#castor2025-TICKER
Ticker zum Protest gegen den Atommüll-Transport von der WAA Sellafield ins Zwischenlager Isar.
In einem Video ist die Durchfahrt in Hude aufgezeichnet:
Direkt beim Atommüllzug oder kurz davor fliegt ein Helikopter der Bundespolizei:

Nach dem Abschluss des Verladens von sieben Atommüllbehältern aus dem Transportschiff „Pacific Grebe“ auf Schienenwaggons ist der Zug heute um 21.50 Uhr in Nordenham gestartet. Sein Ziel ist das Zwischenlager am Atomkraftwerk Isar bei Landshut in Bayern.
Dazu Kerstin Rudek vom Bündnis CASTOR-stoppen:
„Knapp zwei Jahre nach der Abschaltung der letzten drei Atomkraftwerke sind in Deutschland 1.900 CASTOR-Behälter mit hochradioaktivem Abfall und 600.000 bis 800.000 Kubikmeter schwach- und mittelaktiver Atommüll entstanden. Kraftwerke kann man abschalten, den Atommüll nicht!
Solange es für diese Menge an nuklearer Hinterlassenschaft keine tragbare Lösung gibt, verbietet sich nicht nur jeder unnötige Atommülltransport, sondern vor allem ein Nachdenken über die Wiederinbetriebnahmen von Atomreaktoren von selbst.“
Die Zugstrecke von Nordenham bis in das Zwischenlager bei Niederaichbach führt höchstwahrscheinlich über Bremen, Hannover, Göttingen, Kassel, Fulda, Würzburg, Nürnberg nach Landshut. Die Fahrtdauer des mehrere hundert Meter langen Zuges wird mehr als 16 Stunden betragen.
Im Laufe des Tages wurden entlang der CASTOR-Strecke, aber auch anderswo immer mehr Mahnwachen und Protestaktionen angekündigt, eine Übersicht und aktuelle Berichte befinden sich in einem Ticker: https://castor-stoppen.de/ticker/
- es gibt weiterhin kein vertretbares Endlager-Konzept für den vorhandenen Atommüll
- CASTOR-Zwischenlager werden zu gefährlich ungeeigneten Langzeitlagern
- Atommüll ist nur ungefährlich, wenn er nicht entsteht: Brennelementefabrik in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
- Atomkraft ist kein Klimaretter
Pressekontakt Bündnis CASTOR-stoppen: Kerstin Rudek Tel. 015902154831
Aktuelle Meldungen, Newsletter und Ticker zum Transport: https://castor-stoppen.de
Informationen zum Brennelementezwischenlager Ohu/Isar: https://www.atommuellreport.de/daten/detail/szl-ohu-isar.html
Die Zugfolge: Zwei rote Diesel-Loks vorn, es folgen sechs Personenwagen mit Begleitpolizei, dann die sieben CASTOR-Waggons mit der tödlichen Fracht, dahinter weitere sechs Personenwagen, am Ende zwei rote Diesel-Loks.
Die Strecke führt erstmal über Brake, Elsfleth und Hude nach Bremen.



In Regensburg haben sich am Mittwochabend von 18 bis 19 Uhr vor dem Bahnhof etwa 20 Personen zur Mahnwache getroffen. Initiert hatte diese Greenpeace Regensburg.

Nun steht die Abfahrt des Atommüllzuges kurz bevor: um 21:30 Uhr wurde das Hafentor geöffnet.
21:15 Uhr – Zwei einzelne rote Diesel-Loks (ohne Castor-Waggons) haben das Hafengelände verlassen. Es handelt sich um den Vorzug, der vor dem Castorzug fährt. Die Abfahrt des eigentlichen Atommüll-Zuges kann nun nicht mehr lange dauern. Beim letzten vergleichbaren Transport in 2020 lagen zwischen dem Start des Vorzuges und des Castors etwa 10 Minuten.

21.00 Uhr – Noch gibt es keine Anzeichen dafür, dass der Castor-Zug in Kürze startet: Das Hafentor, die Ausfahrts-Schiene vom Midgard-Hafen, ist noch zu. Es ist Polizei aus Lüneburg und Göttingen in Nordenham aufgefahren.
Die Bahnbrücke über die Hunte bei ELsfleth wird weiter bewacht, das WSP-Boot W27 hat gerade W20 abgelöst. Ein Helikopter der Bundespolizei fliegt Suchschleifen über der Schiene von Hude Richtung Nordenham, Höhe Elsfleth.

