ES IST NOCH NICHT VORBEI
Neue CASTOR-Transporte geplant!
CASTOR-Alarm? Hat sich da nicht jemand im Jahrzehnt vergriffen? Leider nicht. Seit 2020 sind Castor-Transporte gerollt bzw. geplant, bei denen Atommüll von Frankreich und Großbritannien nach Deutschland oder innerhalb Deutschlands von einem Zwischenlager in ein anderes verschoben werden soll, ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.
Castortransporte Ahaus - Jülich
Marode Straßen und Brücken, eine angespannte Sicherheitslage und ein nicht nachvollziehbaren Aufwand für die Polizei: trotzdem rollen dutzende über 130 Tonnen schwere Castor-LKW von Jülich nach Ahaus.
Seit 2013 hat das Atommüll-Zwischenlager in Jülich keine Genehmigung mehr, 2014 wurde die Räumung angeordnet. Doch weil die Erdbebensicherheit inzwischen nachweislich den Anforderungen entspricht, ist eine neue Genehmigung in Griffweite. Statt die einzig folgerichtige Konsequenz zu ziehen, schaut die NRW-Atomaufsicht tatenlos zu, wie die Betreiberin des Zwischenlager weiter mit Hochdruck den Abtransport des Atommülls nach Ahaus vorbereitete. Dabei könnte sie die konzeptlosen, überflüssigen und gefährlichen Atommüll-Transporte mit einem einfachen Rechtsakt sofort stoppen.
Am 24. März 2026 rollte der erste Behälter über 170km Autobahnen, von einem Großaufgebot der Polizei begleitet. 151 Behälter sollen in den kommenden Monaten folgen.
AKTUELL
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Polizei informiert: weiterer Castortransport steht an!
20. April 2026Auch wenn bei diesem anstehenden zweiten Transport bisher wenig zu den konkreten Einsatzvorbereitungen in die Öffentlichkeit gedrungen ist: Die Polizei Münster informiert aktuell Anwohner:innen des Zwischenlagers in Ahaus mit Flugblättern über mögliche Einschränkungen – weil ein weiterer Castortransport anstehen würden. Der Transporttermin wie auch die Route des Schwertransports von Jülich nach Ahaus über 170km Autobahn…
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„Unverzügliche Räumung“ des Zwischenlagers Jülich eine Farce
20. April 2026Angesichts des polizeilichen Aufwands, der Probleme mit der maroden Infrastruktur und der Terrorgefahr wird die Ahaus-Option nach Ansicht der Anti-Atom-Initiativen zur Farce: „Nach zwölf Jahren Vorbereitung und einer bisherigen Transportgeschwindigkeit von einem Castor pro Monat ist die behördlich angeordnete `unverzügliche Räumung` des Jülicher Zwischenlagers eine Farce. Dies zeigt, dass es nicht um einen sinnvollen Umgang…
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Mahnwache in Bottrop
18. April 2026In Bottrop wurde für den Tag X2 ab 20.30 Uhr auf der Kreuzung Fernewaldstraße – Oberhausener Straße eine Mahnwache angemeldet.
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Es soll wieder ein Behälter rollen
15. April 2026Laut der Aachener Zeitung vom 16.4. wird „Mitte der kommenden Woche“ der nächste Castortransport rollen – wieder wird „nur“ ein Behälter mit Atommüll auf die Reise geschickt. Danach solle die Anzahl der Behälter „schrittweise auf bis zu drei Castoren gleichzeitig angehoben werden“. Insgesamt lagerten in Jülich 152 Behälter, einer davon befindet sich seit dem 25.…
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Brief an Landesregierung: Initiativen beklagen Unstimmigkeiten beim ersten Castor-Transport
15. April 2026In einem vierseitigen Brief fordern Anti-Atom-Initaitiven von der NRW-Landesregierung Aufklärung über Unstimmigkeiten beim ersten Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommüll von Jülich nach Ahaus. So wurden die im letzten Jahr von der Genehmigungsbehörde BASE angekündigten Sicherheitsmaßnahmen nicht oder nur lückenhaft umgesetzt. Die Polizei bestätigte in der Berichterstattung indirekt, dass einige Streckenabschnitte marode sind. Außerdem schränkte die Polizei…
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Tag X2 – Erste Hinweise auf den nächsten Transport
13. April 2026Nachdem es hieß, dass in den Osterferien – also bis zum 11. April – kein Atommülltransport rollen soll, gibt es nun erste Hinweise auf die Fortführung der Atommüll-Lawine aus Jülich mit Ziel Ahaus. Eine größere Unterkunft, in der beim ersten Transport etliche Kräfte der Polizei untergebracht waren, ist laut Auskünften im Internet am 21. April…
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„Unter Hausarrest gestellt“
3. April 2026Anwohner:innen des Forschungszentrums Jülich, Absender der Castorbehälter, beschweren sich nach dem ersten Transport über das Vorgehen der Polizei: sie seien weder vorab informiert worden, sie hätten „unter Hauarrest“ gestanden. Zudem sei eine Straße, mit dem 100-Tonnen-Tieflader befahren worden, die nur für 3,5 Tonnen zulässig sein. Es handelt sich ja nicht um eine „absolute Ausnahmesituation“, sondern…
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„Zunächst Osterpause“
30. März 2026Der WDR berichtet, dass ihm „mehrere seriöse Quellen“ berichtet hätten, dass es während der Osterferien in NRW (30. März bis 11. April) keinen weiteren Castortransporte nach Ahaus geben wird. Die konkreten Termine halten Behörden und beteiligte Unternehmen weiterhin geheim. Der erste Behältertransport aus Jülich ist nach Auskunft der BGZ „nun nahezu abgeschlossen“.
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Wann findet der nächste Castor-Transport nach Ahaus statt?
25. März 2026Das ist aktuell unklar. „In den nächsten Monaten“ sollen auch die verbleibenden 151 Castor-Behälter von Jülich nach Ahaus gebracht werden, heißt es vom Zwischenlagernbetreiber BGZ. Wann genau der nächste Atommüll-Transport folgt, wurde noch nicht gesagt. Beim ersten Transport waren rund 2400 Polizeikräfte im Einsatz, ein Großeinsatz. Für die weiteren 151 CASTOR-Behälter wird ein ähnlicher Aufwand…
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Erster Atommüll-Transport erreicht Ahaus
25. März 2026Nach knapp vierstündiger Fahrt erreichte gegen 2.00 Uhr der erste Behälter von 152 aus Jülich sein nächstes Etappenziel auf dem Weg zum „Endlager“, das Zwischenlager Ahaus. Innerhalb der nächsten Monate müssen weitere 151 Castoren dorthin folgen. Der Transport wurde von Protesten begleitet. Mehr als 2.000 Polizisten sollen im Einsatz gewesen sein, ein 4km langer Konvoi…
Kontakte & Infos:
Jülich - stop.westcastor@posteo.de
https://www.westcastor.org
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Ahaus - mail@bi-ahaus.de
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