#castor2025-TICKER

Ticker zum Protest gegen den Atommüll-Transport von der WAA Sellafield ins Zwischenlager Isar.

Nachtrag / Details zum Castorzug

11. April 2025

Zug-Zusammensetzung:

  • 2 Diesel-Loks, 1 Halbgepäckwagen, 4 Personenwagen, 7 Castor-Transportwagen, 4 Personenwagen, 1 Halbgepäckwagen, 2 Diesel-Loks
    504,78 m Gesamtlänge

Loks

Diesel-Lok der Baureihe 232, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 120 km/h.

  • Front: 232 569-4 und 232 259-2
  • Schub: 232 254-3 und 232 255-0
  • Reserve: 232 209-7 und 232 347-5

Insgesamt waren „nur“ diese sechs Loks eingesetzt, die anderen beiden (früher waren insgesamt acht Castor-Loks im Einsatz) schieden bereits 2013 aus dem Dienst aus.

Personenwaggons / Begleitzug

Nummern der Personenwaggons (von vorn nach hinten):

  • D-NCS 56 80 89-70 801-6 BDms 055 (weiße Dachaufschrift ‚S/50‘)
  • D-CBB 51 80 22-90 612-8 Bm 235
  • D-DB 63 80 99-40 114-0 Bcmkh 240
  • D-CBB 51 80 10-94 063-4 Aimz 541.4
  • D-DB 63 80 99-40 121-5 Bcmkh 240
  • – dazwischen die sieben Castor-Transportwagen –
  • D-DB 63 80 99-40 115-7 Bcmkh 240
  • D-CBB 51 80 10-94 073-3 Aimz 541.8
  • D-DB 63 80 99-40 103-3 Bcmkh 240
  • D-CBB 51 80 22-90 240-8 Bm 235
  • D-NCS 56 80 89-70 802-4 BDms 055 (weiße Dachaufschrift ‚S/20‘)
    Die Personenwagen kamen von: der Spedition Kübler, DB Cargo und der Centralbahn AG.

Ziel Brokdorf: Nächster Transport kommt wohl 2026

5. April 2025

Auch das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (Base) hat sich in einer Pressemitteilung zum Abschluss des Isar- Transport geäußert. Darin befindet sich ein entscheidender Satz zum nächsten Castortransport: „Die Bundesregierung plant, die Rückführung der Abfälle aus dem Vereinigten Königreich 2026 abzuschließen.“

  • Der nächste Castor aus Sellafield, wieder sieben Behälter, Anlieferung wieder per Schiff rollt 2026 in das norddeutsche AKW Brokdorf.

Ergänzung zum letzten Streckeabschnitt

5. April 2025

Ganz anders gefahren als von uns gedacht ist der Transport im letzten Streckenabschnitt:

„Gegen 12.30 Uhr passierte er die nördliche Landkreisgrenze Pfaffenhofens und setzte seinen Weg durchs Paartal fort, gegen 12.50 Uhr nahm der Zug von Winden kommend die markante Fahlenbacher Kurve ins Ilmtal und setzte seine Fahrt nach Süden fort – und anschließend über München weiter ins niederbayerische Niederaichbach im Landkreis Landshut.“ (https://www.donaukurier.de)

Mahnwache in Weiden

4. April 2025

Darauf möchten wir gern noch hinweisen: Die Bürgerinitiative gegen atomare Anlage Weiden-Neustadt (BI WAA NAA) informierte gestern die Öffentlichkeit mit einer Mahnwache am Bahnhof in Weiden über einen anstehenden Zug-Transport mit Atommüll. – mehr dazu hier

Danke für das Interesse

3. April 2025

Das Bündnis Castor-Stoppen bedankt sich für das rege Interesse an unserem Informationsangebot Castorticker.

