ES IST NOCH NICHT VORBEI
Neue CASTOR-Transporte geplant!
CASTOR-Alarm? Hat sich da nicht jemand im Jahrzehnt vergriffen? Leider nicht. Seit 2020 sind Castor-Transporte gerollt bzw. geplant, bei denen Atommüll von Frankreich und Großbritannien nach Deutschland oder innerhalb Deutschlands von einem Zwischenlager in ein anderes verschoben werden soll, ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.
AKTUELLES
Pressemitteilung: Atomtransport nach Deutschland hat begonnen
Am gestrigen Abend (10. Juni 2026) gegen 20:30 Uhr hat das Atommüll-Transportschiff „Pacific Grebe“ den britischen Hafen Barrow-in-Furness verlassen und nimmt nun Kurs auf Deutschland. An Bord befinden sich sieben CASTOR-Behälter mit hoch-radioaktivem Atommüll.
Die Ankunft schätzen wir mit großer Wahrscheinlichkeit im Rhenus-Midgard-Hafen von Nordenham auf Dienstag, den 16. Juni in den Morgenstunden. Wir beziehen uns dabei auf die Transporte von 2020 sowie 2025. Eine weitere Option könnte auch der Außenhafen von Brunsbüttel sein, ebf. in den Morgenstunden des 16. Juni. In den Häfen werden die Behälter umgeladen entweder auf Schienenwaggons oder im Falle von Brunsbüttel auf Tieflader, was mindestens einen Tag dauern wird. Ziel für den hoch-radiokaktiven Atommüll ist auf jeden Fall das Zwischenlager am AKW Brokdorf an der Elbe, eine unsichere Lagerhalle, wo der Abfall für unbestimmte Zeit abgestellt wird.
Kerstin Rudek (Sprecherin des Bündnis CASTOR-stoppen):
„Solange für den bisher entstandenen Atommüll keinerlei tragfähiges Konzept zur dauerhaften Lagerung existiert, müssen Atomtransporte unterbleiben. Jeder CASTOR-Transport ist einer zu viel, weil er nur das nukleare Risiko geografisch verschiebt, das Dilemma der unlösbaren sicheren Verwahrung von Atommüll jedoch bleibt: ein gigantischer, riskanter und teurer Verschiebebahnhof, der das Problem nicht um einen Millimeter verkleinert.“
Am Transportabend (Mittwoch, 17.06.) wird es eine durchgehende Mahnwache hinter dem S-Bahnhof Hamburg-Barmbek (Krüsistraße Ecke Fuhlsbüttler) geben. Auch an anderen Orten entlang der möglichen Transportstrecke und am Ziel sind Protestaktionen geplant.
– es gibt weiterhin kein vertretbares Endlager-Konzept für den vorhandenen Atommüll
– CASTOR-Zwischenlager werden zu gefährlich ungeeigneten Langzeitlagern
– Atommüll ist nur ungefährlich, wenn er nicht entsteht: Brennelementefabrik in Lingen und Urananreicherung in Gronau beenden!
– Atomkraft ist kein Klimaretter
Pressekontakt Bündnis CASTOR-stoppen:
Pressetelefon: Tel. 0176 7802 7597
Sprecherin Kerstin Rudek Tel. 015902154831
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Stichwort: "CastorStoppen"