Weiterhin ist die Mahnwache auf dem Bahnhofsvorplatz in Bremen ein Anlaufpunkt.

In Begleitung eines Schleppers hat die Pacific Grebe am 2. April um 20.10 Uhr den Midgard Hafen von Nordenham wieder verlassen. Vier WSP-Boote begleiten die Grebe die Weser hinauf.
Möglicherweise ist es nicht der letzte Besuch des Atommüll-Frachters in Nordenham. Wahrscheinlich im kommenden Jahr soll ein weiterer Atomtransport mit ebenfalls sieben Castor-Behältern aus der Plutoniumfabrik Sellafield in England nach Deutschland durchgeführt werden, Ziel ist in dem Falle das norddeutsche Atomkraftwerk Brokdorf. Es ist durchaus denkbar, dass die erprobte Logistik des Nordenhamer Midgard-Hafens auch für diese Lieferung genutzt wird. – mehr zum Brokdorf-Transport hier



19:40 Uhr – Auf dem Gelände des Midgard-Hafens sind sehr deutlich Motorengeschräusche der Loks zu hören, Qualm ist aufgestiegen. Der mehrere hundert Meter lange Zug wird nun zusammengestellt.
19.30 Uhr – Nun kommt Bewegung an den Kai. Die Boote der WSP befinden sich auf der Weser, ein Lotse ist an Bord der grebe gebracht worden. WSP3 befindet sich unwrit auf der Weser, in Richtung Wilhelmshaven.
UPDATE 20:00 Uhr – ein Schlepper kommt zur Grebe

18.40 Uhr – rechts die abfahrbereite Pacific Grebe, links sind die CASTOR-Hüllen zu erkennen:

18:10 Uhr – Am Midgard-Hafen steht die Abfahrt des nun leeren Atommüllschiffs Pacific Grebe bevor. Mehrere Boote der WSP sowie das vom Geleitschutz in den Hafen bekannte „WSP3“ ist auf dem Weg und wird vermutlich das Schiff demnächst aus dem Hafen begleiten.
UPDATE 18:45 Uhr – das WSP3 ist am Anleger mit den weiteren WSP-Booten vorbeigefahren, weiter auf der Weser Richtung Brake.
Bei der Pacific Grebe ist alles ruhig. Auch auf dem Gelände des Midgards-Hafens ist zur Zeit keine größere Aktivität erkennbar, etwa das Rangieren und Bereitstellen des Zuges.
UPDATE 19:30 Uhr – das Lotsenschiff FRYA kommt. Die WSP-Boote befinden sich auf der Weser, die WSP3 an der Spitze.

In Bremen auf dem Bahnhofsvorplatz haben sich seit 17 Uhr Anti-Atom-Aktivist:innen zu einer kleinen Mahnwache zusammengefunden und weisen Passant:innen auf den nahenden Castorzug hin. Hier erhaltet ihr aktuelle Infos zum Transportablauf. Info-Telefon für Bremen: +49 176 78027597

Die Webseite „idowa“ liefert in einem Live-Ticker aktuelle Infos aus dem Ziel der Castoren, Landshut und Umgebung.
Dort zu sehen ist u.a. ein Bild von der Mahnwache in Landshut, die heute Nachmittag ab 14 Uhr stattgefunden hat:

Gegen 14.30 Uhr ist der letzte von insgesamt sieben Castor-Behältern auf einen Eisenbahnwaggon verladen worden, bestätigt die für den Transport der radioaktiven Abfälle zuständige Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) laut Kreiszeitung Wesermarsch. Die „Pacific Grebe“ soll Nordenham am frühen Abend verlassen. Nun werde der Zug zusammengestellt und für die Fahrt nach Bayern vorbereitet. Der Zug werde sich „in der Nacht in Bewegung setzen.“
Passend zum Abschluss der Verladung ist die Grebe gegen 15.45 Uhr wieder auf dem AIS sichtbar geworden. Als nächstes Ziel des Schiffs wird „Göteborg“ in Schweden angegeben.

Die Vorbereitungen für den Bahntransport werden konkret: die Wasserschutzpolizei ist mit drei Schnellbooten (WS 105 bis 107) seit einigen Stunden im Bereich Elsfleth, um ein Auge auf die Bahnbrücke über die Hunte zu haben. Unterstützung kommt gegen 15:30 Uhr vom Schlauchboot „Bremen“, das die Weser hinauf fährt.
Der Castorzug fährt von Nordenham über Brake, Elsfleth, Hude nach Bremen.

In Fulda ist aktuell viel Polizei am Bahnhof. Durch Fulda gefahren sind gegen frühen Nachmittag zwei Ersatzloks für den Castor, in Fahrtrichtung Norden. Es handelt sich um rote Dieselloks.
UPDATE: Ob es am Abend eine Mahnwache in Fulda am Bahnhof geben wird, dazu wird aktuell vermittelt.
Gegen 14.15 Uhr hängt der siebte und damit letzte Castor-Behälter am Kranhaken.

Gegen 14.00 Uhr: Am Midgard-Hafen werden offenbar die Vorbereitungen für das Auslaufen der Pacific Grebe getroffen. Kleinere Schlauchboote der Wasserschutzpolizei (WSP) sind ausgetauscht worden gegen größere RHIBs (Bremen 10 und 20) und das Schiff „Visura“. Alle drei haben neben dem WSP-Schiff „WSP4“ angelegt.

Greenpeace Regensburg lädt heute von 18.00 bis 19.00 Uhr zu einer Mahnwache voraussichtlich am Hauptbahnhof Regensburg ein.
„Es kann nicht sein das bis zum 1.4.2025 in Bayern ganze 3 Windräder errichtet wurden ( Quelle: Greenpeace Bayern) und die Debatte zur Belebung der Atomkraft wieder anfängt“, so Frank Gesche, Greenpeace Gruppe Regensburg.
Seit 11.30 Uhr gibt es wieder Kranbewegungen, es ist davon auszugehen, dass nun die Verladung des vorletzten Atommüll-Behälters stattfindet.
Foto von 13.00 Uhr:

Seit 10.15 Uhr sind die Arbeiten rund um den Atommülltransport im Nordenhamer Midgardhafen wieder aufgenommen worden. Gegen 10.45 Uhr wird der Behälter No. 5 aus der Pacific Grebe gehoben, um ihn auf den bereitstehenden Schienenwaggon zu verladen.
Es fehlt dann noch Behälter No. 6 und No. 7.
Im Anschluss (oder zeitlich parallel) zur Verladung finden Strahlenmessungen an den Behältern statt. Zudem muss der Zug rangiert und zusammengestellt werden. Mit der Abfahrt aus Nordenham rechnen wir heute Abend gegen 21.00 Uhr.

9.00 Uhr – ein Schlauchboot der WSP schippert auf der Weser. An der Pacific Grebe ist bisher alles ruhig, es sind keine Kranbewegungen sichtbar.
Laut Deutsche Bahn ist die Strecke zwischen Nordenham und Hude ab heute Abend 20.00 Uhr bis morgen früh Betriebsbeginn gesperrt. Die Streichung eines Zuges heute mittag hat offenbar andere Gründe.
Das passt zur Abfahrtzeit des Zuges heute Abend gegen 21.00 Uhr
Die Bürgerinitiative gegen atomare Anlagen Weiden-Neustadt will ebenfalls auf den Castortransport aufmerksam machen und lädt ein zu einer Mahnwache am 3. April ab 14 Uhr beim Bahnhofsvorplatz Weiden Oberpfalz.
Das Bündnis für Atomausstieg (BüfA) Landshut – ein Zusammenschluss mehrerer Organisationen, Verbände, Bürgerinitiativen und Parteien – mahnt anlässlich dieses Transportes durch die Bundesrepublik und der vorgesehenen Einlagerung im Langzeitzwischenlager Niederaichbach eine verantwortbare Politik an. Obwohl jeder Atomtransport eine erhebliche Gefährdung darstellt, akzeptieren wir diesen Transport. Es sind Reste von Brennelementen auch aus bayerischen Atomkraftwerken, deren Wiederaufarbeitung in Sellafield dort zu massiven Verseuchungen geführt hat.
Das BüfA will mit einer Mahnwache am Mittwoch, 02. April um 14 Uhr auf sich und die Anliegen des Bündnisses aufmerksam machen. Treffpunkt ist das Rathaus Landshut.
Heute Abend ab 17.00 Uhr findet am Bahnhof Bremen eine Mahnwache statt. Treffpunkt Bahnhofsvorplatz. Infotelefon für Fragen rund um Bremen: +49 176 78027597
Nach einer anscheinend sehr ruhigen Nacht können wir mit gutem Gewissen sagen: Heute Abend wird der Castorzug mit Ziel AKW Isar in Nordenham starten. Das bestätigt auch die Kreiszeitung Wesermarsch (in der Ausgabe von gestern): „vermutlich am Mittwochabend„. Es gibt Hinweise auf den Zeitraum rund um 21 Uhr.
Dazu passt eine Info der Nord West Bahn auf twitter, dass die Bahnstrecke nach Nordenham bereits für den öffentlichen Personenverkehr gesperrt ist: „Teilausfall: Bremen Hbf (ab 12:01) -> Nordenham (an 13:12) am 02.04.2025. Grund: Sonstige Gründe Infrastruktur. Kein SEV.“
Die Strecke beträgt knapp 800km, die Fahrzeit liegt damit bei etwa 18 Stunden. Welche Strecke der Transport nehmen wird, ist geheim. Es gibt Hinweis auf Bremen, Hannover, Göttingen, Kassel, Fulda, Würzburg, Nürnberg nach Landshut. Schon gestern und in der Nacht häuften sich Beobachtungen von Polizei an Gleisen, an Bahnhöfen oder Brücken oder Helikoptern.
Beobachtest du ungewöhnlich viel Polizei an einem Ort, der an einer der möglichen Castorstrecken liegt? Melde es uns gern für eine Übersicht: Mail an kontakt@castor-stoppen.de
Der Bund und Naturschutz Ortsgruppe Neuendettelsau lädt am Donnerstag um 17:45 zu einer Mahnwache in Wicklesgreuth ein. Das liegt grob zwischen Würzburg und Nürnberg, durch Wicklesgreuth selbst wird der Castorzug eher nicht fahren.
Vermutlich in den nächsten zwei Tagen wird wieder ein Castortransport über Deutschlands Schienen und Strassen rollen. Es wird der erste Transport nach Niederbayern sein. Die Strecke geht von Nordenham in das Zwischenlager Isar im Kreis Landshut. Göttingen liegt an dieser Bahnstrecke.
Mit einer Mahnwache hat die AntiAtomInitiative Göttingen heute anlässlich des bevorstehenden CASTOR-Transports auf die Gefahren aufmerksam gemacht, denn die maroden Schienennetze und Strassen verbieten es, die Bevölkerung diesen Gefahren auszusetzen.

Offenbar hat bisher die Verladung von Castor No. 5 nicht stattgefunden. Am Kran hängt nur das leere Gestell, in dem sich die Behälter für den Transport aus dem Schiffrumpf der „Pacific Grebe“ auf den Schienenwaggon befinden.
Gegen 21.00 Uhr hat der Kran Lukendeckel der Pacific Grebe am Haken. Die Verladung der letzten drei Behälter soll offenbar noch heute stattfinden.
Vor Abfahrt des Zuges ist eine erneute Strahlenmessung nötig.
20:15 Uhr – Es stehen noch 2 CASTOR-Behälter zur Verladung an, die Arbeiten gehen auch in der Dunkelheit weiter.
Von einigen der möglichen Castor-Schienenstrecken von Nordenham nach Landshut erreichen uns Nachrichten von erhöhter Polizeipräsenz etwa an Bahnhöfen oder Helikopterflüge über den Gleisen. Offenbar beginnt die Polizei mit den Sicherungsvorkehrungen der Schiene.
19:15 Uhr – Der CASTOR Nr. 4 von sieben hängt jetzt am Haken des Krans und wird gerade aus dem Rumpf des Schiffes gehoben.


„So lange nicht für ein einziges Gramm des bisher entstandenen Atommülls ein Konzept für eine sichere Endlagerung entsteht, müssen Atomtransporte unterbleiben. Jeder Castortransport ist einer zu viel, weil er das Problem nur verschiebt und nicht löst“, so Kerstin Rudek, Sprecherin des Bündnis Castor-Stoppen.
Kontakt zu Kerstin Rudek: Tel. 015902154831
Einen sehr guten Blick auf die Verladung der Atommüllbehälter hat man vom Unionpier aus… Auf der Weser patrollieren weiterhin Schlauchboote der Wasserschutzpolizei.
Zwischen 8.00 und 12.00 Uhr wurden zwei Castor-Behälter verladen. Derzeit (17:20 Uhr) läuft die Verladung von Behälter vier von sieben, er schwebte am Haken des Krans (Gittermast, im Hintergrund vom Hafenkran sichtbar) vom Schiff in Richtung der Bahnwaggons. Um 17:40 Uhr war die Verladung von Behälter vier abgeschlossen.