Wahrscheinlich soll schon im kommenden Jahr ein weiterer Atomtransport mit ebenfalls sieben Castor-Behältern aus der Plutoniumfabrik Sellafield in England nach Deutschland durchgeführt werden. Ziel ist in dem Falle das norddeutsche Atomkraftwerk Brokdorf. Es ist durchaus denkbar, dass die erprobte Logistik des Nordenhamer Midgard-Hafens auch für diese Lieferung genutzt wird. – mehr zum Brokdorf-Transport hier

18:00 Uhr – Castorwaggons werden nach Niederaichbach gebracht

3. April 2025

Um 18:00 Uhr hat der Castor-Zug sich nach dem Abkoppeln der Personenwaggons wieder in Bewegung gesetzt und Wörth an der Isar verlassen. Das nächste Ziel ist Niederaichbach, das Gelände des Atomkraftwerks Isar, das um 19.15 Uhr erreicht ist. Damit haben die Waggons ihr endgültiges Reiseziel erreicht. Die erste Castor-Anlieferung nach Bayern ist abgeschlossen.

Auf dem AKW-Gelände erfolgt in den kommenden Tagen das Einlagern der Castoren in das Zwischenlager.

Wunstorf: Castorzug fuhr über abgesackten Bahndamm

3. April 2025

Zwischen Hannover und Bremen können zwischen dem 7. und 28. April keine Züge mehr fahren: Ein Bahndamm muss saniert werden, nachdem Erde absackte. Im März war nach der Begutachtung der Bahnstrecke zwischen Wunstorf und Poggenhagen zunächst entschieden worden, dass auf etwa 300 Metern nur noch mit einer Geschwindigkeit von 30 Kilometern in der Stunde gefahren werden darf. – mehr dazu hier (ndr.de)

Über genau diese Gleise fuhr gestern Abend (2. April) gegen Mitternacht der Atomtransport aus Nordenham mit Ziel Bayern. Als sei der Transport von hochradioaktiven Castorbehältern nicht schon gefährlich genug, wurde hier offenbar völlig unnötig ein zusätzliches Risiko eingegangen. Diese Stelle hätte durch die Wahl einer Alternativroute umfahren werden können. Zudem war der Zug zwischen Bremen und Hannover für seine Verhältnisse sehr zügig unterwegs – ob vor Wunstorf wirklich auf 30kmh abgebremst wurde, darüber lässt sich nur spekulieren.

Pressemitteilung: Atomtransport erreicht unsicheres Zwischenlager in Bayern – Atomkraftgegner fordern ein Ende der Atomdebatte

3. April 2025

Nach 17,5 stündiger Fahrt einmal quer durch Deutschland hat heute Nachmittag der Atommülltransport aus der englischen Plutoniumfabrik Sellafield um 15:15 Uhr den Bahnhof Wörth an der Isar erreicht. Er wird von dort in das Zwischenlager am bayerischen AKW Isar rangiert. Atomkraftgegner:innen haben diesen Transport mit Protestveranstaltungen in Nordenham, Bremen, Göttingen, Salzderhelden, Fulda, Wicklesgreuth, Regensburg, Weiden Oberpfalz, Nürnberg, Landshut begleitet.

Anlass für die Proteste ist die Lagerung in einer unsicheren Zwischenlagerhalle auf unbestimmte Zeit. Ein Endlager für den Atommüll gibt es nicht. Mit Atommülltransporten wird das Problem nur von einem Ort zum anderen verlagert, aber nicht gelöst.
Parallel finden in Berlin die Koalitionsgespräche statt, bei denen eine Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Atomkraftwerke diskutiert wird. Das AKW Isar 2, an das der Atommüll gerollt ist, wäre hiervon betroffen. Nun kommt die Union mit der Idee, dass der Staat die alten Meiler wieder in Betrieb nehmen soll, weil die Energiekonzerne kein Interesse mehr daran haben.

„Wir zeigen im Kontext dieses CASTOR-Transports Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder und der Union klar die Rote Karte für ihre abwegigen Atompläne! Kein Gramm des bisher erzeugten Atommülls ist sicher „entsorgt“. Wird ernsthaft am Atomausstieg gerüttelt, sind wir wieder zu Zehntausenden auf Straße & Schiene“, so Kerstin Rudek vom Bündnis „CASTOR stoppen“.

