#castor2025-TICKER
Ticker zum Protest gegen den Atommüll-Transport von der WAA Sellafield ins Zwischenlager Isar.
Mahnwachen:
Wicklesgreuth: Donnerstag (3.4.) um 17:45 Uhr
Weiden Oberpfalz: Donnerstag (3.4.) ab 14 Uhr, vor dem Bahnhof
Gegen 21.00 Uhr hat der Kran Lukendeckel der Pacific Grebe am Haken. Die Verladung der letzten drei Behälter soll offenbar noch heute stattfinden.
Vor Abfahrt des Zuges ist eine erneute Strahlenmessung nötig.
20:15 Uhr – Es stehen noch 2 CASTOR-Behälter zur Verladung an, die Arbeiten gehen auch in der Dunkelheit weiter.
Von einigen der möglichen Castor-Schienenstrecken von Nordenham nach Landshut erreichen uns Nachrichten von erhöhter Polizeipräsenz etwa an Bahnhöfen oder Helikopterflüge über den Gleisen. Offenbar beginnt die Polizei mit den Sicherungsvorkehrungen der Schiene.
19:15 Uhr – Der CASTOR Nr. 4 von sieben hängt jetzt am Haken des Krans und wird gerade aus dem Rumpf des Schiffes gehoben.
„So lange nicht für ein einziges Gramm des bisher entstandenen Atommülls ein Konzept für eine sichere Endlagerung entsteht, müssen Atomtransporte unterbleiben. Jeder Castortransport ist einer zu viel, weil er das Problem nur verschiebt und nicht löst“, so Kerstin Rudek, Sprecherin des Bündnis Castor-Stoppen.
Kontakt zu Kerstin Rudek: Tel. 015902154831
Einen sehr guten Blick auf die Verladung der Atommüllbehälter hat man vom Unionpier aus… Auf der Weser patrollieren weiterhin Schlauchboote der Wasserschutzpolizei.
Zwischen 8.00 und 12.00 Uhr wurden zwei Castor-Behälter verladen. Derzeit (17:20 Uhr) läuft die Verladung von Behälter vier von sieben, er schwebte am Haken des Krans (Gittermast, im Hintergrund vom Hafenkran sichtbar) vom Schiff in Richtung der Bahnwaggons. Um 17:40 Uhr war die Verladung von Behälter vier abgeschlossen.
Pressekontakt
Kerstin Rudek
Tel. 015902154831
Die Strecke durch Deutschland
Mögliche Transportrouten:

HINTERGRUND
Statt nach Gorleben: Erster Castor-Transport nach Bayern steht bevor
Am 1. März hat der Genehmigungszeitraum für die ersten Castor-Transporte nach Bayern überhaupt begonnen. Bis Ende des Jahres müssen sieben Behälter mit hochradioaktivem Atommüll nach Niederbayern gebracht werden. Ziel dieser Transporte war ursprünglich Gorleben, bis sich im Rahmen des Atomausstiegs auf eine Umverteilung auf die Zwischenlagerhallen an den deutschen AKW geeinigt werden konnte.
Die Zwischenlagerhallen, in denen die Behälter dann geparkt werden, sind das nächste Sicherheitsproblem. Einst für 40 Jahre Betrieb gebaut und genehmigt endet dieser Zeitraum in Gorleben schon 2034. Die staatliche Betreiberbehörde BGZ will eine Verlängerung beantragen, möglicherweise geht es um Zeiträume bis 2140. Schon ganz am Anfang dieses Verfahrens sind „viele Fragen offen“, heißt es von der BI Lüchow-Dannenberg. Es werde deutlich, dass das Gefahrenpotential systematisch kleingeredet, neue Bedrohungslagen ignoriert und Transparenz sowie Öffentlichkeitsbeteiligung vernachlässigt werden.
mehr erfahren: Zwischenlager werden Jahrhundert-Lager.
Der hochradioaktive Atommüll in Deutschland muss deutlich länger zwischenlagern als ursprünglich geplant. Heimlich, still und leise werden aus Zwischenlagern Jahrhundertlager – obwohl Sicherheitsfragen ungeklärt sind.
Auch nach dem Abschalten der letzten deutschen AKW ist das Thema Atommüll noch lange nicht vom Tisch. Aber immerhin: Seit dem 15. April 2023 wächst der Atommüll-Berg aus dem Betrieb der deutschen Meiler nicht weiter (abgesehen von den Rückbau-Abfällen ...).
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