#castor-TICKER Brokdorf
Ticker zum Protest gegen den Castor-Transport Sellafield - Brokdorf.
Zur Zeit befindet sich die PACIFIC GREBE auf der Überfahrt von England nach Deutschland, irgendwo in der Nordsee. Das Schiff darf wegen des Gefahrgut an Bord nicht durch den Ärmelkanal, fährt deshalb um die Nordspitze von Großbritannien herum.
Bisher ist nicht klar, welchen Zielhafen die GREBE in der Nacht von Montag auf Dienstag bzw. am frühen Dienstag morgen anlaufen wird. Unserer Recherche nach gibt es zwei Optionen: Nordenham und Brunsbüttel. Der Transport läuft wegen seines hohen Risikos unter absoluter Geheimhaltung.
Für Nordenham spricht die Erfahrung mit dem Umschlag des Atommülls, der Midgard-Hafen wurde in der Vergangenheit zur Anlandung von Müll aus Sellafield und Verladung auf Bahnwaggons benutzt.
Ein Argument gegen Brunsbüttel ist das dortige LNG-Terminal, welches zum hochaktiven Atomüll zusätzliches Risiko birgt.
Dass aktuell keine Castoren von Jülich nach Ahaus gebracht werden, hat einen einfachen Grund, so der WDR: Der Transporteur ist ausgebucht. Aus England findet aktuell der Rücktransport von Atommüll zum AKW Brokdorf statt. – mehr dazu hier
In einem Artikel des NDR versteckt sich ein Satz, der darauf schließen lässt, dass die PACIFIC GREBE Brunsbüttel als Umladehafen ansteuern wird: „Vom Hafen aus geht es über Land weiter zum Zwischenlager Brokdorf“ (damit entfällt der Eisenbahntransport).
Mit dieser Option hat sich umweltfairaendern.de beschäftigt.
Ob eine Umladung vom Schiff an Land in Nordenham oder in Brunsbüttel stattfindet, ist aktuell noch unklar. Spätestens am kommenden Sonntag werden an einem der beiden Orte umfängliche Maßnahmen beginnen, z.B. der Aufbau eines Mobilkrans, der die Atommüllbehälter aus dem Schiff entlädt. Über jeden Hinweis sind wir dankbar!
Am gestrigen Abend (10. Juni 2026) gegen 20:30 Uhr hat das Atommüll-Transportschiff „Pacific Grebe“ den britischen Hafen Barrow-in-Furness verlassen und nimmt nun Kurs auf Deutschland. An Bord befinden sich sieben CASTOR-Behälter mit hoch-radioaktivem Atommüll.
Die Ankunft schätzen wir mit großer Wahrscheinlichkeit im Rhenus-Midgard-Hafen von Nordenham auf Dienstag, den 16. Juni in den Morgenstunden. Wir beziehen uns dabei auf die Transporte von 2020 sowie 2025. Eine weitere Option könnte auch der Außenhafen von Brunsbüttel sein, ebf. in den Morgenstunden des 16. Juni. In den Häfen werden die Behälter umgeladen entweder auf Schienenwaggons oder im Falle von Brunsbüttel auf Tieflader, was mindestens einen Tag dauern wird. Ziel für den hoch-radiokaktiven Atommüll ist auf jeden Fall das Zwischenlager am AKW Brokdorf an der Elbe, eine unsichere Lagerhalle, wo der Abfall für unbestimmte Zeit abgestellt wird.
Kerstin Rudek (Sprecherin des Bündnis CASTOR-stoppen):
„Solange für den bisher entstandenen Atommüll keinerlei tragfähiges Konzept zur dauerhaften Lagerung existiert, müssen Atomtransporte unterbleiben. Jeder CASTOR-Transport ist einer zu viel, weil er nur das nukleare Risiko geografisch verschiebt, das Dilemma der unlösbaren sicheren Verwahrung von Atommüll jedoch bleibt: ein gigantischer, riskanter und teurer Verschiebebahnhof, der das Problem nicht um einen Millimeter verkleinert.“
Am Transportabend (Mittwoch, 17.06.) wird es eine durchgehende Mahnwache hinter dem S-Bahnhof Hamburg-Barmbek (Krüsistraße Ecke Fuhlsbüttler) geben. Auch an anderen Orten entlang der möglichen Transportstrecke und am Ziel sind Protestaktionen geplant.
– es gibt weiterhin kein vertretbares Endlager-Konzept für den vorhandenen Atommüll
– CASTOR-Zwischenlager werden zu gefährlich ungeeigneten Langzeitlagern
– Atommüll ist nur ungefährlich, wenn er nicht entsteht: Brennelementefabrik in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
– Atomkraft ist kein Klimaretter
Pressekontakt Bündnis CASTOR-stoppen:
Pressetelefon: Tel. 0176 7802 7597
Sprecherin Kerstin Rudek Tel. 015902154831
Am Abend gegen 19.30 Uhr hat die Atommüll-Verschiffung nach Deutschland begonnen: Das Transportschiff PACIFIC GREBE hat in Furness-in-Barrow (England) abgelegt. Um 20.30 Uhr war durch eine Schleuse, mit Unterstützung von zwei Schleppern, das Hafenbecken verlassen.
Die GREBE nimmt nun Kurs auf das neue Ziel für die sieben Castorbehälter an Bord: das Zwischenlager in Brokdorf, Schleswig-Holstein. Dafür ist die Umladung in einem norddeutschen Seehafen nötig, womöglich wird das der Midgard-Hafen in Nordenham sein. Mit der Bahn bis Brunsbüttel und einem Straßentransport bis Brokdorf erreichen die Behälter dann vermutlich Ende der kommenden Woche ihr neues Interimsziel.
Mit der SHZ bestätigt nun eine erste Medienseite den Start des Transports.
- Barrow-in-Furness
- Barrow-in-Furness
- Barrow-in-Furness
Bilder: FB „The Beauty of Barrow and Furness“
Gegen 18.00 Uhr ist Bewegung in den Hafen von Barrow-in-Furness gekommen. Zwei Schlepper („KAMSAR“ und „TIOGA“) befinden sich an der PACIFIC GREBE.
Es ist damit zu rechnen, dass das Atommüllschiff heute Abend den Hafen verlässt und Kurs auf Deutschland nimmt. Die Fahrzeit um Nordengland, durch die Nordsee bis nach Nordenham beträgt etwa 5 Tage.
Der Nuklearcarrier „Pacific Grebe“, mit dem sieben Castorbehälter nach Deutschland gebracht werden sollen, liegt seit dem 17. April im Hafen von Barrow-in-Furness. Seit fünf Tagen hat das Schiff sein „AIS-Signal“ abgeschaltet, somit wird die GREBE in den Tracking-Portalen unsichtbar (letztes gesendetes AIS-Signal „5 days ago“). Es handelt sich dabei um eine Maßnahme zur Geheimhaltung des Transports, die auch bei vergangenen Fahrten nach Deutschland so umgesetzt wurde.
Aufgrund des Tiefganges des beladenen Schiffs und der Tidenzeit ist mit einer Abfahrt nicht vor heute Abend zu rechnen.
Kontakte:
Pressetelefon: 0176 - 7802 7597
Castor-stoppen Infotelefon: 0170-6198938
Transportstrecke
PACIFIC GREBE 2025 in Nordenham
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