Möglicherweise schon im kommenden Jahr ist mit einem weiteren Transport von sieben CASTOR-Behältern aus Sellafield nach Deutschland zu rechnen. Ziel wird dann die Zwischenlagerhalle am norddeutschen Atomkraftwerk Brokdorf sein. Es ist durchaus denkbar, dass die erprobte Logistik des Nordenhamer Midgard-Hafens auch für diese Lieferung genutzt wird.

  • es gibt weiterhin kein vertretbares Endlager-Konzept für den vorhandenen Atommüll
  • CASTOR-Zwischenlager werden zu gefährlich ungeeigneten Langzeitlagern
  • Atommüll ist nur ungefährlich, wenn er nicht entsteht: Brennelementefabrik in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
  • Atomkraft ist kein Klimaretter

Pressekontakt Bündnis CASTOR-stoppen: Kerstin Rudek Tel. 015902154831

Bündnis CASTOR-stoppen

Die Strecke durch Deutschland:

Die in 17,5 Stunden gefahrene Gesamtstrecke ist 878,2 km.
Pausen: Fulda 1,75 Std, Seelze 1 Std, Landshut 15min –> ca. 14,5 Std Fahrzeit = 60kmh Durchschnittsgeschwindigkeit

Der Transportablauf:

26. März 2025
20:00 Uhr – Pacific Grebe legt in Barrow-in-Furness ab

1. April
5:20 Uhr – Pacific Grebe erreicht Nordenham

2. April
20.10 Uhr – Pacific Grebe legt ab
Castorzug startet:
21:15 Uhr – Vorzug (2 Loks) verlassen Hafengelände
21:45 Uhr – Nordenham
22.37 Uhr – Hude
22.50 Uhr – Delmenhorst
23:00 Uhr – Bremen Hbf Gleis 1
23:25 Uhr – Verden / Aller
23:45 Uhr – Nienburg / Weser

3. April
0:15 Uhr – Hannover-Seelze (Stop)
1:10 Uhr – Hannover Laatzen
1:57 Uhr – Kreiensen
2:20 Uhr – Göttingen
2:35 Uhr – Bahnhof Eichenberg
4:09 Uhr – Fulda (Stop)
6:18 Uhr – Abfahrt Fulda
7:00 Uhr – Sterbfritz
8:15 Uhr – Würzburg
9:30 Uhr – Ansbach
11:04 Uhr – Treuchtlingen
13:00 Uhr – Pfaffenhofen
14:40 Uhr – Landshut
15:00 Uhr – Landshut Abfahrt
15:15 Uhr – Wörth an der Isar

15.15 Uhr – Ankunft am Zielbahnhof in Wörth an der Isar

3. April 2025

15:00 Uhr – Zug setzt Fahrt fort

3. April 2025

Aus Landshut wird berichtet, dass der Zwischenstopp schon beendet ist und der Castorzug nach Wörth weiterfährt.

Situation in Landshut

3. April 2025

Einen aktuellen Überblick von der Situation in Landshut gibt es im LIVE-Ticker von idowa.de

14:40 Uhr – Castorzug erreicht Landshut

3. April 2025

Landshut: Ankunft wird konkret

3. April 2025

Bislang ist der Castorzug in Landshut nicht eingetroffen. Doch der Regionalexpress von Landshut nach Passau mit geplanter Abfahrt um 14.16 Uhr fällt wegen einer „behördlichen Maßnahme“ aus. Das wird das Zeitfenster sein, in dem der Atommülltransport sein nächstes Etappenziel erreicht.

Ankunft in Landshut „in Kürze“

3. April 2025

12:50 Uhr: Wie der LIVE-Ticker auf idowa.de berichtet, sollen „demnächst“ die Castoren in Landshut eintreffen. In Kürze solle die Altdorfer Straße, die über die Bahngleise führt, vorübergehend gesperrt werden.

Mahnwache in Landshut

3. April 2025

Am Bahnhof in Landshut findet aus Protest gegen die Atommüll-Lieferung in das unsichere Zwischenlager am AKW Isar eine Mahnwache statt. Beginn ist 14.00 Uhr.

Ist ein langer Zwischenhalt in Landshut geplant?

3. April 2025

Nach BR-Informationen wird der Castor-Transport am Mittag noch einen Zwischenhalt in Landshut machen, offenbar für einen Lokführerwechsel, und am Nachmittag dann am Zielbahnhof in Wörth an der Isar erwartet. Dort werden die Personenwaggons aus dem Zugverband rangiert.

Der Streckenabschnitt, der durch Wörth an der Isar führt, soll für mehrere Stunden in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden. Für diese Strecke ist allerdings laut Deutsche Bahn erst heute Abend ab 20:25 Uhr Schienenersatzverkehr angekündigt. Soll der Castor so lange in Landshut stehen?

Nach der Ankunft am Bahnhof in Wörth an der Isar fährt der Castor-Zug auf einem Privatgleis direkt in das Zwischenlager. Stefan Mirbeth, Sprecher der Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ), schätzt, dass die Castoren am frühen Abend das Gelände erreichen. (aus: Liveticker idowa.de)

12:00 Uhr – Wo ist der Castor?

3. April 2025

Wir wissen gerade nicht, wo sich der Atommüllzug aufhält. Deshalb ein Rechenspiel:

  • Fulda Abfahrt war 6.18 Uhr, Würzburg Ankunft war 8:15 Uhr -> Strecke ist 100km lang
  • Würzburg ab 8:15 Uhr – Ansbach an 9:30 Uhr -> 100km Entfernung (etwas schneller gewesen)
  • Ansbach – Ingolstadt –> auch 100km –> Ankunft Ingolstadt 10.45 – 11.00 Uhr
  • Ingolstadt – Regensburg –> 80km (also Fahrzeit ca. 1 Std) –> rechnerische Ankunft Regensburg 12.00 Uhr
  • Regensburg – Landshut –> 60km (also Fahrzeit ca. 1 Std) –> rechnerische Ankunft Landshut gegen 13.00 Uhr

Am Hauptbahnhof Ingolstadt ist aktuell (12.25 Uhr) vom Atomtransport nichts zu sehen:

Zugausfall in Ingolstadt

3. April 2025

Ob es einen Zusammenhang mit dem Castortransport gibt, ist unklar:

  • Ein Zug von Ingolstadt nach Regensburg, Abfahrt 10.05 Uhr fällt aus. Ursache: „Oberleitungsschaden“.
  • Ein Zug von Ingolstadt nach Regensburg Abfahrt 12.05 Uhr fällt aus. Ursache: „technische Störungen am Zug“.

Es handelt sich um die Strecke, die der Castor nehmen müsste.

Protest in Nürnberg

3. April 2025

Auf dem Bahnhof in Nürnberg Fischbach hat es heute Vormittag eine kleine Protestaktion gegen den Atommüllzug gegeben. Durch eine andere Streckennutzung fuhr der Castor hier nicht entlang.

 

11:04 Uhr – Castorzug steht in Treuchtlingen

3. April 2025

9:30 Uhr – durch Ansbach

3. April 2025

Gegen 9:30 Uhr fuhr der Castorzug durch Ansbach. In Nürnberg ist er höchstwahrscheinlich bisher nicht angekommen.

Die weitere Strecke könnte auch über Ingolstadt – Regensburg – Landshut führen.

Ein Hinweis darauf ist der Polizeihubschrauber EC 145 (Ibis 2) der Polizeihubschrauberstaffel Hessen, der bei Treuchtlingen, südlich von Ansbach gelandet ist. Dieser Hubschrauber war schon gestern am Transportgeschehen beteiligt: er flog direkt von Frankfurt nach Hannover Seelze und landete dort.

Union / Söder wollen weiter AKW-Restart!

