ES IST NOCH NICHT VORBEI

Neue CASTOR-Transporte geplant!

CASTOR-Alarm? Hat sich da nicht jemand im Jahrzehnt vergriffen? Leider nicht. Seit 2020 sind Castor-Transporte gerollt bzw. geplant, bei denen Atommüll von Frankreich und Großbritannien nach Deutschland oder innerhalb Deutschlands von einem Zwischenlager in ein anderes verschoben werden soll, ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.

AKTUELLES

Morgen Castor-Transport & Protest Tag X1: „Sicherheitskonzept bereits vorab gescheitert“ / „Reul muss Castor absagen“

Proteste gegen Castor-Transporte Jülich-Ahaus Tag X1: – 18 Uhr: Dauer-Kundgebung vor Forschungszentrum Jülich – 18 Uhr: Demo in Ahaus vom Bahnhof zum Rathaus – ab 20 Uhr: Nächtliche Dauer-Mahnwache vor Zwischenlager Ahaus (mehr …)

Pressemitteilung: Transportgenehmigung für CASTOR nach Brokdorf erteilt

Die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS), die im Auftrag der Kraftwerksbetreiber Atomtransporte durchführt, hat am Freitag bekannt gegeben, dass der Transport von 7 CASTOR-Behältern des Typs HAW28M aus dem britischen Sellafield in die CASTOR-Halle am AKW Brokdorf aktuell durch das zuständige Bundesamt (BASE) genehmigt wurde. Die Transportgenehmigung gelte bis Ende des Jahres, ein genauer Zeitraum sowie die Transportstrecke unterlägen jedoch der Geheimhaltung. (mehr …)

Aktionen entlang der Transportstrecken

Kleine Proteste gab es heute anlässlich eines Aktionstages an einigen Orten entlang der möglichen Castor-Strecken von Jülich nach Ahaus und in Hamburg, wo ein Atommüll-Zug zum AKW Brokdorf fahren könnte. Hintergrund ist, öffentliche Aufmerksamkeit zu erregen. Jeder Atommüll-Transport birgt das Risiko schwerer Unfälle oder Anschläge. Die Behälter rollen in Zwischenlagerhallen, wo sie langfristig nicht bleiben können.

„Wir haben uns am letzten Samstag schon einmal warm gemacht mit einem dezentralen Aktionstag. Vielen Dank, dass ihr so aktiv und kreativ wart!“

Der erste Transport Jülich – Ahaus über die Autobahnen von NRW soll kommende Woche Dienstag Abend starten.

Für uns und euch bleibt klar: Bis zu einer verantwortbaren Lösung für die langfristige Lagerung der hochradioaktiven Abfälle muss das Hin-und Herschieben von Atommüll unterbleiben! Keine Castor-Transporte, weder im Norden noch im Westen!

Castortransport nach Brokdorf genehmigt

Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) hat nun die erforderliche Transportgenehmigung gemäß § 4 AtG für den Rücktransport von Atommüll aus der britischen Plutoniumfabrik Sellafield ins norddeutsche Atomkraftwerk Brokdorf erteilt. Diese „Rückführung“ soll „im Laufe des Jahres 2026“ stattfinden, heißt es von  der GNS Gesellschaft für Nuklear‑Service mbH, die im Auftrag der deutschen AKW-Betreiber den „Rücktransport“ durchführt. Zur Anladung der sieben Castor-Behälter soll ein „deutscher Seehafen“ genutzt werden. Die Transportgenehmigung ist bis Jahresende gültig. Aus Sicherheitsgründen werden weder der Transporttermin noch die genaue Transportstrecke vorab bekanntgegeben.

Aktuell gehen wir davon aus, dass die Behälter wieder in Nordenham umgeschlagen werden, dann per Eisenbahn bis zum Gelände des AKW Brunsbüttel rollen. Von dort findet ein Straßentransport bis nach Brokdorf statt. – die mögliche Transportroute hier

21.03.2026 – Dezentraler Aktionstag zu den Castor-Transporte Sellafield-Brokdorf

Wir wissen nicht, wann die Castoren dieses Frühjahr rollen, aber wir sind bereit! Kommt gern zu unserer Mahnwache in Hamburg um euch zu informieren und euren Protest gegen die gefährliche Atommüll-Verschiebung zu zeigen.

Treffpunkt ist am 21.03.2026 um 12 Uhr am S-Bahnhof Barmbek /Piazetta Ralph Giordano

Castor-Alarm Gelb: BGZ macht nächste Woche Infoveranstaltung

BGZ macht nächste Woche Infoveranstaltung – danach kann der Castor SOFORT rollen!

Es wird nun bitterernst: Die für Ahaus zuständige Atommüll-Tochter des Bundesumweltministeriums, die BGZ, hat für nächste Woche in Ahaus die Infoveranstaltung angekündigt, die unmittelbar vor dem 1. Castor stattfinden soll.

