#castor-TICKER Ahaus

Ticker zum Protest gegen die Atommüll-Lawine von Jülich nach Ahaus.

Winter-Castoren auch bei Glatteis, Schnee und Nebel?

7. Januar 2026

„Atommülltransporte sind ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko: Gefährliche Autobahn-Baustellen, marode Brücken, Drohnen über den Atommüll-Konvois, schwere Unfälle auf den Autobahnen und jetzt im Winter auch Glatteis, Schnee und Nebel – es ist völlig unverständlich, warum die Bundes- und Landesregierung dermaßen auf diesen gefährlichen Atommülltourismus von Jülich nach Ahaus setzen. Wir fordern weiterhin, dass der hochradioaktive Atommüll in Jülich so lange gelagert wird, bis es endlich ein sicheres Endlager gibt“, erklärt Peter Bastian vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen in einer aktuellen Presseerklärung.

Mit großer Spannung erwarten die Anti-Atomkraft-Initiativen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin zum Eilantrag des BUND NRW. Zugleich haben sie große Sorge, dass Bundes- und Landesregierung womöglich noch mitten im Winter – auch bei Glatteis, Schnee und Nebel – die ersten hochriskanten Castor-Transporte von Jülich nach Ahaus fahren lassen.

Mahnwachen am 7.1. abgesagt

4. Januar 2026

Leider müssen aus gesundheitlichen Gründen die für den 7. Januar angekündigten Mahnwachen in Ahaus und Jülich ausfallen.

Die nächsten Proteste: 18.1. – Sonntagsspaziergang in Ahaus – 24.1. Castor-Demo ab Autobahn-Rasthof Bottrop.

Bisher ist öffentlich nicht bekannt, ob es bereits eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin zum Widerspruch des BUND NRW gegen die Castortransporte Jülich-Ahaus gibt.

Weiterer „Zündstoff“ kommt 2026 womöglich aus Garching

1. Januar 2026

Neben den Transporten aus Jülich könnte der Forschungsreaktor der TU München in diesem Jahr Absender für weiteren Atommüll werden. Die dort abgebrannten Brennelemente, die sich seit der Inbetriebnahme 2004 angesammelt haben, lagern bisher in einem Abklingbecken. Von den maximal 50 Plätzen sind bereits 47 belegt. Soll der Forschungsreaktor nach langem Reparaturstillstand 2026 tatsächlich wieder anlaufen, so kündigt es der Betreiber an, muss der Atommüll weggeschafft werden. Das Ziel: Ahaus. Der Weg: 700km Autobahn. Die Transportgenehmigung für insgesamt zehn Brennelementen, jeweils fünf in einem Spezialbehälter, ist im August 2025 erteilt worden, sie gilt für zwei Jahre.

weiterlesen auf sueddeutsche.de

Mahnwachen am 7. Januar

29. Dezember 2025

Bislang ist unbekannt, wann das Urteil des Verwaltungsgericht Berlin in der Klage des BUND gegen den Sofortvollzug der Castortransporte von Jülich nach Ahaus kommt. Vor Weihnachten nannte das Gericht den Zeitpunkt „Ende 2025“ oder „Anfang 2026“.

Da spontaner Protest zwischen den Feiertagen schwierig ist, ist nun ein nächster Termin festgesetzt worden:

7. Januar – 18 Uhr – Doppel-Mahnwache
Ahaus Rathaus & Jülich Forschungszentrum

(Damit entfallen die angekündigten Mahnwachen, die einen Tag nach Urteilsverkündigung stattfinden sollten.)

Keine Gerichtsentscheidung vor Weihnachten

22. Dezember 2025

Der BUND NRW klagt gegen den Sofortvollzug der Castortransporte von Jülich nach Ahaus: Heute morgen berichten die WDR2 Lokalnachrichten, dass das Verwaltungsgericht Berlin vor Weihnachten nicht zu einem Ergebnis kommen wird. Als wahrscheinlicher Termin wurde nun Anfang Januar genannt.

Eine Entscheidung über den Transport nach Ahaus „fällt laut Gericht erst Ende 2025 oder Anfang 2026“, heißt es in den Medien.

Nun hat ein Gericht das letzte Wort

20. Dezember 2025

Nach dem Scheitern des Antrags der LINKE im Bundestag hat nun das Verwaltungsgericht Berlin das letzte Wort im Streit um den Verbleib der Castoren aus Jülich. Wie das Parlament schreibt, wolle das Gericht „noch im Dezember“ über den Eilantrag des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) entscheiden.

Am Tag danach um 18 Uhr rufen Atomkraftgegner:innen in Ahaus am Rathaus und vor dem Forschungszentrum Jülich zu spontanen Mahnwachen auf.

–> zum Bericht in Das Parlament

 

Antrag der LINKEN abgelehnt

19. Dezember 2025

In der gestrigen Sitzung des Bundestags am 18. Dezember wurde der Antrag der Linken, der zum Ziel hatte, die Castortransporte von Jülich nach Ahaus doch noch zu verhindern, mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und AfD abgelehnt. Die Grünen enthielten sich.

„Die Atommülltransporte drohen, weil Bund und Land NRW nicht gewillt waren und sind, eine zukunftsweisende Lösung am Standort Jülich in gemeinsamer Verantwortung herbeizuführen“, so Hubertus Zdebel, atompolitischer Sprecher der Linken in NRW. „Solange die eigentliche Endlagerfrage nicht geklärt ist, ist es widersinnig, Atommüll von einem Zwischenlager ins nächste zu transportieren. Noch dazu, wo die Genehmigung für das Zwischenlager in Ahaus bereits 2036 ausläuft. Dann geht das Spiel von vorne los, denn ein Endlager gibt es noch lange nicht.“

Tag X1 - Dienstag, 24.3.2026

1 Castor-Behälter

24.3.2026
22.07 Uhr - Abfahrt in Jülich
22.45 Uhr - Kreuz Jüchen
23.15 Uhr - Neuss
23.20 Uhr - Kreuz Kaarst
23.30 Uhr - Konvoi in Höhe Kreuz Meerbusch auf der A57
25.3.2026
00.00 Uhr - Krefeld
00.10 Uhr - Konvoi fährt über Rheinbrücke bei Duisburg / A42
00.20 Uhr - Kreuz Oberhausen
00.30 Uhr - vor Kreuz Bottrop, Abzweig auf die A31
01.00 Uhr - bei Dorsten auf der A31
01.20 Uhr - Gescher
02.00 Uhr - Ahaus


Ermittlungsausschuss: 0151 - 51402319

Kontakte & Infos:

Jülich - stop.westcastor@posteo.de
https://www.westcastor.org
Signal-Liste / SMS-Info: 0176 52270865

Ahaus - mail@bi-ahaus.de
https://bi-ahaus.de/
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Münsterland:
https://sofa-ms.de/
Mastodon / Bluesky

Überregional:
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Stichwort: Castor

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