3. April 2025

„Wie ein mahnender Zeigefinger an Söder und die Union fährt der Castor-Transport mit der alten Atom-Suppe heute ins Zwischenlager nach Bayern“, schreibt der Journalist und Fernsehmoderator Jo Schück‬ heute auf Bluesky.

In den aktuellen Koalitionsgesprächen in Berlin ist die Forderung nach einer Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Atomkraftwerke nicht vom Tisch. Markus Söder (CSU) vertritt immer wieder die Meinung, es bräuchte einen umgehenden Rückbaustopp und eine Prüfung des „Restarts“ der alten Meiler. Das AKW Isar-2, in das der Atommüll gerade rollt, gehört zu den letzten abgeschalteten Meilern. Weil die AKW-Betreiber abwinken, denn die bauen seit Jahren die Meiler irreversibel zurück, bringt die Union eine neue Idee ins Gespräch: der Staat (also wir alle) sollten die maroden Atomkraftwerke künftig betreiben.

Wir zeigen im Kontext dieses Castortransports Söder und der Union eine klare rote Karte für diese abwegigen Atompläne! Kein Gramm des bisher erzeugten Atommülls ist sicher „entsorgt“. Wird ernsthaft am Atomausstieg gerüttelt, sind wir wieder zu zehntausenden auf der Straße & Schiene.

Heute Mahnwache am Bahnhof Wicklesgreuth um 17:45 Uhr!

3. April 2025

Die Grünen Lichtenau und Sachsen b.A. schreiben: Jeder CASTOR-Transport (Cask for Storage and Transport of Radioactive Material) stellt ein Risiko dar, weil dabei hochradioaktiver Atommüll über lange Strecken transportiert wird. Die Hauptgefahren sind: 1. Strahlungsrisiko, 2. Unfallgefahr, 3. Terrorismus und Sabotage, 4. Langfristige Entsorgungsprobleme. Ihr Fazit: CASTOR-Transporte sind notwendig, um Atommüll zu lagern, bergen aber erhebliche Risiken für Umwelt, Sicherheit und Gesellschaft.

Heute Mahnwache am Bahnhof Wicklesgreuth um 17:45 Uhr!
Wickelsgreuth liegt nahe Ansbach, südwestlich von Nürnberg.

Ziel: ein unsicheres Zwischenlager

3. April 2025

„Das grundlegende Problem ist, dass dieser hochradioaktive Atommüll – in Niederaichbach werden es am Ende dann insgesamt 122 Castoren sein – nicht ausreichend gesichert ist.“ Darauf weist Martin Stümpfig von der Grüne Fraktion Bayern hin.

BUND: Die Zukunft ist und bleibt erneuerbar!

3. April 2025

Aktuell rollt wieder ein gefährlicher Castor-Transport durch Deutschland, darauf weist heute der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland auf facebook hin:

  • Giftiger Atommüll aus der Wiederaufarbeitung in England wird zum bayrischen Zwischenlager am AKW Isar gebracht.
  • Für den strahlenden Abfall gibt es bisher keine Lösung – die „Endlagersuche“ wird noch Jahrzehnte andauern. Die Zwischenlager sind schon jetzt unsicher und nicht für so lange Zeiträume ausgelegt.
  • Es braucht daher dringend ein neues, sicherheitsgerichtetes Zwischenlager-Konzept, das mit Beteiligung der Öffentlichkeit erarbeitet wird. Der Castortransport zeigt unter dem Brennglas den Irrweg Atomkraft.
  • Schon deshalb ist die aktuelle Debatte in den Koalitionsverhandlungen um einen möglichen Wiedereinstieg und AKW-Rückbaustopp unsinnig. Die Zukunft ist und bleibt erneuerbar!

Pressezitat

3. April 2025

„Kraftwerke kann man abschalten, den Atommüll nicht!“, so Kerstin Rudek vom Bündnis „Castor stoppen“. Solange es für die nukleare Hinterlassenschaft keine tragbare Lösung gibt, verbietet sich jeder unnötige Atommülltransport.

