ES IST NOCH NICHT VORBEI
Neue CASTOR-Transporte geplant!
CASTOR-Alarm? Hat sich da nicht jemand im Jahrzehnt vergriffen? Leider nicht. Seit 2020 sind Castor-Transporte gerollt bzw. geplant, bei denen hochradioaktiver Atommüll von Frankreich und Großbritannien nach Deutschland verschoben werden soll, ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.
AKTUELLES
Pressemitteilung: Atomtransport erreicht unsicheres Zwischenlager in Bayern – Atomkraftgegner fordern ein Ende der Atomdebatte
Nach 17,5 stündiger Fahrt einmal quer durch Deutschland hat heute Nachmittag der Atommülltransport aus der englischen Plutoniumfabrik Sellafield um 15:15 Uhr den Bahnhof Wörth an der Isar erreicht. Er wird von dort in das Zwischenlager am bayerischen AKW Isar rangiert. Atomkraftgegner:innen haben diesen Transport mit Protestveranstaltungen in Nordenham, Bremen, Göttingen, Salzderhelden, Fulda, Wicklesgreuth, Regensburg, Weiden Oberpfalz, Nürnberg, Landshut begleitet.
Anlass für die Proteste ist die Lagerung in einer unsicheren Zwischenlagerhalle auf unbestimmte Zeit. Ein Endlager für den Atommüll gibt es nicht. Mit Atommülltransporten wird das Problem nur von einem Ort zum anderen verlagert, aber nicht gelöst.
Parallel finden in Berlin die Koalitionsgespräche statt, bei denen eine Wiederinbetriebnahme der abgeschalteten Atomkraftwerke diskutiert wird. Das AKW Isar 2, an das der Atommüll gerollt ist, wäre hiervon betroffen. Nun kommt die Union mit der Idee, dass der Staat die alten Meiler wieder in Betrieb nehmen soll, weil die Energiekonzerne kein Interesse mehr daran haben.
„Wir zeigen im Kontext dieses CASTOR-Transports Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder und der Union klar die Rote Karte für ihre abwegigen Atompläne! Kein Gramm des bisher erzeugten Atommülls ist sicher „entsorgt“. Wird ernsthaft am Atomausstieg gerüttelt, sind wir wieder zu Zehntausenden auf Straße & Schiene“, so Kerstin Rudek vom Bündnis „CASTOR stoppen“.
Möglicherweise schon im kommenden Jahr ist mit einem weiteren Transport von sieben CASTOR-Behältern aus Sellafield nach Deutschland zu rechnen. Ziel wird dann die Zwischenlagerhalle am norddeutschen Atomkraftwerk Brokdorf sein. Es ist durchaus denkbar, dass die erprobte Logistik des Nordenhamer Midgard-Hafens auch für diese Lieferung genutzt wird.
- es gibt weiterhin kein vertretbares Endlager-Konzept für den vorhandenen Atommüll
- CASTOR-Zwischenlager werden zu gefährlich ungeeigneten Langzeitlagern
- Atommüll ist nur ungefährlich, wenn er nicht entsteht: Brennelementefabrik in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
- Atomkraft ist kein Klimaretter
Pressekontakt Bündnis CASTOR-stoppen: Kerstin Rudek Tel. 015902154831
Bündnis CASTOR-stoppen
Die Strecke durch Deutschland:
Die in 17,5 Stunden gefahrene Gesamtstrecke ist 878,2 km.
Pausen: Fulda 1,75 Std, Seelze 1 Std, Landshut 15min –> ca. 14,5 Std Fahrzeit = 60kmh Durchschnittsgeschwindigkeit
Der Transportablauf:
26. März 2025
20:00 Uhr – Pacific Grebe legt in Barrow-in-Furness ab
1. April
5:20 Uhr – Pacific Grebe erreicht Nordenham
2. April
20.10 Uhr – Pacific Grebe legt ab
Castorzug startet:
21:15 Uhr – Vorzug (2 Loks) verlassen Hafengelände
21:45 Uhr – Nordenham
22.37 Uhr – Hude
22.50 Uhr – Delmenhorst
23:00 Uhr – Bremen Hbf Gleis 1
23:25 Uhr – Verden / Aller
23:45 Uhr – Nienburg / Weser
3. April
0:15 Uhr – Hannover-Seelze (Stop)
1:10 Uhr – Hannover Laatzen
1:57 Uhr – Kreiensen
2:20 Uhr – Göttingen
2:35 Uhr – Bahnhof Eichenberg
4:09 Uhr – Fulda (Stop)
6:18 Uhr – Abfahrt Fulda
8:00 Uhr – Sterbfritz
8:15 Uhr – Würzburg
9:30 Uhr – Ansbach
11:04 Uhr – Treuchtlingen
14:40 Uhr – Landshut
15:00 Uhr – Landshut Abfahrt
15:15 Uhr – Wörth an der Isar

Pressekontakt
Kerstin Rudek
Tel. 015902154831
Newsletter
SPENDENKONTO
Sued-Westdeutsche
Anti-Atom-Initiativen
IBAN: DE 54 4306 0967 6020 2675 01
BIC: GENODEM1GLS
Kto: 602 026 750 1 | BLZ: 430 609 67
GLS Gemeinschaftsbank Bochum
Stichwort: "CastorStoppen"