ES IST NOCH NICHT VORBEI

Neue CASTOR-Transporte geplant!

CASTOR-Alarm? Hat sich da nicht jemand im Jahrzehnt vergriffen? Leider nicht. Seit 2020 sind Castor-Transporte gerollt bzw. geplant, bei denen Atommüll von Frankreich und Großbritannien nach Deutschland oder innerhalb Deutschlands von einem Zwischenlager in ein anderes verschoben werden soll, ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.

AKTUELLES

Münster verbannt Atomtransporte

Gestern Abend als Punkt 10.1 auf der Tagesordnung der Ratssitzung beschlossen wurde der Antrag „Risiken im Umgang mit Atommüll minimieren – Keine Uran- und Castor-Transporte durch Münster“ als gemeinsamer Antrag der Fraktion GRÜNE, der SPD-Fraktion, der Fraktion Volt, der Die Linke Ratsfraktion Münster und der Ratsgruppe Die PARTEI/ÖDP-Gruppe.

Dieser wegweisende und weitreichende Beschluss richtet sich gegen weitere Urantransporte von und zur Urananreicherungsanlage Gronau, die regelmäßig Münsteraner Stadtgebiet passieren. Aber auch gegen neue Castor-Transporte von Jülich und Garching nach Ahaus. In der Resolution wird zudem die Stilllegung der Urananreicherungsanlage Gronau, der Brennelementefabrik Lingen sowie des Forschungsreaktors Garching bei München gefordert, um die Produktion von neuem Atommüll zu vermeiden.

„Wir freuen uns sehr, dass der Münsteraner Stadtrat mit breiter Mehrheit Stellung gegen die gefährlichen Castor- und Urantransporte bezogen hat. Auch drei Jahre nach Abschaltung des letzten deutschen Atomkraftwerks gibt es im Münsterland und im benachbarten Emsland noch immer Atomfabriken, die beständig neuen Atommüll produzieren. Münster und das Münsterland sind durch regelmäßige Atomtransporte davon stark betroffen. Eine sichere Endlagermöglichkeit gibt es nicht. Deshalb ist auch die Ablehnung der Castor-Transporte ins Zwischenlager Ahaus nur konsequent“, so die Initiative Sofa Münster, auf deren Initiative der Antrag zurückgeht.

Münster verbannt also Atomtransporte vom Stadtgebiet – und zeigt damit, dass die ungelöste Atommüll-Problematik nicht nur eine Frage für die Städte mit einem Zwischenlager ist. Die ungeklärte Atommüll-Frage betrifft durch die Atommülltransporte ganz viele Städte. Auch andere Kommunen könnten sich nun ähnlich positionieren. Ohne eine Klärung der Endlagerfrage machen Atommülltransporte von A nach B keinen Sinn.

Die Stadtverwaltung Münster ist nun aufgefordert, den betroffenen Behörden und Unternehmen diesen Beschluss zu kommunizieren – und sendet damit ein klares und selten parteiübergreifendes, politisches Signal!

Dass die angekündigten Transporte von Jülich nach Ahaus davon betroffen sind, ist eher unwahrscheinlich. Die Autobahn 1 bei Münster zu nutzen, wäre ein deutlicher Umweg.

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Stichwort: "CastorStoppen"

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