Castor fuhr „vor dem Zeitplan“

3. April 2025

Gegen 4:09 Uhr erreichte der Castor den Güterbahnhof Fulda. Dort kam es zu einem geplanten Logistik-Stopp mit Personalwechsel und Tankvorgang. Der Zug erreichte Fulda sogar vor dem offiziellen Zeitplan der Behörden, erfuhr osthessen-news.de

8.00 Uhr – südlich von Fulda

3. April 2025

Um 8:00 Uhr durchfuhr der Castorzug Sterbfritz, südlich von Fulda, auf dem Weg nach Würzburg. Auf twitter hat das jemand gepostet. Im Video von „Bahnchef1994“ ist die Zugfolge gut erkennbar und der zeitliche Abstand, mit dem die Begleitloks hinter dem Zug fuhren: knapp 3 Minuten.

Kurz vor dem Ziel: Streckensperrungen

3. April 2025

Wegen des Transports müssen Bahn-Pendler heute zwischen Landshut und Dingolfing (Strecke nach Niederaichbach) mit Einschränkungen rechnen. Wie der BR aus Sicherheitskreisen erfahren hat, soll der Streckenabschnitt, der durch Wörth an der Isar führt, am Nachmittag für mehrere Stunden in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt werden. (zum Artikel auf br.de)

Werner Straubinger, Pressesprecher der Bundespolizeiabteilung Deggendorf, bestätigte gestern Abend die Ankunft des Zuges am heutigen Donnerstag. Laut Berechnungen der Fahrtstrecke mit Zwischenstops dürfte dies am späten Nachmittag/frühen Abend soweit sein. (aus: Liveticker idowa.de)

8:15 Uhr – Würzburg

3. April 2025

Gegen 8:15 Uhr fuhr der Zug durch den Würzburger Hauptbahnhof in Richtung Süden, berichtet Radio Gong.

„Süden“ spricht für die Güterstrecke über Ansbach.

Fürth

3. April 2025

Aktuell (8:00 Uhr) keine Polizei in Fürth, kurz vor Nürnberg. Vermutlich nimmt der Castorzug eine Güterstrecke südlich von Nürnberg, um den Hauptbahnhof zu umfahren.

6.18 Uhr – Castorzug verlässt Fulda

3. April 2025

Um 6.18 Uhr hat der Atommüllzug nach einem Logistikstopp seit etwa 4.30 Uhr Fulda verlassen. Nach einem lauten Hupton setzte sich der hunderte Meter lange Zug in Bewegung. Zwei Hubschrauber begleiten den Zug.

Ein Messgerät für Strahlung schlug deutlich aus, als der Zug unter der Brücke hindurch fuhr.

Der zweite Lokverband, vermutlich ein Vorzug mit Ersatzloks, fuhr hingegen nicht los.

Nächstes Etappenziel des Castorzugs ist Würzburg.

„Es war sehr viel Polizei im Einsatz“, so Bernd Ebeling, der Einsatz sei aber ruhig verlaufen. Mit einem Strahlenmessgerät sei er auf einer Brücke über der Bahnstrecke gut 25 Meter entfernt gewesen, das Gerät zeigte beim Durchfahren des Zuges 0,177 Mikro-Sievert pro Stunde an. „Der Nullwert war 0,07“, so Ebeling, also herrschte für kurze Zeit etwa das 2,5-fache an Gammastrahlung. Der selbstständige Ingenieur sei in seiner Heimat mit der Atommüll-Thematik aufgewachsen, in Gorleben befindet sich ebenfalls ein großes Zwischenlager. „Die Atommüll-Problematik ist immer noch nicht gelöst“, spricht er von unsicheren Zwischenlagern und befürchtet einen Schaden für die deutsche Wirtschaft im Falle einer AKW-Reaktivierung, wie angedacht von der Union: „Die Energie aus neuen Atomkraftwerken ist sehr teuer, was nicht nur der deutschen Industrie, sondern auch der Bevölkerung schaden würde“. (aus osthessen-zeitung.de)

Fulda

3. April 2025

5:30 Uhr – Auf dem Gleis neben dem Castorzug steht der Vorzug, zwei einzelne dem Atommüllzug vorausfahrende Ersatzloks. Deren Motor läuft.

