#castor-TICKER Ahaus
Ticker zum Protest gegen die Atommüll-Lawine von Jülich nach Ahaus.
Die nächste Aktion gegen die Atommüll-Lawine durch NRW ist angemeldet worden: Auf dem Rasthof Ruraue Ost (an der A44, bei Jülich) wird am Samstag dem 21. Februar von 14.00 bis 16.00 Uhr eine Mahnwache stattfinden. Organisiert wird die Aktion vom Aktionsbündnis Stop Westcastor. Weitere Infos dazu folgen.
Gefährlich ist es, Atommüll über Autobahngroßbaustellen zu transportieren – nicht der Protest auf Autobahnbrücken gegen unnötige und gefährliche Atomtransporte! Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat heute Nachmittag in einem Eilverfahren die Nutzung der beiden Autobahnbrücken über die A2 für die Castor-Demo übermorgen (Samstag 24.1.) in Bottrop freigegeben. Die Kreispolizei Recklinghausen habe „keine stichhaltige Begründung für ein Verbot geliefert“. Gegen diesen Beschluss kann die Polizei noch Beschwerde einlegen.
Treffpunkt für die Demo ist um 11 Uhr neben dem Autobahn-Rasthof Bottrop-Süd an der Kreuzung Oberhausener Str. / Hanielstr. / Im Fuhlenbrock im Stadtteil Bottrop-Fuhlenbrock.
Die Polizei hat die Nutzung zweier Autobahnbrücken für die angekündigte Demonstration am 24. Januar in Bottrop untersagt. Es gibt im Versammlungsrecht keine Ausnahmen für Autobahnbrücken, meinen Atomkraftgegner:innen. Die Veranstalter:innen gehen deshalb mit einem Eilantrag gegen die Einschränkungen für die Demo vor, weil sie fürchten, dass die Polizei hier eine Art „Castor-Sonderrecht“ für Versammlungen entlang der 170 Kilometer langen Transportstrecke schaffen möchte.
Treffpunkt für die Demo am kommenden Samstag ist 11 Uhr am Autobahn-Rasthof Bottrop-Süd.
Zugleich bestätigt die Polizei in ihrem Schreiben an die Anmnelder:innen ausdrücklich, dass der Autobahn-Abschnitt der A2 zwischen Oberhausen und Bottrop durch die Großbaustelle ein „besonderes Gefahrenpotenzial“ birgt. Die verengten Fahrbahnen machen eine seitliche Abschirmung der Castor-LKW unmöglich – sollte der Transport diesen Streckenabschnitt tatsächlich nutzen, dürften es zu einem Polizei-Großeinsatz mit zahlreichen Absperrungen rund um die Autobahn kommen. Bisher ist weder die Streckenführung noch der Start des ersten der 152 Atommüll-Transporte bekannt, alles unterliegt der Geheimhaltung.
Mit Schreiben an NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) sowie Innenminister Herbert Reul (CDU) versuchen die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland und Jülich sowie der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) neuen Schwung in die politische Castor-Debatte zu bringen. Die Anti-Atom-Organisationen fordern von Wüst und Neubaur eine Einladung an die Bundesregierung zu Last-Minute-Gesprächen, um die Weiterlagerung des Jülicher Atommülls vor Ort zu ermöglichen.
„Wenn NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst wirklich auf jeden Castor gut verzichten kann, wie er letzten Sommer gesagt hat, dann muss er jetzt endlich die Initiative ergreifen, um die hochriskante Atommüll-Lawine für NRW zu verhindern“, so Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.
Möglicherweise liegt die A42 im Duisburger Norden auf der Atommüll-Strecke der Transporter von Jülich nach Ahaus, berichtet die WAZ. Darum lädt der BUND Duisburg am Donnerstagabend, 22. Januar, zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ins Soziokulturelle Zentrum Stapeltor. Kerstin Ciesla, stellvertretende Vorsitzende des BUND NRW und Vorsitzende des Duisburger Kreisverbandes wird ab 18.30 Uhr über die Geschichte des Atommülls in Jülich, die ursprünglichen drei Optionen für den Müll, die Klagen des BUND und über das Gutachten zu Terrorgefahren bei Castor-Transporten sprechen.
Die Probetransporte führten Ende 2023 auf Duisburger Stadtgebiet durch das Autobahnkreuz Kaiserberg (A3/A40), das Kreuz Duisburg (A40/A59), die A59 und die A42. Diese Route ist wegen der Ablastung der maroden Berliner Brücke (A59) auf 40 Tonnen nicht mehr möglich – ein Castortransporter wiegt insgesamt etwa 130 Tonnen. Eine mögliche andere Route führt über die A42, die unmittelbar durch Beeck und Beeckerwerth geht, aber auch an Baerl, Hamborn, Neumühl und Bruckhausen vorbei. Die Streckenführung unterliegt der Geheimhaltung.
mehr zu in unserer Streckenrecherche
Etwa 150 Menschen haben heute in Ahaus an einem „Sonntagsspaziergang“ teilgenommen. Die Mahnwache vor dem Rathaus war Teil der Proteste gegen die angekündigten 152 Atommüll-Transporte aus Jülich über die Autobahn nach Ahaus. Wann diese „Lawine“ startet, ist bislang nicht bekannt.
Schon am 24. Januar findet die nächste Protestaktion statt: in Bottrop an der A2, vermutlich Teil der Transportstrecke, ist eine Demo angemeldet. Auf der heutigen Kundgebung angekündigt wurde zudem eine nächste große Demo in Ahaus am 7. März.

Grundsätzlich sind Transportroute und -zeitpunkt geheim. Es gibt natürlich viele Möglichkeiten für die LKW-Transporter aus Jülich über die Autobahnen Ahaus zu erreichen. In unserer Streckenkarte haben wir die wahrscheinlichste Route eingezeichnet (blau). Einige Streckenabschnitte scheiden wegen des Gewichts der Castoren aus (Brückennutzung: Zwei Castor-Testfahrten führten durch Duisburg – über die Berliner Brücke (A59). Obwohl diese Strecke für Schwertransporte nicht mehr infrage kommt).
Beide Probecastor-Transporte mit leeren Behältern im November 2023 (lila, Details siehe unten) fuhren nördlich von Düsseldorf ein wenig Zickzack, was vermutlich mit einem notwendigen Logistikstopp zu tun hatte.

Strecke und Fahrzeiten des Probecastors am 8./9. November 2023:
Um 22:06 Uhr ist der Probecastor mit einem Großaufgebot der Polizei am Forschungszentrum Jülich gestartet. Über die B56 bis zur A44 hat er ca. 30 Minuten gebraucht. Von dort ging es über die A44 und dann die A46 zur A57 Richtung Krefeld. Um 23:29 Uhr ging es auf der A44 über den Rhein und durch den Düsseldorf Flughafentunnel. Um 23:49 war der große Konvoi auf der A52 Richtung Kreuz Breitscheid/ Oberhausen. Ab 0.00 Uhr ist der Probe-Castor auf der A3 Richtung Oberhausen unterwegs. Überraschend dann bei Kaiserberg ein Umweg über die A 40, die A 59 und dann die A42 zurück zur A3. Von dort ab ca. 0.45 Uhr bei Bottrop auf die A31. Ankunft in Ahaus dann kurz nach 2 Uhr – plus 40 Min. Rangierzeit im Eingangsbereich des Zwischenlagers. (Quelle)
Strecke und Fahrzeiten des Probecastors am 21./22. November 2023:
Um 22:02 Uhr verließ der Probecastor das Gelände des Forschungszentrums Jülich. Zu Beginn war der Konvoi etwas schneller unterwegs als beim ersten Mal und hat um 22:50 Uhr die A46 erreicht, gegen 23:00 Uhr Düsseldorf. Die Route führte weiter über die A44 Richtung Düsseldorf Flughafentunnel. Dann ging es über die A52 zum Kreuz Breitscheid und wie beim letzten Mal über die A3 nach Duisburg. Im Kreuz Kaiserberg kam es allerdings zu einer Vollsperrung, da der Castor beim Übergang zur A40 zurücksetzen musste! Das Manöver zog sich etwas hin, der Grund ist unklar, vermutlich wurde die Kurve zur Abfahrt nicht richtig genommen, andere Stimmen munkeln, dass die Abfahrt verpasst wurde… Nach dem Manöver ging es also wieder durch das komplette Duisburger Stadtgebiet über A40, A57, A52 und dann wieder auf die A3. Ob Brückenschäden oder die enge Baustelle im Kreuz Kaiserberg für diese Schleife die Ursache sind, ist unbekannt. Ankunft in Ahaus war gegen 5:30 Uhr. (Quelle)
Tag X3 - 5./6.5.2026
Transportiert wurde ein Behälter. In Jülich warten noch 149.
ca. 21.45 Uhr - Abfahrt in Jülich
23.30 Uhr - A42, kurz vor dem Kreuz Oberhausen-West
1.15 Uhr - Ahaus Zwischenlager
Tag X2 - 21./22.4.2026
Transportiert wurde ein Behälter. In Jülich warten noch 150.
ca. 23.00 Uhr - Abfahrt Jülich wegen technischem Defekt verspätet
2.20 Uhr - Bottrop
3.35 Uhr - Ahaus Zwischenlager
Tag X1 - 24./25.3.2026
Transportiert wurde ein Behälter. In Jülich warten noch 151.
22.07 Uhr - Abfahrt Jülich
0.10 Uhr - A42, Rheinbrücke
2.00 Uhr - Ahaus Zwischenlager
Kontakte & Infos:
Jülich - stop.westcastor@posteo.de
https://www.westcastor.org
Signal-Liste / SMS-Info: 0176 52270865
Ahaus - mail@bi-ahaus.de
https://bi-ahaus.de/
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