#castor-TICKER Brokdorf
Ticker zum Protest gegen den Castor-Transport Sellafield - Brokdorf.
Die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), die im Auftrag der Kraftwerksbetreiber Atomtransporte durchführt, hat am Freitag bekannt gegeben, dass der Transport von 7 CASTOR-Behältern des Typs HAW28M aus dem britischen Sellafield in die CASTOR-Halle am AKW Brokdorf aktuell durch das zuständige Bundesamt (BASE) genehmigt wurde. Die Transportgenehmigung gelte bis Ende des Jahres, ein genauer Zeitraum sowie die Transportstrecke unterlägen jedoch der Geheimhaltung. (mehr …)
Kleine Proteste gab es heute anlässlich eines Aktionstages an einigen Orten entlang der möglichen Castor-Strecken von Jülich nach Ahaus und in Hamburg, wo ein Atommüll-Zug zum AKW Brokdorf fahren könnte. Hintergrund ist, öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen. Jeder Atommüll-Transport birgt das Risiko schwerer Unfälle oder Anschläge. Die Behälter rollen in Zwischenlagerhallen, wo sie langfristig nicht bleiben können.
„Wir haben uns am letzten Samstag schon einmal warm gemacht mit einem dezentralen Aktionstag. Vielen Dank, dass ihr so aktiv und kreativ wart!“
Der erste Transport Jülich – Ahaus über die Autobahnen von NRW soll kommende Woche Dienstag Abend starten.
Für uns und euch bleibt klar: Bis zu einer verantwortbaren Lösung für die langfristige Lagerung der hochradioaktiven Abfälle muss das Hin-und Herschieben von Atommüll unterbleiben! Keine Castor-Transporte, weder im Norden noch im Westen!
Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hat nun die erforderliche Transportgenehmigung gemäß § 4 AtG für den Rücktransport von Atommüll aus der britischen Plutoniumfabrik Sellafield ins norddeutsche Atomkraftwerk Brokdorf erteilt. Diese „Rückführung“ soll „im Laufe des Jahres 2026“ stattfinden, heißt es von der GNS Gesellschaft für Nuklear‑Service mbH, die im Auftrag der deutschen AKW-Betreiber den „Rücktransport“ durchführt. Zur Anladung der sieben Castor-Behälter soll ein „deutscher Seehafen“ genutzt werden. Die Transportgenehmigung ist bis Jahresende gültig. Aus Sicherheitsgründen werden weder der Transporttermin noch die genaue Transportstrecke vorab bekanntgegeben.
Aktuell gehen wir davon aus, dass die Behälter wieder in Nordenham umgeschlagen werden, dann per Eisenbahn bis zum Gelände des AKW Brunsbüttel rollen. Von dort findet ein Straßentransport bis nach Brokdorf statt. – die mögliche Transportroute hier

Wir wissen nicht, wann die Castoren dieses Frühjahr rollen, aber wir sind bereit! Kommt gern zu unserer Mahnwache in Hamburg um euch zu informieren und euren Protest gegen die gefährliche Atommüll-Verschiebung zu zeigen.
Treffpunkt ist am 21.03.2026 um 12 Uhr am S-Bahnhof Barmbek /Piazetta Ralph Giordano

Die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) hatte bereits im Dezember 2024 die Durchführung von CASTOR-Transporten aus der Plutoniumfabrik Sellafield (GB) nach Brokdorf (Schleswig-Holstein) für das Jahr 2026 angekündigt. Nach den Transporten nach Biblis (November 2020), Philippsburg (November 2024) und Isar (April 2025) soll dies laut Bundesregierung der letzte Transport aus einem 2015 beschlossenen Bundesprogramm sein.
Bereits vor 2 Jahren hatte das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) der BGZ die Genehmigung erteilt, sieben CASTOR-Behälter des Typs mit hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung im Zwischenlager Brokdorf aufzubewahren. Die hierfür erforderliche Transportgenehmigung steht noch aus.
Die Bundesregierung, BASE und BGZ sowie die Energieversorgungsunternehmen sprechen bei diesen Transporten von sog. „Rückführungen“ und „Wiederaufarbeitungsabfällen“ und verweisen darauf, dass der Atommüll bis 2005 aus Deutschland nach Sellafield (GB) und La Hague (F) geliefert wurden und nun „zurückgenommen“ werden müsse. De facto handelt es bei der WAA Sellafield (alter Name Windscale) um eine Atomanlage zur Erzeugung von waffenfähigem Plutonium. Dieses wird aus den aus Deutschland angelieferten abgebrannten Brennelemente extrahiert.
Die Plutoniumfabrik steht seit einem Reaktorbrand vom 10.10.1957, bei dem eine riesige radioaktive Wolke über Europa zog, in der Kritik und wurde deshalb nach vielen Jahren der Geheimhaltung und Vertuschung von Umweltskandalen in „Sellafield“ umgetauft. Bis heute wird dort radioaktiv verseuchtes Abwasser direkt in die Irische See entsorgt.
Anti-Atom-Organisationen haben schon vor Jahrzehnten gegen die Hin-Transporte protestiert und diese teilweise blockiert. Auch jetzt ruft das Bündnis „CASTOR stoppen“ zu Aktionen und Protesten gegen den drohenden Transport auf. Die Gruppen weisen darauf hin, dass der Transport von hochradioaktivem Atommüll immense Gefahren bedeute und dass der Zielort der CASTOR-Transporte keinen sicheren Ort darstelle. Dieser Transport ist die Fortsetzung der seit Jahrzehnten stattfindenden Atommüllverschiebung. Im Zwischenlager Brokdorf gibt es kein Reparaturkonzept für defekte Behälter. Die Halle ist nur bis 2047 genehmigt und nicht ausreichend gegen Einwirkungen von außen geschützt. Ein tiefengeologisches Atommülllager wird es auf lange Sicht nicht geben und die CASTOR-Halle droht zum oberirdischen Dauerlager zu werden. Bis zu einer verantwortbaren Lösung für die langfristige Lagerung der hochradioaktiven Abfälle muss das Hin-und Herschieben von Atommüll unterbleiben!
– es gibt weiterhin kein vertretbares Endlager-Konzept für den vorhandenen Atommüll
– CASTOR-Zwischenlager werden zu gefährlich ungeeigneten Langzeitlagern
– Atommüll ist nur ungefährlich, wenn er nicht entsteht: Brennelementefabrik in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!- Atomkraft ist kein Klimaretter
Pressegruppe Bündnis CASTOR-stoppen: 0151 29725970
Aktuelle Meldungen, Newsletter und Ticker zum Transport: https://castor-stoppen.de/brokdorf/
Aufmerksame Menschen haben heute Abend (9. März) erneut einen Tieflader in Gorleben gesehen, der eine der „Castor-Hauben“ transportiert. Bislang ist unklar, wohin die Transporthauben gebracht werden, die für den Straßentransport von Castorbehältern verwendet werden. Der selbe LKW (siehe Kennzeichen) wurde am 4. März am selben Ort – auf der Straße zum Bergwerk – fotografiert.
Möglich ist, dass die Hauben für die Anlieferung von Atommüll aus England mit Ziel AKW Brokdorf genutzt werden sollen. Um den Reaktor in Norddeutschland erreichen zu können, ist nämlich ein Straßentransport nötig. Diese Hauben dienen dem Wetterschutz für die Castoren, die wegen ihres Gewichts auf noch deutlich größeren Tiefladern transportiert werden müssen.
weitere Infos: https://www.bi-luechow-dannenberg.de

Vom Zwischenlager Gorleben ist gestern Abend (4. März) ein LKW mit einer „Wetterschutzhaube“ für Castor-Straßentransporte gestartet. Diese „Hüllen“ kamen bis 2011 beim Transport der hochradioaktiven Atommüll-Behälter vom Verladebahnhof Dannenberg nach Gorleben zum Einsatz und sind seitdem in der Zwischenlagerhalle eingelagert. Einige sind laut Betreiber Mitte 2023 „verschrottet“ worden.
Die jetzt abtransportierte „Haube“ wurde vom Eigentümer Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) angefordert. Die GNS ist für den Transport der Castorbehälter zum AKW Brokdorf zuständig. Das Ziel des LKW ist derzeit nicht bekannt.
Wer hat diesen LKW mit dieser markanten „Haube“ gesehen? Hinweise an: info@castor-stoppen.de
Möglicherweise deutet dieser „Hauben-Transport“ auf Vorbereitungen für die Anlieferungen der sieben Castorbehälter aus England hin, die nach unseren Einschätzungen Brunsbüttel mit der Bahn erreichen und dort auf Straßentieflader – dort kommen dann diese Wetterschutzhaube zum Einsatz – umgeladen werden. Auf der Straße geht es dann auf die letzte Etappe bis zum AKW Brokdorf.
Hinweis: es handelt sich NICHT um einen Atommüll-Transport. Es handelt sich auch nicht um den Tieflader, der später mit einem Castor-Behälter beladen wird. Dieses Fahrzeug dient nur dem Transport der leeren Wetterschutzhülle. Ein Zusammenhang mit den angekündigten Transporten Jülich – Ahaus ist ausgeschlossen.
Kontakte:
Castor-stoppen Infotelefon: 0170-6198938
Pressegruppe Bündnis CASTOR-stoppen: 0151-29725970
Mögliche Transportstrecke
Mögliches Transportschiff bis Nordenham
Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield (GB) bis Nordenham, dort Umladung mithilfe eines Mobilkrans auf Schienenwaggons.
Castortransport auf der Schiene
Teilabschnitt Nordenham - Bremen - Hamburg bis zum Atomkraftwerk Brunsbüttel
Castortransport auf der Straße
Vom Gelände des AKW Brunsbüttel bis zum Zwischenlager Brokdorf.
(hier ein Archivbild aus Gorleben, 2010)
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