schiff verladen. Vermutlich wird der Transport also im Hafen von Nordenham umgeschlagen. Eine mögliche Route führt über Bremen, Hannover, Göttingen, Kassel zum hessischen AKW Biblis. Der Castor könnte auch über NRW und Rheinland-Pfalz fahren.

MAHNWACHE GEGEN ATOMKRAFT UND CASTOR-Transporte
Montag, 2. März 2020, 18 Uhr, Gänseliesel

www.anti-atom-initiative-goettingen.de
Mittwochs 19.30 bei ver.di oder im Inti

Großübung der Bundespolizei

Heute findet im Dahner Felsenland, Rheinland-Pfalz, eine große Polizeiübung statt. Der direkte Bezug zu den Vorbereitungen für den Atommülltransport von Sellafield nach Biblis: Polizeischüler*innen mimen dort “demonstrierende Atomkraftgegner”.

Was die Polizei von den bevorstehenden Protesten erwartet, lässt sich aus Szenarien der Übung ableiten:

  • Einsatzkräfte des Landes Rheinland-Pfalz, aus Hessen und von der Bundespolizei trainieren dabei zum Beispiel, wie sie gemeinsam “gewaltbereite Störer in den Griff bekommen”.
  • Angenommene Ausgangslage war am Morgen eine Demonstration mit etwa 400 Personen im Raum Dahn.
  • Am Dahner Ortsrand stehen zwei Wasserwerfer bereit
  • Auf den Gleisen der Wieslauterbahn wird ein Lastwagen stehen, der die Trasse für einen heranfahrenden Zug blockiert.
  • Demonstranten blockieretn einen Bahnübergang und ketteten sich an die Gleise

ein Bericht von der Polizeiübung auf rheinpfalz.de

Ein Bericht mit Videos auf swr.de

Infotelefon

0175 — 6451607

ALARM-LISTE

Per Mail informieren wir zum Stand der Dinge:

SMS-ALARM

(Name darf gern ein Spitzname sein!)

AKTUELLES

SPENDENKONTO

Sued-Westdeutsche
Anti-Atom-Initiativen

IBAN: DE 54 4306 0967 6020 2675 01
BIC: GENODEM1GLS

Kto: 602 026 750 1 | BLZ: 430 609 67
GLS Gemeinschaftsbank Bochum

Stichwort: "CastorStoppen"

Don ́t nuke the climate! Stellen wir uns quer!