ES IST NOCH NICHT VORBEI
Castor-Transporte rollen auch nach dem Atomausstieg weiter durch Deutschland von einem Zwischenlager in ein anderes - ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.
Alle deutschen Atomkraftwerke sind abgeschaltet. Trotzdem wird in Deutschland Brennstoff für AKW produziert. Nach Gronau und Lingen rollen regelmäßig Transporte. Jeder einzelne Urantransport sorgt dafür, dass weltweit Atomkraftwerke weiter laufen können.
AKTUELLES
Landrat von Landshut warnt vor Risiko für Zwischenlager
Anlässlich des erwarteten Castor-Transports in das Zwischenlager am AKW Isar fordert Landshuts Landrat Peter Dreier (Freie Wähler) erneut „Sicherheitsmaßnahmen“ für die bestehenden 16 Atommüllzwischenlagerhallen in Deutschland. Um den Atommüll besser vor der „Bedrohung aus Russland“ schützen zu können, sollten „entsprechende Sicherheitsmaßnahmen“ entweder an allen 16 Zwischenlagerstandorten, besser aber an nur einem Standort ergriffen werden. Geiers Favorit: Gorleben, dorthin sollten sämtliche Castoren gebracht werden. Hintergrund dieser Forderung ist auch, dass in manchen Ecken Bayerns weiterhin geglaubt wird, dass mit Gorleben ein Endlagerstandort gefunden wurde. Doch das Bergwerk Gorleben wird schon seit 2024 wieder verfüllt.
Gorleben war einst Ziel des aktuellen Castortransports, nach dem „Neustart“ der Endlagersuche kam es zu einer bundesweiten Einigung, wonach die Behälter aus der Wiederaufarbeitung auf Zwischenlager in ganz Deutschland verteilt wurden – deshalb rollt nun ein Transport nach Bayern.
Stehen werden die sieben Behälter dann für sehr lange Zeit neben zahlreichen anderen Castoren mit Müll aus dem Betrieb der Meiler Isar-1 und -2. Die Zwischenlagerhalle ist unzureichend gegen Einwirkungen von außen geschützt, ein Anschlag könnte zur Katastrophe für die ganze Region werden. Wie lange die Castoren dicht halten, weiß niemand. Doch sie müssen noch lange halten, denn völlig unklar ist, wohin und wann der Müll abtransportiert wird, denn nirgends auf der Welt gibt es ein „sicheres“ Endlager – und an der Isar kann der Abfall auch nicht bleiben.
Das Dilemma ist offensichtlich. Und doch schreit manch Politiker in Bayern entgegen aller Argumente und Fakten nach einem AKW-Restart. Wahnsinn.
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Stichwort: "CastorStoppen"