Urantransporte-Ticker
Alle deutschen Atomkraftwerke sind abgeschaltet. Trotzdem wird in Deutschland Brennstoff für AKW produziert. Nach Gronau und Lingen rollen regelmäßig Transporte:
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Künftig sollen von Deutschland aus AKW-Kunden in Bulgarien, der Tschechischen Republik, Ungarn, der Slowakei und Finnland mit Brennelementen für einen sowjetischen Druckwasserreaktortyp beliefert werden – die in Zusammenarbeit mit Rosatom am in Lingen gebaut werden. Nach der Genehmigung für die Erweiterung geht das Unternehmen in die Vorbereitung der Produktion. Es werde mit der Umsetzung der notwendigen Anpassungen im Lingener Werk beginnen, teilte die Framatome-Tochtergesellschaft Advanced Nuclear Fuels (ANF) mit.
Diese aktuellen Entwicklungen sind sehr besorgniserregend. Aus Protest gegen die Kooperationspläne mit Russland ist nun eine nächste Demonstration geplant, die am 13. Dezember stattfinden soll.
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Mit einem Eilantrag plant der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Niedersachsen weiter gegen den geplanten Einstieg von Rosatom in die Brennelementefertigung in Lingen vorzugehen. Ziel des Eilverfahrens wird es sein, den gestern vom niedersächsischen Umweltministerium genehmigten Sofortvollzug außer Kraft zu setzen und die aufschiebende Wirkung der Klage gegen den Ausbau der Brennelementefabrik wiederherzustellen. Aus Sicht des Klagebündnisses mit .ausgestrahlt dürfen in Lingen keine Fakten geschaffen werden, solange die Genehmigung nicht juristisch abschließend geprüft ist.
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Der Chef des Bundesnachrichtendienstes (BND) spricht von einem „Schattenkrieg“ mit Russland und warnt vor „einem Anschlagsrisiko“, wie die Tagesschau meldet. Dennoch: Der russische Atomgigant Rosatom darf sich an der Herstellung von Uranbennstoff im niedersächsichen Lingen beteiligen und bekommt dafür nun sogar den Sofort-Vollzug genehmigt. Den hatte der Betreiber der emsländischen Uranfabrik beantragt, nachdem der BUND mit einer Klage gegen diesen Atom-Deal die Umsetzung der Pläne außer Kraft gesetzt hatte.
hier mehr dazu: https://umweltfairaendern.de
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Die Bundesregierung macht Russland für den Drohnenanschlag auf dem Leipziger Flughafen verantwortlich. Für die Zusammenarbeit in der Brennelementefabrik in Lingen habe das aber keine Konsequenzen, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung.
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Der Einstieg des Kreml-Konzerns Rosatom in die Brennelementefertigung in Lingen liegt vorerst auf Eis. .ausgestrahlt und der BUND Niedersachsen haben Klage gegen die Genehmigung eingereicht. Damit kann der Ausbau der Atomfabrik bis auf Weiteres nicht starten.
Und die Klage bewirkt noch mehr: Sie bringt die Sicherheitsrisiken der Rosatom-Kooperation erneut auf die politische Agenda. Angesichts der aktuellen Sicherheitslage hat Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer (Grüne) die zuständigen Ministerien aufgefordert, die Sicherheitsrisiken des Vorhabens erneut zu überprüfen. Damit ist die Tür für eine Neubewertung wieder einen Spalt offen.
Jetzt Druck auf Bundeskanzler Merz machen
Als Bundeskanzler und Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsrats trägt Friedrich Merz besondere Verantwortung für die Sicherheit Deutschlands. Fordere ihn jetzt auf, den Rosatom-Einstieg in Lingen noch einmal neu zu bewerten. Die mögliche Gefährdung der inneren und äußeren Sicherheit Deutschlands durch das Projekt darf nicht weiter ausgeblendet werden. Die jüngsten Vorfälle am Flughafen Leipzig/Halle und weitere dem Kreml zugeschriebene hybride Angriffe zeigen, wie real die Gefahr ist.
