#castor-TICKER Ahaus
Ticker zum Protest gegen die Atommüll-Lawine von Jülich nach Ahaus.
Das NRW-Innenministerium ist Bedenken entgegengetreten, dass es bereits kurzfristig zu einem Castortransport von Jülich nach Ahaus kommen könnte: „Erst wenn die polizeilichen Anforderungen an die Sicherheit der Transporte allseits erfüllt sind – hierzu gehört auch das ganzheitlich abgestimmte Strahlenschutzkonzept – kann eine konkrete Terminierung und Vorbereitung der Transporte erfolgen“, heißt es in der Rheinischen Post.
Laut Münsterländer Zeitung vom Wochenende gibt es noch keinen Zeitpunkt für den ersten Castor-Transport aus Jülich mit Ziel Ahaus. Die Zeitung habe beim Zwischenlagerbetreiber BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH nachgefragt. Dort heißt es, ein Termin sei nicht bekannt. Und selbst wenn, dann wäre er „Verschlusssache“.
Vor dem Beginn der Castor-Lawine solle laut BGZ eine Infoveranstaltung für die Öffentlichkeit in der Stadthalle stattfinden, auch dafür gibt es bisher keinen Termin – aber den Hinweis: es könnte sehr kurzfristig eingeladen werden.
Anti-Atomkraft-Initiativen in Ahaus und Gorleben sind empört. Grund dafür ist, dass der Ahauser Bundesabgeordnete Jens Spahn (CDU) bei den Verhandlungen zum Staatshaushalt durchsetzen konnte, dass die beiden Kommunen mit den ältesten Atommüll-Zwischenlagern ab 2026 höhere Ausgleichszahlungen erhalten. Ahaus und Gorleben bekommen dann jährlich zwei Millionen von der bundeseigenen Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ).
Nach Ansicht der Anti-Atomkraft-Initiativen verhindert die Bundesregierung seit Jahren, dass in Jülich der Neubau einer zeitgemäßen Lagerhalle für die 152 Castor-Behälter in Angriff genommen wird und begründet dies mit den Kosten. Bald sollen die Castoren aus Jülich nach Ahaus gebracht werden.
„Das ist doch eine Milchmädchen-Rechnung, es soll Geld für den Zwischenlager-Neubau und Betrieb in Jülich gespart werden, gleichzeitig gehen für Jahrzehnte Millionen Euro mehr an Gorleben und Ahaus – und die Polizeikosten für die Castortransporte werden beim Kostenvergleich nicht mitgerechnet“, so Kerstin Ciesla vom BUND NRW und Marita Boslar vom Aktionsbündnis Stop Westcastor. „Wir bleiben dabei: Sicherheit muss Vorrang haben – besonders bei finanzpolitischen Taschenspielertricks. Atommüll muss dort wo er sich momentan befindet, möglichst sicher gelagert werden – auch in Jülich.“
Wir spiegeln die Meldungen in die Accounts:
Die Presse berichtet, dass im November nun doch nichts mehr rollen soll, weil der BUND vor dem Verwaltungsgericht Berlin eine Klarstellung der Transportfirma Orano NCS erreicht habe. Dieses Urteil solle abgewartet werden. Das NRW-Innenministerium und Atomministerin Neubaur schweigen aber weiter dazu, alles sei ab sofort „Verschlusssache“. Die BI Ahaus, das Aktionsbündnis Stop Westcastor und das Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen haben mit einem Brandbrief bei Herrn Reul nachgefragt, ob er noch zu seiner Aussage vom 6. November steht und wie es denn mit dem von der Gewerkschaft der Polizei bemängelten (weil nicht vorhandenen) Strahlenschutzkonzept aussieht… mehr hier
Am Tag nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts in Berlin rufen das Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ Jülich sowie die BI „Kein Atommüll in Ahaus“ für jeweils 18 Uhr zu Mahnwachen vor dem Forschungszentrum in Jülich und vor dem Rathaus in Ahaus auf.
Anti-Atomkraft-Initiativen treiben die Planungen für Proteste gegen die Castor- Transporte voran:
- Am Tag X1, dem Tag des ersten Castor-Transports, wird es jeweils um 18 Uhr in Jülich vor dem Forschungszentrum eine Kundgebung sowie in Ahaus ab Bahnhof eine Demo geben.
- Am 14.12. ist ein großer Advents-Sonntagsspaziergang am Zwischenlager in Ahaus geplant. Auch am Tag nach der Verkündung des Verwaltungsgerichts-Urteils wird es in Jülich und Ahaus spontane Mahnwachen geben. Weitere Proteste sind in Vorbereitung.

Screenshot
Anti-Atomkraft-Initiativen aus Jülich und dem Münsterland sind entsetzt über die Recherchen der NRZ, wonach die Sicherheitsbehörden in NRW offensichtlich mit Billigung der schwarz-grünen Landesregierung planen, den ersten Castor-Transport von Jülich nach Ahaus noch im November rollen zu lassen. Dies soll „ausdrücklich“ ohne die noch ausstehende Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin über eine Eilklage des BUND gegen den Sofort-Vollzug der Transportgenehmigung erfolgen.
mehr dazu hier: westcastor.de
Tag X1 - 24./25.3.2026:
1 Castor-Behälter
24.3.2026
22.07 Uhr - Abfahrt in Jülich
22.45 Uhr - Kreuz Jüchen
23.15 Uhr - Neuss
23.20 Uhr - Kreuz Kaarst
23.30 Uhr - Konvoi in Höhe Kreuz Meerbusch auf der A57
25.3.2026
00.00 Uhr - Krefeld
00.10 Uhr - Konvoi fährt über Rheinbrücke bei Duisburg / A42
00.20 Uhr - Kreuz Oberhausen
00.30 Uhr - vor Kreuz Bottrop, Abzweig auf die A31
01.00 Uhr - bei Dorsten auf der A31
01.20 Uhr - Gescher
02.00 Uhr - über Heek nach Ahaus
Ermittlungsausschuss: 0151 - 51402319
Kontakte & Infos:
Jülich - stop.westcastor@posteo.de
https://www.westcastor.org
Signal-Liste / SMS-Info: 0176 52270865
Ahaus - mail@bi-ahaus.de
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Überregional:
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