19.03.2026, 19 Uhr – Ratssaal im Rathaus der Stadt Ahaus (auch als Livestreaming)

Am Transporttag – Tag X1 – gibt es wie vereinbart zwei feste Protesttermine, zeitgleich um 18 Uhr in Jülich und Ahaus:

Jülich, 18 Uhr: Kundgebung vor dem Forschungszentrum
Ahaus, 18 Uhr: Demo ab Bahnhof zum Rathaus

Ab jetzt beginnt die heiße Phase – zum ersten Mal seit 21 Jahren wieder hochradioaktiver Atommüll nach Ahaus – und noch immer keinen Plan, was damit eigentlich passieren soll – was für ein gefährlicher Stumpfsinn! Nur eins ist sicher: Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn – diese Castor-Transporte nach Ahaus sind eine Reise ohne Ziel!

Bald auch CASTOR-Transporte durch Norddeutschland?

Die Bundesgesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) hatte bereits im Dezember 2024 die Durchführung von CASTOR-Transporten aus der Plutoniumfabrik Sellafield (GB) nach Brokdorf (Schleswig-Holstein) für das Jahr 2026 angekündigt. Nach den Transporten nach Biblis (November 2020), Philippsburg (November 2024) und Isar (April 2025) soll dies laut Bundesregierung der letzte Transport aus einem 2015 beschlossenen Bundesprogramm sein.

Bereits vor 2 Jahren hatte das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) der BGZ die Genehmigung erteilt, sieben CASTOR-Behälter des Typs mit hochradioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung im Zwischenlager Brokdorf aufzubewahren. Die hierfür erforderliche Transportgenehmigung steht noch aus.

Die Bundesregierung, BASE und BGZ sowie die Energieversorgungsunternehmen sprechen bei diesen Transporten von sog. „Rückführungen“ und „Wiederaufarbeitungsabfällen“ und verweisen darauf, dass der Atommüll bis 2005 aus Deutschland nach Sellafield (GB) und La Hague (F) geliefert wurden und nun „zurückgenommen“ werden müsse. De facto handelt es bei der WAA Sellafield (alter Name Windscale) um eine Atomanlage zur Erzeugung von waffenfähigem Plutonium. Dieses wird aus den aus Deutschland angelieferten abgebrannten Brennelemente extrahiert.

Die Plutoniumfabrik steht seit einem Reaktorbrand vom 10.10.1957, bei dem eine riesige radioaktive Wolke über Europa zog, in der Kritik und wurde deshalb nach vielen Jahren der Geheimhaltung und Vertuschung von Umweltskandalen in „Sellafield“ umgetauft. Bis heute wird dort radioaktiv verseuchtes Abwasser direkt in die Irische See entsorgt.

Anti-Atom-Organisationen haben schon vor Jahrzehnten gegen die Hin-Transporte protestiert und diese teilweise blockiert. Auch jetzt ruft das Bündnis „CASTOR stoppen“ zu Aktionen und Protesten gegen den drohenden Transport auf. Die Gruppen weisen darauf hin, dass der Transport von hochradioaktivem Atommüll immense Gefahren bedeute und dass der Zielort der CASTOR-Transporte keinen sicheren Ort darstelle. Dieser Transport ist die Fortsetzung der seit Jahrzehnten stattfindenden Atommüllverschiebung. Im Zwischenlager Brokdorf gibt es kein Reparaturkonzept für defekte Behälter. Die Halle ist nur bis 2047 genehmigt und nicht ausreichend gegen Einwirkungen von außen geschützt. Ein tiefengeologisches Atommülllager wird es auf lange Sicht nicht geben und die CASTOR-Halle droht zum oberirdischen Dauerlager zu werden. Bis zu einer verantwortbaren Lösung für die langfristige Lagerung der hochradioaktiven Abfälle muss das Hin-und Herschieben von Atommüll unterbleiben!

– es gibt weiterhin kein vertretbares Endlager-Konzept für den vorhandenen Atommüll
– CASTOR-Zwischenlager werden zu gefährlich ungeeigneten Langzeitlagern
– Atommüll ist nur ungefährlich, wenn er nicht entsteht: Brennelementefabrik in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!- Atomkraft ist kein Klimaretter

Pressegruppe Bündnis CASTOR-stoppen: 0151 29725970

Aktuelle Meldungen, Newsletter und Ticker zum Transport: https://castor-stoppen.de/brokdorf/

Gesucht: Castor-Hauben-Transporter aus Gorleben

Vom Zwischenlager Gorleben ist gestern Abend (4. März) ein LKW mit einer „Wetterschutzhaube“ für Castor-Straßentransporte gestartet. Diese „Hüllen“ kamen bis 2011 beim Transport der hochradioaktiven Atommüll-Behälter vom Verladebahnhof Dannenberg nach Gorleben zum Einsatz und sind seitdem in der Zwischenlagerhalle eingelagert. Einige sind laut Betreiber Mitte 2023 „verschrottet“ worden.