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Das Uranschiff „Mikhail Dudin“ befindet sich aktuell erneut auf dem Weg nach Dünkirchen, die voraussichtliche Ankunft dort wird mit dem 18. September angegeben. An Bord befindet sich offensichtlich wieder angereichertes Uranoxid für Framatome in Frankreich. Möglicherweise macht das Schiff auf seinem Rückweg nach Russland einen Stopp in Rotterdam? Zuletzt entlud man dort Container mit Uran, die dann per LKW in die Brennelementefabrik in Lingen gebracht worden sind.
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Der BUND Niedersachsen hat gestern Klage gegen das Land Niedersachsen eingereicht und ficht damit die Genehmigung der Erweiterung der Brennelementefabrik in Lingen an. Die bundesweite Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt unterstützt die Klage mit umfangreicher fachlicher Expertise aus der jahrelangen Begleitung des Genehmigungsverfahrens. Die Organisationen kritisieren die geplante Kooperation mit dem russischen Staatskonzern Rosatom scharf und warnen vor geopolitischen Folgen. – mehr dazu hier
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Jülich, Ahaus, Gronau, Lingen: Castor-Pannen, Atommüll, Drohnen, Atom-Bomben, Spionage
Schweigen, Aussitzen, Hoffen – Eure Atompolitik versagt!Wir rufen zum Protest auf: Wir fordern von der Bundesregierung sowie den Landesregierungen in NRW und Niedersachsen eine Atompolitik, die langfristige Sicherheit zum Ziel hat, statt kurzfristige Symbolik und Augenwischerei. Ein vollständiger Atomausstieg und Energiewende müssen her, statt neue AKW in den Niederlanden oder Gaskraftwerke in Deutschland!
Schließt euch mit euren Vereinen, Gruppen, Parteiverbänden dem Aufruf an und geht mit uns am 17. Oktober in Ahaus auf die Straße!Start einer Fahrrad-Demo 10.30 Bahnhof Ahaus
Start einer Motorrad-Demo 10.30 Uhr Parkplatz “Am Stadtpark”
Auftakt-Kundgebung 11 Uhr am Rathaus Ahaus
Demos zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Motorrad
gemeinsame Abschluss-Kundgebung an der Castor-Transport-Strecke Schumacherring/ Teppich Janning
Live-Musik mit dem Duo “CaoTina” + Getränke, Gebäck, Gegrilltesweitere Infos: https://bi-ahaus.de/
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Der russische Atomfrachter „Mikhail Dudin“ ist gestern überraschend wieder in den Hafen von Rotterdam gefahren und liegt dort nun (Montagnachmittag) seit bereits fast 24 Stunden. Eigentlich war Dünkirchen das nächste Ziel – das ist bis jetzt nicht passiert. Wir sind gespannt, wie es mit dem Uranschiff weitergeht.
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Das Uranschiff „Mikhail Dudin“ hatte es gestern nach dem Abladen nicht mehr eilig – sie liegt seither vor dem Hafen von Rotterdam auf Reede und soll erst in vier Tagen noch mehr Uran aus Russland in Dünkirchen für die französische Brennelementefabrik abladen.
Von daher sieht alles danach aus, als wollten Framatome und Rosatom uns (und vielleicht auch der Bundesregierung) gestern schlichtweg zeigen, wie egal ihnen der Protest und auch schlechte Presse ist. Die Anlieferung zur Brennelementefabrik hätte problemlos auch einen Tag warten können…
Dagegen gibt es natürlich ein probates Mittel: Die Proteste in Lingen müssen wieder lauter und größer werden und auch die nächste Tour der „Mikhail Dudin“ oder der „Baltiyskiy 202“ entsprechend in Lingen begrüßt werden. Die Forderung an die Landesregierung in Hannover und die Bundesregierung: alle Urangeschäfte mit dem Kreml sofort unterbinden, die Brennelemente-Kooperation mit Rosatom stoppen und dann die Brennelementefabrik schließen.
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22:05 Uhr – Urantransport mit AKW-Brennstoff aus Russland erreicht Brennelementefabrik Lingen! Die AntiAtom-Mahnwache wird von einer Polizeikette abgeschirmt. Mit Polizeieskorte fahren zwei mit Containern beladene LKW auf das Gelände der Fabrik.
„Was wir heute erleben, ist ein erschreckendes Zeichen dafür, wie stark die Atomindustrie von der Kooperation mit dem Kreml abhängig ist – und auch die Bundesregierung billigt leider weiterhin diese Uranimporte und die Verarbeitung zu Brennelementen in Lingen“, kritisiert Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen in der WELT.
Aus dem Bundesumweltministerium heißt es heute, EU-weite Sanktionen auch für den Nuklearbereich seien „das geeignete Instrument“ gegen Russland – doch dafür habe es aber bisher keine Mehrheit gegeben. „Daher machen wir uns weiterhin dafür stark, dass es zu EU-Sanktionen gegen Russland im Nuklearbereich kommt“, so ein Ministeriumssprecher.
Die EU-Kommission kennt die Abhängigkeiten von russischen Uranlieferungen und die daraus resultierende Zurückhaltung vieler Mitgliedstaaten: Bereits im Mai 2025 wollte die Kommission konkrete Maßnahmen vorlegen, um russische Atomenergie schrittweise aus dem EU-Energiesystem zu verdrängen. Im August 2026 liegt aber noch immer kein Vorschlag auf dem Tisch. (aus: EU scheut Rosatom-Sanktionen, n-tv.de)
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21:30 Uhr – Nach der Kundgebung am Abend findet vor dem Brennelementewerk in Lingen weiterhin eine Protestmahnwache gegen die Anlieferung von Uran aus Russland statt. Aktuell nehmen 15 Menschen teil. Es wid damit gerechnet, dass Uran, welches heute Morgen in Rotterdam von einem Schiff entladen wurde, am späten Abend per LKW in Lingen ankommen wird.
WORUM ES GEHT
Das niedersächsische Umweltministerium hat nach einem jahrelangen Verfahren am 22. Juli 2026 völlig widersinnig den Einstieg von Rosatom in die Brennelementefertigung in Lingen genehmigt. Offiziell haben sich Niedersachsens Umweltminister Meyer und auch das Bundesumweltministerium immer wieder gegen das Vorhaben des französischen Atomkonzerns Framatome ausgesprochen. Es gibt massive Sicherheitsbedenken gegen die Ausweitung der Brennelementeproduktion in Lingen unter Aufsicht von Rosatom. 2024 hatten deshalb 11 000 Menschen Einwendungen erhoben, die im November 2024 bei einem dreitägigen Erörterungstermin in Lingen diskutiert wurden. Dabei wurden zahlreiche gravierende Sicherheitsmängel der Atomkooperation deutlich. 2026 unterzeichneten dann 125 000 Menschen einen Online-Appell von .ausgestrahlt zur Verhinderung des Brennelemente-Projekts.
Framatome will mit dem technischen und personellen Know-How von Rosatom sechseckige „russische“ Brennelemente für sowjetisch-russische AKW in Osteuropa herstellen. Weil Framatome verschlafen hat, diese Brennelemente selbst mit eigenem Know-How herzustellen (wie dies US-Konkurrent Westinghouse geschafft hat), macht sich Framatome nun auch auf diesem Gebiet vom Kreml abhängig. Bei der Belieferung von Uran aus Russland ist die Abhängigkeit schon jetzt sehr groß, u. a. durch den Ausfall der Uranmine im Niger durch den russlandfreundlichen Putsch vor einigen Jahren. Und weil die Brennelemente-Kooperation mit Rosatom offensichtlich so brisant ist, lagert die französische Regierung die Abwicklung nach Deutschland ins Emsland – überhaupt nicht charmant!
Wir fordern eindringlich das sofortige Ende aller Urangeschäfte mit dem Kreml sowie die Rücknahme der Genehmigung für die Brennelemente-Kooperation zwischen Framatome und Rosatom in Lingen. Und natürlich sollte die Brennelementefabrik in Lingen ganz stillgelegt werden, da sie in Deutschland nach dem Atomausstieg völlig überflüssig ist und offensichtlich nur noch für sehr fragwürdige und hochriskante Atomgeschäfte gebraucht wird, die kein anderer bei sich abwickeln möchte. So wie bisher kann und darf es nicht weitergehen!!
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