ES IST NOCH NICHT VORBEI

Castor-Transporte rollen auch nach dem Atomausstieg weiter durch Deutschland von einem Zwischenlager in ein anderes - ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.

Alle deutschen Atomkraftwerke sind abgeschaltet. Trotzdem wird in Deutschland Brennstoff für AKW produziert. Nach Gronau und Lingen rollen regelmäßig Transporte. Jeder einzelne Urantransport sorgt dafür, dass weltweit Atomkraftwerke weiter laufen können.

AKTUELLES

Pressemitteilung: Transportgenehmigung für CASTOR nach Brokdorf erteilt

Die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), die im Auftrag der Kraftwerksbetreiber Atomtransporte durchführt, hat am Freitag bekannt gegeben, dass der Transport von 7 CASTOR-Behältern des Typs HAW28M aus dem britischen Sellafield in die CASTOR-Halle am AKW Brokdorf aktuell durch das zuständige Bundesamt (BASE) genehmigt wurde. Die Transportgenehmigung gelte bis Ende des Jahres, ein genauer Zeitraum sowie die Transportstrecke unterlägen jedoch der Geheimhaltung.

Die Nordsee-Zeitung geht davon aus, dass der Seetransport wie in den Jahren 2020 und 2025 wieder im Midgard-Hafen in Nordenham gelöscht werde. Dies würde bedeuten, dass der Transport über die Großstädte Bremen und Hamburg durchgeführt würde. Nach Auskunft des Hamburger Senats vom 13.03.2026 liegen den Hamburger Polizeibehörden jedoch „keinerlei Kenntnisse“ über einen Transport durch das Hamburger Stadtgebiet vor.

Anti-Atom-Gruppen haben am Samstag an mehreren möglichen Bahnstrecken mit Aktionen auf die drohenden hochradioaktiven Transporte aufmerksam gemacht. An mehreren Bahnhöfen entlang der Transportstrecke über Bremen, Buchholz und Hamburg versammelten sich Kleingruppen und hängten Transparente und Plakate auf. Sie machen darauf aufmerksam, dass der Transport von hochradioaktivem Atommüll immense Gefahren bedeute und dass der Zielort der CASTOR-Transporte keinen sicheren Ort darstelle. Dieser Transport ist die Fortsetzung der seit Jahrzehnten stattfindenden Atommüllverschiebung. Im Zwischenlager Brokdorf gibt es kein Reparaturkonzept für defekte Behälter. Die Halle ist nur bis 2047 genehmigt und nicht ausreichend gegen Einwirkungen von außen geschützt.

Weitere Atommüllverschiebungen ohne Perspektive wird es vermutlich ab dieser Woche ins westfälische Ahaus geben. In der seit 16 Jahren laufenden Auseinandersetzung um insgesamt 152 CASTOR-Behälter, die hochradioaktiven Müll aus dem Forschungszentrum Jülich in die CASTOR-Halle nach Ahaus bringen sollen, scheint der Rechtsweg ausgereizt. Weder Politik noch Justiz haben der sinnlosen Verschiebetaktik Einhalt bieten können. Die Brennelemente lagern seit 13 Jahren ohne gültige Genehmigung in Jülich und sollen nun nach Ahaus verschoben werden, in eine Halle, deren Betriebsgenehmigung 2036 wieder enden wird. Die Initiativen aus dem Münsterland rechnen schon ab Dienstag, 24. März mit den ersten Transporten und haben Kundgebungen, Mahnwachen und Demonstrationen angekündigt.

Ein tiefengeologisches Atommülllager wird es auf lange Sicht nicht geben und jede CASTOR-Halle droht zum oberirdischen Dauerlager zu werden. Bis zu einer verantwortbaren Lösung für die langfristige Lagerung der hochradioaktiven Abfälle muss das Hin-und Herschieben von Atommüll unterbleiben!

– es gibt weiterhin kein vertretbares Endlager-Konzept für den vorhandenen Atommüll
– CASTOR-Zwischenlager werden zu gefährlich ungeeigneten Langzeitlagern
– Atommüll ist nur ungefährlich, wenn er nicht entsteht: Brennelementefabrik in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
– Atomkraft ist kein Klimaretter

Pressegruppe Bündnis CASTOR-stoppen (Brokdorf): 0151 29725970
Pressekontakt SoFa Münster (Ahaus): 0175 9767027

Aktuelle Meldungen, Newsletter und Ticker zu den Transporten: https://castor-stoppen.de

Links:

Quellen / Links:
1. https://www.gns.de/ueber-gns/gns-aktuell/news/aktuelles/2025/ruecknahme-deutscher-wiederaufarbeitungsabfaelle-vor-dem-abschluss/
2. https://www.nordsee-zeitung.de/region/castor-ruecktransport-sellafield-zwischenlager-brokdorf-361038.html
3. https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/dokument/103099/23_03349_atomtransporte_durch_hamburg_v#search=%22Atomtransport%22#navpanes=0
4. https://sofa-ms.de/

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Stichwort: "CastorStoppen"

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