6:15 Uhr – aktuell keine Hubschrauber über dem Bahnhof Fulda

  • für Presse-Interviewfragen: vor Ort in Fulda ist Bernd Ebeling, Tel. 01573 3214585⁩

4:30 Uhr – Castorzug befindet sich in Fulda

3. April 2025

Der Castorzug steht in Fulda für einen Tank- und Logistikstop. Zwei Hubschrauber fliegen, rund um den Transport viel Polizei, die Personenkontrollen durchführen.

Castorzug fährt Richtung Bebra

3. April 2025

Um 2:35 Uhr: Durchfahrt Bahnhof Eichenberg.

Gegen 2.45 Uhr haben wir bestätigt bekommen: Der Zug wird weder über Kassel noch über Erfurt fahren, die weitere Strecke ab Eichenberg ist Bad Sooden-Allendorf – Bebra – Bad Hersfeld – Hünfeld nach Fulda.

Ca. 2:20 Uhr – Durchfahrt Göttingen

3. April 2025

1:57 Uhr – Zug ist durch Kreiensen

3. April 2025

1:30 Uhr – Elze

3. April 2025

1:48 – Hubschrauber über Alfeld in Richtung Göttingen

Ein Hubschrauber zeichnet durch ein Überwachungsflug sehr schön die weitere Strecke ab Göttingen: der Zug wird offenbar nicht über Kassel fahren!

Castor um 1:10 Uhr „sehr schnell“ durch Laatzen

3. April 2025

Die Weiterfahrt geht von Hannover über das Gütergleis nach Nordstemmen – Alfeld – Kreiensen.

Im Bereich Witzenhausen werden von einem weiteren Hubschrauber die Gleise abgeflogen.

1:00 Uhr – Castor rollt wieder

3. April 2025

Die Hubschrauber über dem Castorzug lassen darauf schließen, dass der Stopp in Hannover-Seelze beendet wurde und der Atommüll wieder rollt. Die Fahrt geht weiter über Hannover-Linden und Hannover-Laatzen.

Fulda

3. April 2025

„Castor-Transportbehälter mit hochradioaktivem Müll machen halt am Fuldaer Bahnhof!“ schreibt osthessen-news.de. Gegen Blicke auf den Castorzug hat die Polizei Sichtschutzzäune errichtet. In Fulda ist vermutlich ein Logistik-Stopp geplant, 2020 stand der Castortransport dort etwa eine Stunde. In Fulda werden die Dieselloks für die letzte Etappe bis nach Niederaichbach getankt und das Personal gewechselt.

0:15 Uhr – Castor vor Hannover-Seelze

3. April 2025

0:15 Uhr – Der Castorzug sollte in Hannover Seelze Güterbahnhof angekommen sein. Genau dort ist vorhin ein Hubschrauber gelandet und wenig später wieder gestartet. In 2020 wurde in Seelze ein Logistikstopp eingelegt.

Der Transport ist nun knappe 2,5 Stunden unterwegs und hat etwa 180km hinter sich – das ergibt eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 72kmh – das ist sehr zügig! Vor allem für einen Zug mit solch einer brisanten Fracht.

Ein Video von der Durchfahrt in Bremen: https://vimeo.com/1071966445 und ein Mastodon-Beitrag dazu

Nienburg/Weser

2. April 2025

Gegen 23.45 Uhr überfliegt der Begleithubschrauber Nienburg / Wedel. Ein zweiter Hubschrauber kommt entgegen.

 

23:30 Uhr – Verden / Aller

2. April 2025

Castor gegen 23:25 Uhr mit hoher Geschwindigkeit durch den Bahnhof Verden / Aller. Gegen 23.30 Uhr fliegt ein Helikopter der Bundespolizei über Verden / Aller.

