ES IST NOCH NICHT VORBEI
Castor-Transporte rollen auch nach dem Atomausstieg weiter durch Deutschland von einem Zwischenlager in ein anderes - ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.
Alle deutschen Atomkraftwerke sind abgeschaltet. Trotzdem wird in Deutschland Brennstoff für AKW produziert. Nach Gronau und Lingen rollen regelmäßig Transporte. Jeder einzelne Urantransport sorgt dafür, dass weltweit Atomkraftwerke weiter laufen können.
AKTUELLES
Wunstorf: Castorzug fuhr über abgesackten Bahndamm
Zwischen Hannover und Bremen können zwischen dem 7. und 28. April keine Züge mehr fahren: Ein Bahndamm muss saniert werden, nachdem Erde absackte. Im März war nach der Begutachtung der Bahnstrecke zwischen Wunstorf und Poggenhagen zunächst entschieden worden, dass auf etwa 300 Metern nur noch mit einer Geschwindigkeit von 30 Kilometern in der Stunde gefahren werden darf. – mehr dazu hier (ndr.de)
Über genau diese Gleise fuhr gestern Abend (2. April) gegen Mitternacht der Atomtransport aus Nordenham mit Ziel Bayern. Als sei der Transport von hochradioaktiven Castorbehältern nicht schon gefährlich genug, wurde hier offenbar völlig unnötig ein zusätzliches Risiko eingegangen. Diese Stelle hätte durch die Wahl einer Alternativroute umfahren werden können. Zudem war der Zug zwischen Bremen und Hannover für seine Verhältnisse sehr zügig unterwegs – ob vor Wunstorf wirklich auf 30kmh abgebremst wurde, darüber lässt sich nur spekulieren.

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Stichwort: "CastorStoppen"