ES IST NOCH NICHT VORBEI
Neue CASTOR-Transporte geplant!
CASTOR-Alarm? Hat sich da nicht jemand im Jahrzehnt vergriffen? Leider nicht. Seit 2020 sind Castor-Transporte gerollt bzw. geplant, bei denen Atommüll von Frankreich und Großbritannien nach Deutschland oder innerhalb Deutschlands von einem Zwischenlager in ein anderes verschoben werden soll, ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.
Castortransporte Ahaus - Jülich
Marode Straßen und Brücken, eine angespannte Sicherheitslage und ein nicht nachvollziehbaren Aufwand für die Polizei: trotzdem sollen wohl dutzende über 130 Tonnen schwere Castor-LKW von Jülich nach Ahaus rollen.
Seit 2013 hat das Atommüll-Zwischenlager in Jülich keine Genehmigung mehr, 2014 wurde die Räumung angeordnet. Doch weil die Erdbebensicherheit inzwischen nachweislich den Anforderungen entspricht, ist eine neue Genehmigung in Griffweite. Statt die einzig folgerichtige Konsequenz zu ziehen, schaut die NRW-Atomaufsicht tatenlos zu, wie die Betreiberin des Zwischenlager weiter mit Hochdruck den Abtransport des Atommülls nach Ahaus vorbereitet. Dabei könnte sie die konzeptlosen, überflüssigen und gefährlichen Atommüll-Transporte mit einem einfachen Rechtsakt sofort stoppen.
AKTUELL
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Ahaus: BI-Stammtisch am 12. Januar
7. Januar 2026Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ e.V. lädt herzlich ein zum ersten öffentlichen BI-Stammtisch im neuen Jahr am Montag, dem 12. Januar, ab 20 Uhr im BI-Büro an der Bahnhofstraße 27. Dabei wird es vor allem um den aktuellen Stand der Castortransportpläne aus Jülich gehen sowie um geplante Aktivitäten der nächsten Zeit.
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Winter-Castoren auch bei Glatteis, Schnee und Nebel?
7. Januar 2026„Atommülltransporte sind ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko: Gefährliche Autobahn-Baustellen, marode Brücken, Drohnen über den Atommüll-Konvois, schwere Unfälle auf den Autobahnen und jetzt im Winter auch Glatteis, Schnee und Nebel – es ist völlig unverständlich, warum die Bundes- und Landesregierung dermaßen auf diesen gefährlichen Atommülltourismus von Jülich nach Ahaus setzen. Wir fordern weiterhin, dass der hochradioaktive Atommüll in…
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Mahnwachen am 7.1. abgesagt
4. Januar 2026Leider müssen aus gesundheitlichen Gründen die für den 7. Januar angekündigten Mahnwachen in Ahaus und Jülich ausfallen. Die nächsten Proteste: 18.1. – Sonntagsspaziergang in Ahaus – 24.1. Castor-Demo ab Autobahn-Rasthof Bottrop. Bisher ist öffentlich nicht bekannt, ob es bereits eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin zum Widerspruch des BUND NRW gegen die Castortransporte Jülich-Ahaus gibt.
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Weiterer „Zündstoff“ kommt 2026 womöglich aus Garching
1. Januar 2026Neben den Transporten aus Jülich könnte der Forschungsreaktor der TU München in diesem Jahr Absender für weiteren Atommüll werden. Die dort abgebrannten Brennelemente, die sich seit der Inbetriebnahme 2004 angesammelt haben, lagern bisher in einem Abklingbecken. Von den maximal 50 Plätzen sind bereits 47 belegt. Soll der Forschungsreaktor nach langem Reparaturstillstand 2026 tatsächlich wieder anlaufen,…
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Mahnwachen am 7. Januar
29. Dezember 2025Bislang ist unbekannt, wann das Urteil des Verwaltungsgericht Berlin in der Klage des BUND gegen den Sofortvollzug der Castortransporte von Jülich nach Ahaus kommt. Vor Weihnachten nannte das Gericht den Zeitpunkt „Ende 2025“ oder „Anfang 2026“. Da spontaner Protest zwischen den Feiertagen schwierig ist, ist nun ein nächster Termin festgesetzt worden: 7. Januar – 18…
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Keine Gerichtsentscheidung vor Weihnachten
22. Dezember 2025Der BUND NRW klagt gegen den Sofortvollzug der Castortransporte von Jülich nach Ahaus: Heute morgen berichten die WDR2 Lokalnachrichten, dass das Verwaltungsgericht Berlin vor Weihnachten nicht zu einem Ergebnis kommen wird. Als wahrscheinlicher Termin wurde nun Anfang Januar genannt. Eine Entscheidung über den Transport nach Ahaus „fällt laut Gericht erst Ende 2025 oder Anfang 2026“,…
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Nun hat ein Gericht das letzte Wort
20. Dezember 2025Nach dem Scheitern des Antrags der LINKE im Bundestag hat nun das Verwaltungsgericht Berlin das letzte Wort im Streit um den Verbleib der Castoren aus Jülich. Wie das Parlament schreibt, wolle das Gericht „noch im Dezember“ über den Eilantrag des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) entscheiden. Am Tag danach um 18 Uhr rufen Atomkraftgegner:innen in…
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Antrag der LINKEN abgelehnt
19. Dezember 2025In der gestrigen Sitzung des Bundestags am 18. Dezember wurde der Antrag der Linken, der zum Ziel hatte, die Castortransporte von Jülich nach Ahaus doch noch zu verhindern, mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und AfD abgelehnt. Die Grünen enthielten sich. „Die Atommülltransporte drohen, weil Bund und Land NRW nicht gewillt waren und sind, eine…
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Urteil zu BUND-Klage erwartet
15. Dezember 2025Noch in dieser Woche könnte das Verwaltungsgericht Berlin über die Eilklage des BUND NRW gegen den Sofortvollzug der Transportgenehmigung für Jülich-Ahaus entscheiden. Falls das Urteil für uns negativ ist, finden am Tag danach um 18 Uhr am Rathaus Ahaus sowie vor dem Forschungszentrum Jülich spontane Mahnwachen statt.
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Solidarität aus Gorleben
14. Dezember 2025Fast zeitgleich zur Demo vor den Zwischenlagertoren in Ahaus umrundeten am dritten Advent Aktivistinnen und Aktivisten in Gorleben das baugleiche Lager. Der sonntägliche Spaziergang an den Atomanlagen in Gorleben, der normaler Weise rund um das ehemalige Endlagerbergwerk stattfindet, führte aus Solidarität mit Ahaus rund um das Gelände mit den beiden Atommülldeponien. „Wir sind uns einig,…
Am Tag X1, dem Tag des ersten Castor-Transports, wird es jeweils um 18 Uhr in Jülich vor dem Forschungszentrum eine Kundgebung sowie in Ahaus ab Bahnhof eine Demo geben.
Kontakte & Infos:
Jülich - stop.westcastor@posteo.de
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Ahaus - mail@bi-ahaus.de
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