„Personen am Gleis waren entsetzt von der Geschwindigkeit.“

Zug durch Bremen Hauptbahnhof

2. April 2025

Kurz nach 23.00 Uhr hat der Atommüllzug den Hauptbahnhof Bremen durchquert. Der Helikopter ist inzwischen (23:15 Uhr) schon kurz vor Langwedel.

 

23:00 Uhr – Hubschrauber fliegt weiter Richtung Achim / Verden

2. April 2025

23:10 Uhr – Helikopter fliegt direkt über der Bahnstrecke, jetzt kurz vor Achim.

Gegen 23:00 Uhr wurde zudem ein Hubschrauber auf Höhe Elze an der Bahnstrecke Richtung Hannover gesichtet.

Bremen

2. April 2025

22:50 Uhr – ein Hubschrauber fliegt eine Runde über den Hauptbahnhof Bremen. Auf Gleis 1 sehr viel Polizei.

Kleine Aktion in Salzderhelden

2. April 2025

Am frühen Abend hat eine kleine Aktion in Salzderhelden auf den Atommülltransport aufmerksam gemacht. Drei Aktivist:innen wurden daraufhin in Gewahrsam genommen, von der Polizei festgehalten und später mitgenommen.

Castorzug fährt Richtung Bremen

2. April 2025

22:45 Uhr – Eine erste Entscheidung bezüglich der Route ist gemacht: der Zug ist in Hude abgebogen Richtung Bremen. Ein Helikopter kreist über der Strecke in Delmenhorst.

Gemeldet wurde uns ein anderer Helikopter, der BPO0721, ist in Kassel gestartet und fliegt Richtung Northeim. Wie es scheint fliegt er die Bahnstrecke ab.

Video von der Abfahrt

2. April 2025

Durchfahrt in Nordenham an der Brücke über das Abbehauser Tief:

(Vielen Dank für diese Zusendung!)

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Die Strecke durch Deutschland

HINTERGRUND

Statt nach Gorleben: Erster Castor-Transport nach Bayern steht bevor

Am 1. März hat der Genehmigungszeitraum für die ersten Castor-Transporte nach Bayern überhaupt begonnen. Bis Ende des Jahres müssen sieben Behälter mit hochradioaktivem Atommüll nach Niederbayern gebracht werden. Ziel dieser Transporte war ursprünglich Gorleben, bis sich im Rahmen des Atomausstiegs auf eine Umverteilung auf die Zwischenlagerhallen an den deutschen AKW geeinigt werden konnte.

Die Zwischenlagerhallen, in denen die Behälter dann geparkt werden, sind das nächste Sicherheitsproblem. Einst für 40 Jahre Betrieb gebaut und genehmigt endet dieser Zeitraum in Gorleben schon 2034. Die staatliche Betreiberbehörde BGZ will eine Verlängerung beantragen, möglicherweise geht es um Zeiträume bis 2140. Schon ganz am Anfang dieses Verfahrens sind „viele Fragen offen“, heißt es von der BI Lüchow-Dannenberg. Es werde deutlich, dass das Gefahrenpotential systematisch kleingeredet, neue Bedrohungslagen ignoriert und Transparenz sowie Öffentlichkeitsbeteiligung vernachlässigt werden.

mehr erfahren: Zwischenlager werden Jahrhundert-Lager.
Der hochradioaktive Atommüll in Deutschland muss deutlich länger zwischenlagern als ursprünglich geplant. Heimlich, still und leise werden aus Zwischenlagern Jahrhundertlager – obwohl Sicherheitsfragen ungeklärt sind.

Auch nach dem Abschalten der letzten deutschen AKW ist das Thema Atommüll noch lange nicht vom Tisch. Aber immerhin: Seit dem 15. April 2023 wächst der Atommüll-Berg aus dem Betrieb der deutschen Meiler nicht weiter (abgesehen von den Rückbau-Abfällen ...).

mehr erfahren: