#castor-TICKER Brokdorf

Ticker zum Protest gegen den Castor-Transport Sellafield - Brokdorf.

„Atommüll: Das Problem bleibt“ – Protest-Kundgebung am AKW Brokdorf

16. Juni 2026

Aus Protest gegen die Atommüll-Lieferung nach Brokdorf haben sich dort heute Abend Atomkraftgegner:innen versammelt.

„Keiner weiß, wohin mit diesem Atommüll. Der Betrieb von AKW war für mich wie ein Flugzeug ohne Landebahn, und wir suchen immer noch die Landebahn“, so Cécile Lecomte, gegenüber dem NDR Schleswig-Holstein.

„Atommüll: Das Problem bleibt“, schreibt heute Heinz Smital von Greenpeace Deutschland: Der Castortransport mache deutlich, die Atomkraft sei zwar beendet, das Atommüllproblem bleibe aber ungelöst. Zwar ist die Rücknahme der Castoren aus England notwendig, denn der Atommüll stammt aus deutschen Atomkraftwerken und muss nun zurück an die Stellen, wo er entstanden ist. Doch dauerhaft bleiben kann der Atommüll dort nicht – ein Endlager ist weiterhin nicht in Sicht. Die Menschen vor Ort müssen daher noch über Jahrzehnte mit dem hochradioaktiven Erbe leben.

Auch wenn die Proteste aktuell klein ausfallen – was niemanden wundert: Smital verweist auf wichtige Erfolge, die die Anti-Atom-Bewegung erzielt hat. So wurde die Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente beendet, die Atomanlage in Sellafield stellte ihren Betrieb ein, die Castortransporte rollen nicht mehr nach Gorleben und schließlich das Abschalten aller deutschen Atomkraftwerke.

Verladung des dritten Behälters

16. Juni 2026

Aktuell (gegen 18.00 Uhr) läuft laut Beobachter:innen vor Ort die Entladung des dritten Castorbehälters aus der Pacific Grebe auf Straßentransportwagen. Laut den Beobachter:innen braucht die Verladung eines Behälters ca. drei Stunden.

Auszuschließen ist damit, dass der Transport der sieben Behälter vom Elbehafen Brunsbüttel zum Zwischenlager Brokdorf noch heute am späten Abend stattfinden kann.

Verladung der sieben Behälter läuft

16. Juni 2026

Beobachter:innen berichten, dass gegen 10.00 Uhr der erste von sieben Castorbehältern aus dem Schiff gehoben wurde.  Zuvor hat es ab 8.30 Uhr einen „Probelauf“ mit einem leeren Behälter gegeben. Gegen 13.45 Uhr wird von vor Ort berichtet, dass die Verladung des zweiten Behälters läuft.

Laut der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) sollen die Verladearbeiten „mindestens den heutigen Tag“ dauern. Ob der Straßentransport Brunsbüttel – Brokdorf bereits heute Nacht oder am Mittwoch Morgen stattfindet, ist aktuell nicht bekannt.

Der NDR hat einen LIVE-Ticker eingerichtet: Dort wird um 13:21 Uhr berichtet, dass das „Umladen weitergehe“.

Presseerklärung: CASTOR-Schiff hat Brunsbüttel erreicht

16. Juni 2026

Heute um ca. 4 Uhr hat das Atommüll-Transportschiff „Pacific Grebe“ unter absoluter Geheimhaltung den Elbehafen Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) erreicht. Im dortigen Hafen der Firma Schramm Ports & Logistics werden nun sieben CASTOR-Behälter auf LKW-Tieflader umgeladen.

Es ist damit zu rechnen, dass sich der Atommüllkonvoi heute Nacht (Dienstag auf Mittwoch) mit Geleitschutz auf den Weg macht in die Zwischenlagerhalle am Atomkraftwerk Brokdorf. Dort werden die CASTOR-Behälter stehen, bis ein Endlager dafür benannt und in Betrieb genommen werden kann. Das wird laut Auskunft der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) nicht vor 2074 erfolgen.

„Was die Geheimhaltung betrifft, haben die Verantwortlichen gegenüber der letzten vergleichbaren Anlieferung in 2025 nach Nordenham ihre Hausaufgaben gemacht. Der bittere Beigeschmack: Dieser Transport erfolgt damit ohne die Möglichkeit eines vorbeugenden Katastrophenschutzes oder einer transparenten Kontrolle seitens der Zivilgesellschaft“, kommentiert Kerstin Rudek die für das Castor-Stoppen-Bündnis überraschende Ankunft der GREBE am frühen Morgen in Brunsbüttel. „Wir werten das als ist ein Eingeständnis, dass die Transporte gefährlich und ein potentielles terroristisches Ziel sind.“

Am heutigen Dienstag, 16.06., wird es um 17:30 Uhr eine Kundgebung vor dem AKW Brokdorf geben. Weitere Protestaktionen auf: www.castor-stoppen.de

