ES IST NOCH NICHT VORBEI
Castor-Transporte rollen auch nach dem Atomausstieg weiter durch Deutschland von einem Zwischenlager in ein anderes - ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.
Alle deutschen Atomkraftwerke sind abgeschaltet. Trotzdem wird in Deutschland Brennstoff für AKW produziert. Nach Gronau und Lingen rollen regelmäßig Transporte. Jeder einzelne Urantransport sorgt dafür, dass weltweit Atomkraftwerke weiter laufen können.
AKTUELLES
21.45 Uhr – der vierte Castor rollt
Der vierte Atommülltransport von Jülich nach Ahaus ist gegen 21.45 Uhr gestartet. Wieder befindet sich nur ein einziger Behälter auf einem Tieflader-LKW auf der Reise über 170km Autobahn ins nächste Zwischenlager – begleitet von einem „Großeinsatz der Polizei“ (schreibt dpa). Mit wie vielen Einsatzkräften sie inzwischen die Castor-Transporte absichert, sagt die zuständige Polizei Münster nicht. In einer dpa-Meldung ist von „einem großen Konvoi Dutzender Fahrzeuge“ und „schätzungsweise insgesamt rund 1.000 Beamten auf der Strecke sowie am Start- und Zielpunkt“ die Rede.
Die Umlagerung in das nächste Zwischenlager ist perspektivlos – denn in Ahaus kann der Atommüll auch nicht bleiben!
Gegen 22.00 Uhr befindet sich der Konvoi auf der A44 in Fahrtrichtung Norden, Richtung Kreuz Holz. Über der Transportstrecke fliegt ein Helikopter. Beim dritten Transport Anfang Mai war darauf verzichtet worden, was für Kritik bezüglich der Sicherheitsvorkehrungen sorgte.
Begleitet wird der Start vor Ort in Jülich von zwei Mahnwachen.
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Stichwort: "CastorStoppen"


