ES IST NOCH NICHT VORBEI

Castor-Transporte rollen auch nach dem Atomausstieg weiter durch Deutschland von einem Zwischenlager in ein anderes - ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.

Alle deutschen Atomkraftwerke sind abgeschaltet. Trotzdem wird in Deutschland Brennstoff für AKW produziert. Nach Gronau und Lingen rollen regelmäßig Transporte. Jeder einzelne Urantransport sorgt dafür, dass weltweit Atomkraftwerke weiter laufen können.

AKTUELLES

Gesucht: Castor-Hauben-Transporter aus Gorleben

Vom Zwischenlager Gorleben ist gestern Abend (4. März) ein LKW mit einer „Wetterschutzhaube“ für Castor-Straßentransporte gestartet. Diese „Hüllen“ kamen bis 2011 beim Transport der hochradioaktiven Atommüll-Behälter vom Verladebahnhof Dannenberg nach Gorleben zum Einsatz und sind seitdem in der Zwischenlagerhalle eingelagert. Einige sind laut Betreiber Mitte 2023 „verschrottet“ worden.

Die jetzt abtransportierte „Haube“ wurde vom Eigentümer Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) angefordert. Die GNS ist für den Transport der Castorbehälter zum AKW Brokdorf zuständig. Das Ziel des LKW ist derzeit nicht bekannt.

Wer hat diesen LKW mit dieser markanten „Haube“ gesehen? Hinweise an: info@castor-stoppen.de

Möglicherweise deutet dieser „Hauben-Transport“ auf Vorbereitungen für die Anlieferungen der sieben Castorbehälter aus England hin, die nach unseren Einschätzungen Brunsbüttel mit der Bahn erreichen und dort auf Straßentieflader – dort kommen dann diese Wetterschutzhaube zum Einsatz – umgeladen werden. Auf der Straße geht es dann auf die letzte Etappe bis zum AKW Brokdorf.

Hinweis: es handelt sich NICHT um einen Atommüll-Transport. Es handelt sich auch nicht um den Tieflader, der später mit einem Castor-Behälter beladen wird. Dieses Fahrzeug dient nur dem Transport der leeren Wetterschutzhülle. Ein Zusammenhang mit den angekündigten Transporten Jülich – Ahaus ist ausgeschlossen.

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