Die jetzt abtransportierte „Haube“ wurde vom Eigentümer Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) angefordert. Die GNS ist für den Transport der Castorbehälter zum AKW Brokdorf zuständig. Das Ziel des LKW ist derzeit nicht bekannt.

Wer hat diesen LKW mit dieser markanten „Haube“ gesehen? Hinweise an: info@castor-stoppen.de

Möglicherweise deutet dieser „Hauben-Transport“ auf Vorbereitungen für die Anlieferungen der sieben Castorbehälter aus England hin, die nach unseren Einschätzungen Brunsbüttel mit der Bahn erreichen und dort auf Straßentieflader – dort kommen dann diese Wetterschutzhaube zum Einsatz – umgeladen werden. Auf der Straße geht es dann auf die letzte Etappe bis zum AKW Brokdorf.

Hinweis: es handelt sich NICHT um einen Atommüll-Transport. Es handelt sich auch nicht um den Tieflader, der später mit einem Castor-Behälter beladen wird. Dieses Fahrzeug dient nur dem Transport der leeren Wetterschutzhülle. Ein Zusammenhang mit den angekündigten Transporten Jülich – Ahaus ist ausgeschlossen.

Atommüll kann man nicht stilllegen! Beteiligt euch am dezentralen Aktionstag am Samstag, 21.03.2026!

Castor Transport? Das hört sich an wie eine Geschichte aus längst vergangener Zeit, und so ist es auch. Atomkraftwerke werden in Deutschland nicht mehr betrieben, aber der Atommüll – ups – den gibt es ja immer noch.

Und weil es in den nächsten Jahrzehnten auch kein End-Lager geben wird, wird der Atommüll hin- und hergeschoben, von irgendwo nach nirgendwo. Das planlose Verschieben von Atommüll von einem Ort zum nächsten ist gefährlich und versucht, die Ewigkeitslasten der Atomindustrie zu vertuschen. Ein nuklearer Hütchenspielertrick! Dem stellen wir uns entgegen.

Entlang der Transportstrecke von Nordenham über Bremen, Rotenburg, Buchholz, Hamburg, Elmshorn, Itzehoe nach Brunsbüttel und Brokdorf, oder auch einfach dort wo Du wohnst wollen wir am Samstag den 21. März zusammen mit Dir darauf aufmerksam machen, das sich Atommüll nicht stilllegen lässt, und bald wieder durch Norddeutschland rollt. Mit Plakaten (unter aabbuero@nadir.org bestellen), Puppen oder wonach Dir gerade ist, alleine oder mit Freund:innen, wir sind gespannt.

Weitere Infos auf www.castor-stoppen.de/brokdorf, und schickt uns gerne Bilder von Eurer Aktion.

Plakatwand Rote Flora / Hamburg

Castor-Klage abgewiesen – Gericht macht den Weg frei für Atommüll-Lawine!

Heute Nachmittag hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg die Klage des BUND NRW gegen den Sofortvollzug der Transportgenehmigung für die 152 Autobahn-Castoren von Jülich nach Ahaus zurückgewiesen. Damit ist nun der Weg frei für den Start der Atommüll-Lawine durch Nordrhein-Westfalen. Transporteur, Absender und Polizei hatten bereits erklärt, dass alle Vorbereitungen abgeschlossen seien. Zuletzt hieß es, man wolle das Gerichtsurteil abwarten.

Im Gegensatz zur ersten Instanz sieht das OVG beim BUND durchaus eine Berechtigung für eine Beschwerde, gegen die Beförderungsgenehmigung vorzugehen. Der Antrag sei aber nach Überzeugung des OVG „inhaltlich unbegründet“. Das öffentliche Interesse an einer baldigen Räumung des Lagers in Jülich, dessen Genehmigung bereits vor Jahren ausgelaufen sei, überwiege das Interesse der Kläger:innen. Die Eilentscheidung aus Berlin ist nicht anfechtbar.

„Wenn wesentliche Teile der Akten geheim bleiben und selbst im gerichtlichen Verfahren nicht vollständig überprüfbar sind, bleibt ein Rest an Unsicherheit bestehen“, so die stellvertretende Landesvorsitzende Kerstin Ciesla. Zudem ist die vom Gericht betonte Dringlichkeit der Transporte ist angesichts der seit zwölf Jahren hingenommenen Lagerung der Castoren im Zwischenlager nicht nachvollziehbar.

Möglich ist es nun, dass schon nächste, spätestens übernächste Woche der erste Transport rollen wird.

Kommt jetzt Samstag, 7. März, um 11.30 Uhr zur großen Demo nach Ahaus! Auftakt ist am Rathaus in der Fußgängerzone!

Transportroute und Streckenrecherche

SPENDENKONTO

Sued-Westdeutsche
Anti-Atom-Initiativen

IBAN: DE 54 4306 0967 6020 2675 01
BIC: GENODEM1GLS

Kto: 602 026 750 1 | BLZ: 430 609 67
GLS Gemeinschaftsbank Bochum

Stichwort: "CastorStoppen"

Don ́t nuke the climate! Stellen wir uns quer!