– es gibt weiterhin kein vertretbares Endlager-Konzept für den vorhandenen Atommüll
– CASTOR-Zwischenlager werden zu gefährlich ungeeigneten Langzeitlagern
– Atommüll ist nur ungefährlich, wenn er nicht entsteht: Brennelementefabrik in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
– Atomkraft ist kein Klimaretter

Pressekontakt Bündnis CASTOR-stoppen:
Tel. 0176 7802 7597
Kerstin Rudek Tel. 015902154831

Aktuelle Meldungen, Newsletter und Ticker zum Transport: https://castor-stoppen.de/brokdorf

Unter absoluter Geheimhaltung: PACIFIC GREBE hat Brunsbüttel bereits am frühen Morgen erreicht

16. Juni 2026

Unter absoluter Geheimhaltung, ohne (auf dem AIS sichtbare) Polizeibegleitung hat die PACIFIC GREBE heute Nacht gegen 4.00 Uhr den Elbehafen von Brunsbüttel erreicht. Es gab ein kurzes Anlegemanöver mit dem Schlepper BO. Auf einer Webcam auf den gegenüberliegenden Elbseite ist die GREBE im Elbehafen auszumachen. Ebenso sieht man Schiffsbewegungen der Polizei, allesamt sind nicht auf dem AIS sichtbar.

Während wir unsere Augen auf der POTSDAM hatten und von einen Konvoi des Schiffes in Begleitung der Küstenwache ausgingen, lief das Atommüllschiff ungesehen in den Hafen.

„Was die Geheimhaltung betrifft, haben die Verantwortlichen gegenüber der letzten vergleichbaren Anlieferung in 2025 nach Nordenham ihre Hausaufgaben gemacht. Der bittere Beigeschmack: Dieser Transport erfolgt damit ohne die Möglichkeit eines vorbeugenden Katastrophenschutzes oder einer transparenten Kontrolle seitens der Zivilgesellschaft“, kommentiert Kerstin Rudek die für das Castor-Stoppen-Bündnis überraschende Ankunft der GREBE am frühen Morgen in Brunsbüttel. „Wir werten das als ist ein Eingeständnis, dass die Transporte gefährlich und ein potentielles terroristisches Ziel sind.“

Im Elbehafen läuft laut Augenzeugen bereits die Verladung der Castorbehälter auf die bereitgestellten Straßentieflader. Auf denen werden die Behälter in das 15km entfernte AKW Brokdorf gebracht.

„POTSDAM“ auf dem Weg in die Deutsche Bucht

15. Juni 2026

Ein zweites, großes Küstenwachschiff, die „POTSDAM“, hat sich gegen 16.45 Uhr auf den Weg in die Deutsche Bucht gemacht und nimmt aktuell Kurs auf Helgoland. Dort liegt bereits das Küstenwachschiff „SEEFALKE“. Die POTSDAM begleitete das Atommüllschiff PACIFIC GREBE beim letzten Transport aus England, der allerdings in Nordenham anlandete.

Atommüll-Schiff aus England läuft morgen früh Brunsbüttel an

15. Juni 2026

Im Elbehafen von Brunsbüttel ist morgen früh (Dienstag, 16.6., gegen 5.00 Uhr) mit der Ankunft des Atommüllschiffs PACIFIC GREBE zu rechnen. Es bringt sieben Castoren mit hochaktiven Abfällen aus England mit Ziel AKW Brokdorf.

Aktuell (Montag, Vormittags) haben sich am Elbehafen Schlauchboote der Wasserschutzpolizei gesammelt. Diese werden zur Unterstützung von größeren WSP-Schiffen die GREBE in der Elbemündung in Empfang nehmen und wasserseitig absichern.

Die konkrete Ankunftszeit in Brunsbüttel lässt sich eingrenzen, sobald das Schiff vor der deutschen Küsten gefunden wurde.

Im Bereich Elbehafen wurde ein großer Mobilkran der Firma Liebherr aufgebaut. Dort findet dann im Laufe des Dienstags die Verladung der sieben Atommüll-Behälter vermutlich direkt auf Straßentransporter statt, mit denen die Behälter dann in das einige Kilometer entfernte Zwischenlager Brokdorf gebracht werden.

Bisher waren wir davon ausgegangen, dass die Verladung vom Schiff in Nordenham stattfindet, der nötige Bahntransport durch Norddeutschland entfällt mit der Anlandung in Brunsbüttel. Alle Details zum Transport sind geheim, im Vorfeld sind kaum Informationen an die Öffentlichkeit gelangt.

Kontakte:

Pressetelefon: 0176 - 7802 7597

Castor-stoppen Infotelefon: 0170-6198938

Transportstrecke

PACIFIC GREBE 2025 in Nordenham

castor

Deine Ticker-Meldung

ticker@castor-stoppen.de

Bitte geben Sie eine Nachricht ein.
hh-castor#11

Newsletter abonnieren: