#castor2025-TICKER

Ticker zum Protest gegen den Atommüll-Transport von der WAA Sellafield ins Zwischenlager Isar.

1.30 Uhr – Midgard Hafen

1. April 2025

Drei Schlauchboote (RHIB) der Polizei befinden sich südlich des Midgard-Hafens, dem Umladeort für die Atommüllbehälter. Hier wurde in den vergangenen Tagen bereits ein Mobilkran installiert, der die sieben Behälter aus dem Rumpf der Pacific Grebe auf bereit stehende Bahnwaggons umladen soll.

Kurz vor 2.00 Uhr stößt WSP4, ein etwas größeres Schiff der Wasserschutzpolizei hinzu.

Schlauchboote auf dem Weg

1. April 2025

1.00 Uhr – Aus dem Vorhafen Bremerhaven sind nun die ersten der Polizei-Schlauchboote auf die Weser gestartet.

1.10 Uhr – drei Schnellboote (Bremen 10 und 20 plus WS105) befinden sich auf der Weser in Richtung Midgard-Hafen. Ihnen entgegen kommt das Polizeischiff „WSP4“.

1.15 Uhr – Schlauchboot „W27“ macht sich hingegen auf den Weg Richtung Wesermündung

Hubschrauber & Wasserschutz

1. April 2025

Gegen 0.45 Uhr sind auf dem AIS ein Hubschrauber der Bundespolizei und das WSP3 im selben Gebiet zu erkennen, was darauf schließen lässt, dass sich hier der Atommüll-Konvoi befindet.

Die Entfernung von hier bis nach Nordenham beträgt etwa 45 sm (knapp 80km) – mit einer Geschwindigkeit von etwa 10 Knoten kann der Konvoi den Midgard-Hafen also frühestens in 4-5 Stunden erreichen, Ankunftszeit (ETA) damit schätzungsweise heute (1. April) um 6.00 Uhr.

UPDATE 1.00 Uhr: sehr deutlich nimmt die WSP3 nun Kurs auf die Wesermündung.

Hat WSP3 Atommüll-Konvoi erreicht?

1. April 2025

Das Schiff WSP3 der Wasserschutzpolizei gehört offensichtlich zur Eskorte des Atommüll-Konvois. Es hat nach einem sehr gradlinigen Kurs gegen 0.30 Uhr diesen stark verändert und schwenkt nun Richtung Südwest – diese Kursänderung könnte den Zusammenschluss mit der GREBE und weiteren Begleitschiffen bedeuten.

WSP3 nördlich Spiekeroog

31. März 2025

Das Schiff WSP3 der Wasserschutzpolizei befindet sich gegen Mitternacht nördlich von Spiekeroog und hat seinen Kurs leicht gen Nord-West verändert. In dieser Region kam es bei der letzten Anlieferung von Atommüll 2020 zum Zusammenschluss des Konvois mit der Pacific Grebe und des großem Küstenwachschiffs Potsdam.

Im Vorhafen von Wilhelmshaven, aktuell Liegeplatz einer kleinen Schlauchboot-Armada der Polizei, ist seit Stunden alles ruhig. Diese Schnellboote werden die Grebe an der Wesermündung empfangen und dann auf dem Weg bis zum Midgard-Kai eskortieren.

Pressekontakt

Kerstin Rudek
Tel. 015902154831

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Die Strecke durch Deutschland

HINTERGRUND

Statt nach Gorleben: Erster Castor-Transport nach Bayern steht bevor

Am 1. März hat der Genehmigungszeitraum für die ersten Castor-Transporte nach Bayern überhaupt begonnen. Bis Ende des Jahres müssen sieben Behälter mit hochradioaktivem Atommüll nach Niederbayern gebracht werden. Ziel dieser Transporte war ursprünglich Gorleben, bis sich im Rahmen des Atomausstiegs auf eine Umverteilung auf die Zwischenlagerhallen an den deutschen AKW geeinigt werden konnte.

Die Zwischenlagerhallen, in denen die Behälter dann geparkt werden, sind das nächste Sicherheitsproblem. Einst für 40 Jahre Betrieb gebaut und genehmigt endet dieser Zeitraum in Gorleben schon 2034. Die staatliche Betreiberbehörde BGZ will eine Verlängerung beantragen, möglicherweise geht es um Zeiträume bis 2140. Schon ganz am Anfang dieses Verfahrens sind „viele Fragen offen“, heißt es von der BI Lüchow-Dannenberg. Es werde deutlich, dass das Gefahrenpotential systematisch kleingeredet, neue Bedrohungslagen ignoriert und Transparenz sowie Öffentlichkeitsbeteiligung vernachlässigt werden.

mehr erfahren: Zwischenlager werden Jahrhundert-Lager.
Der hochradioaktive Atommüll in Deutschland muss deutlich länger zwischenlagern als ursprünglich geplant. Heimlich, still und leise werden aus Zwischenlagern Jahrhundertlager – obwohl Sicherheitsfragen ungeklärt sind.

Auch nach dem Abschalten der letzten deutschen AKW ist das Thema Atommüll noch lange nicht vom Tisch. Aber immerhin: Seit dem 15. April 2023 wächst der Atommüll-Berg aus dem Betrieb der deutschen Meiler nicht weiter (abgesehen von den Rückbau-Abfällen ...).

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