Bisher sind zwei der sieben CASTOR-Behälter verladen worden, bestätigen Beobachter:innen vor Ort.
Aktuell (14.45 Uhr) legt das Tankschiff „Jana“ südlich der Grebe am Midgard Hafen an, die ggf. Treibstoff für andere Schiffe aus den großen Öltanks bunkern will. Über tonnenweise Diesel in direkter Nachbarschaft zum Atommüll als zusätzliches Risiko schrieben wir bereits.

Beim letzten durchgeführten CASTOR-Transport von Sellafield nach Nordenham im Oktober/November 2020 hat der abfahrbereite CASTOR-Zug stundenlang neben vier Öltanks mit einem Fassungsvolumen von je 5.000 Kubikmeter gestanden. Als wäre der Atommüll nicht schon gefährlich genug: die Öltanks, in denen sich auch hochexplosive Gase befinden, stellen in direkter Nachbarschaft zu den Castorbehältern ein zusätzliches, vermeidbares Risiko dar!
(Im Bild: die Ausfahrt Midgard-Hafen / Eisenbahngleis)

Mit fortschreitender Verladung drängt sich die Frage nach der Route des Castortransports mit Ziel Landshut auf. So fragt zum Beispiel „dk-online.de“ in einem Artikel, ob wohl der Castor durch Delmenhorst fahren wird. Das liegt südlich von Nordenham, auf der Strecke nach Bremen. Grundsätzlich kennen auch wir die Route nicht, denn sie ist geheim. Aber es gibt einen wichtigen Hinweis, der aber nicht mehr als ein Hinweis ist:
- In Fulda gilt (wie in Nordenham, Hude und Landshut) ein Flugverbot im Transportzeitraum. Zwar führen vielen Wege nach Fulda, doch vergangene Transporte haben gezeigt, dass die Verantwortlichen lieber gut ausgebaute Direktverbindungen wählen, die sich einfacher überwachen lassen, statt kleinere oder eingleisige Nebenstrecken.
Sobald der Castor abfahrbereit ist, werden Polizeieinheiten die Strecke absichern. Nicht nur in Nordenham, sondern im gesamten Bundesgebiet. Fällt euch eine unüblich hohe Polizeipräsenz am Bahnhof, auf Brücken o.ä. auf, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Castor kommt.
Wir freuen uns über solche Hinweise, bitte schickt eine Mail an: kontakt@castor-stoppen.de
Diese Karte zeigt die mögliche Transportstrecke durch Deutschland:

Auch am Ziel des Castortransports regt sich Protest gegen die gefährliche Atommüll-Fuhre: In Landshut vor dem Rathaus findet am Mittwoch (2.4.) um 14:00 Uhr eine Mahnwache statt.
Heute Vormittag hat die Verladung der Atommüll-Behälter begonnen, auch sichtbar auf Fotos von dpa, z.B. hier (LINK).
Um 8 Uhr hing der erste von sieben Behältern am Kranhaken und wurde auf einen bereitstehenden Eisenbahnwaggon verladen.
Auf dem Gelände des Midgardhafens und in Nordenham ist die Polizei nach eigenen Angaben mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Fotos von Merwin Goldschmidt – @merwin.bsky.social
Da der Atommüll kein Aprilscherz ist, geht es so weiter:
- im Laufe des Tages wird deutlich, wie zügig die sieben Behälter aus dem Rumpf der Pacific Grebe mittels des Mobilkrans herausgehoben und auf Schienenwaggons geladen werden können.
- daraus resultiert der Abfahrtzeitpunkt für den Castor-Zug mit Ziel Landshut / AKW Isar. Dieser besteht neben den Castorwaggons aus zahlreichen Personenwagen, in denen Polizei mitreisen wird. Der Zug muss im Midgardhafen erst rangiert und bereitgestellt werden. Mehrere Stunden vor Abfahrt wird es eindeutige Anzeichen geben, dass die Abfertigung abgeschlossen ist.
- wir gehen davon aus, dass der Zug morgen Abend (Mittwoch, 2. April) starten wird. Er fährt nachts durch Deutschland, um weniger Aufmerksamkeit zu erregen und den regulären Verkehr nicht zu beeinträchtigen. Ein Großaufgebot der Polizei wird den Zug begleiten, sowohl im Zug selbst als auf der Straße, an Bahnhöfen, auf Brücken etc.
- die Strecke führt über Bremen – Hannover – Göttingen – Fulda – Nürnberg nach Landshut. Die Fahrzeit beträgt mehr als 14 Stunden.
Seit heute (1. April) etwa 6:00 Uhr – der offiziellen Ankunftszeit des Atomtransports in Nordenham – ist das große Küstenwachschiff POTSDAM wieder auf dem AIS sichtbar. Offensichtlich war dieses Schiff wie schon 2020 als Geleitschutz über die Nordsee eingesetzt worden. Seit etwa 0:30 Uhr übernahm dann das Schiff WSP3 den Verband und die Potsdam blieb zurück.

vom Schiffstransport liefern z.B. der NDR oder radiorst.de
„Hütchenspielertricks lösen das Atommüllproblem nicht. Schon heute ist klar, dass der Atommüll nicht in Niederaichbach bleiben kann. Das Hin- und Her-Verschieben von Castoren bringt uns einer sicheren Lagerung nicht näher, im Gegenteil: Jeder Castortransport birgt enorme Risiken. Atommüll sollte deshalb nur ein einziges Mal transportiert werden, und zwar in ein sogenanntes Endlager. Das gilt auch für den deutschen Atommüll aus der Wiederaufarbeitung im Ausland, zu dessen Rücknahme die Bundesrepublik selbstverständlich verpflichtet ist.“ Helge Bauer, .ausgestrahlt
„Eine Einlagerung in ein schlecht geschütztes Zwischenlager, das zudem keine ausreichenden Reparaturmöglichkeiten hat, ohne dass ein Zwischenlagerkonzept vorhanden ist, ist aus Risikoaspekten abzulehnen und behindert auch die erfolgreiche Suche nach einem Endlager“, so Oda Becker (Physikerin und Expertin für Atommüll-Zwischenlager) in der aktuellen Pressemitteilung des Bündnis Castor-Stoppen.

Langsam nähert sich der Konvoi aus mindestens acht Schiffen nun auf der letzte Seemeile seinem Etappenziel, dem Midgart-Hafen in Nordenham, der noch im Dunkeln liegt. Über der Szenerie schwebt ein Helikopter.
Der Begleitkonvoi um die Pacific Grebe hat um 4.30 Uhr noch 3sm Entfernung zum Midgart Hafen von Nordenham. An der Spitze fährt neben drei Polizeibooten ein Schlepper, um die Grebe beim Anlegen zu unterstützen. In einigem Abstand hinter dem Konvoi befinden sich drei weitere Rhibs auf der Weser.
4.45 Uhr – unklar ist, wo in diesem Verband sich die Grebe befindet und welche größeren Schiffe den Konvoi noch begleiten:

Die Strecke durch Deutschland
HINTERGRUND
Statt nach Gorleben: Erster Castor-Transport nach Bayern steht bevor
Am 1. März hat der Genehmigungszeitraum für die ersten Castor-Transporte nach Bayern überhaupt begonnen. Bis Ende des Jahres müssen sieben Behälter mit hochradioaktivem Atommüll nach Niederbayern gebracht werden. Ziel dieser Transporte war ursprünglich Gorleben, bis sich im Rahmen des Atomausstiegs auf eine Umverteilung auf die Zwischenlagerhallen an den deutschen AKW geeinigt werden konnte.
Die Zwischenlagerhallen, in denen die Behälter dann geparkt werden, sind das nächste Sicherheitsproblem. Einst für 40 Jahre Betrieb gebaut und genehmigt endet dieser Zeitraum in Gorleben schon 2034. Die staatliche Betreiberbehörde BGZ will eine Verlängerung beantragen, möglicherweise geht es um Zeiträume bis 2140. Schon ganz am Anfang dieses Verfahrens sind „viele Fragen offen“, heißt es von der BI Lüchow-Dannenberg. Es werde deutlich, dass das Gefahrenpotential systematisch kleingeredet, neue Bedrohungslagen ignoriert und Transparenz sowie Öffentlichkeitsbeteiligung vernachlässigt werden.
mehr erfahren: Zwischenlager werden Jahrhundert-Lager.
Der hochradioaktive Atommüll in Deutschland muss deutlich länger zwischenlagern als ursprünglich geplant. Heimlich, still und leise werden aus Zwischenlagern Jahrhundertlager – obwohl Sicherheitsfragen ungeklärt sind.
Auch nach dem Abschalten der letzten deutschen AKW ist das Thema Atommüll noch lange nicht vom Tisch. Aber immerhin: Seit dem 15. April 2023 wächst der Atommüll-Berg aus dem Betrieb der deutschen Meiler nicht weiter (abgesehen von den Rückbau-Abfällen ...).
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