ES IST NOCH NICHT VORBEI
Castor-Transporte rollen auch nach dem Atomausstieg weiter durch Deutschland von einem Zwischenlager in ein anderes - ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.
Alle deutschen Atomkraftwerke sind abgeschaltet. Trotzdem wird in Deutschland Brennstoff für AKW produziert. Nach Gronau und Lingen rollen regelmäßig Transporte. Jeder einzelne Urantransport sorgt dafür, dass weltweit Atomkraftwerke weiter laufen können.
AKTUELLES
Kosten: mindestens 150 Millionen Euro
Die geplanten Transporte von hoch radioaktivem Atommüll von Jülich nach Ahaus werden nach Angaben der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) mindestens 150 Millionen Euro kosten. Die Ausgaben für den begleitenden Polizeieinsatz über die Autobahnen Nordrhein-Westfalens seien in diesem Betrag noch nicht enthalten. Die Transporte sind laut dem JEN teuer, aber „immer noch günstiger, als am Forschungszentrum Jülich ein neues Zwischenlager für 400 Millionen Euro zu bauen.“
Vergessen wird in dieser Argumentation, die nur auf die Kosten blickt, dass der Atommüll in Ahaus nicht bleiben kann. Die Betriebsgenehmigung des Zwischenlagers endet 2036. Irgendwann muss der Müll in ein „Endlager“ gebracht werden. Ahaus ist also nur eine kurzfristige Zwischenstation. Das mit jedem Transport der 152 Castorbehälter verbundene Risiko eines schweren Unfalls oder Anschlags kann nicht in Kosten bemessen werden. Die Lösung muss sein, dass der Müll nicht transportiert wird, bis der endgültige Lagerort gefunden wurde.
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Stichwort: "CastorStoppen"