ES IST NOCH NICHT VORBEI

Neue CASTOR-Transporte geplant!

CASTOR-Alarm? Hat sich da nicht jemand im Jahrzehnt vergriffen? Leider nicht. Seit 2020 sind Castor-Transporte gerollt bzw. geplant, bei denen Atommüll von Frankreich und Großbritannien nach Deutschland oder innerhalb Deutschlands von einem Zwischenlager in ein anderes verschoben werden soll, ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.

AKTUELLES

Atommülltransport mit Pannen & Defekten

152 Behälter in Einzelfahrten von Jülich nach Ahaus zu bringen ist ein Mammutprojekt. Jeder Transport wird von einem Großaufgebot der Polizei begleitet: Hubschrauber fliegen im Vorfeld und während des Transports die 170km-Strecke ab. Dutzende Polizeifahrzeuge bilden einen Konvoi, sperren Zufahrten oder Brücken und sorgen für Schutz im Nahbereich. Bis zu 1.000 Polizist:innen sollen laut älteren Medienberichten im Einsatz sein. Offizielle Zahlen gibt es nicht, da alle Details geheim sind.

Im März rollte der erste Castor, Ende Juli sind die Verantwortlichen bei Nummer 10. Bisher sind zwei Pannen und Defekte öffentlich geworden: Am 22.7. verhinderte eine defekte Zugmaschine den Start, der um einen Tag verschoben werden musste. Im Mai war eine Batterie leer – und sorgte für 90 Minuten Verzögerung. Beide Pannen ereigneten sich, bevor der Spezial-LKW auf der Autobahn war. Geschieht ein Defekt unterwegs und der Konvoi muss stoppen, bleibt die Lösung erstmal spannend – denn ein Ersatz-Tieflader wird bisher nicht mitgeführt.

„Wenn das unterwegs auf der Autobahn passiert wäre, hätte es ein totales Chaos gegeben.“

Wie schnell künftige Pläne durcheinanderkommen, zeigt auch ein Unfall, der sich am Donnerstag auf der A31 zwischen Legden/Ahaus und Gescher/Coesfeld in Richtung Ruhrgebiet ereignet hat: ein Autotransporter ist abgebrannt, die A31 voll gesperrt. Die Aufräumarbeiten sollen noch bis Freitag mittag dauern. Auf der selben Autobahn – nur in der Gegenrichtung – fährt jetzt der Atommülltransport.

Ausweichstrecken? Bisher sind alle Transporte – ausgenommen No. 2 – die selbe Strecke gefahren. Im Bereich A31 gibt es keine Alternativroute, nur sehr groß Umwege.

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Stichwort: "CastorStoppen"

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