#castor2025-TICKER
Ticker zum Protest gegen den Atommüll-Transport von der WAA Sellafield ins Zwischenlager Isar.
Mahnwachen:
Landshut am Bahnhof, heute ab 14 Uhr
Wicklesgreuth: heute um 17:45 Uhr
Weiden Oberpfalz: heute ab 14 Uhr, vor dem Bahnhof
Die Webseite „idowa“ liefert in einem Live-Ticker aktuelle Infos aus dem Ziel der Castoren, Landshut und Umgebung.
Dort zu sehen ist u.a. ein Bild von der Mahnwache in Landshut, die heute Nachmittag ab 14 Uhr stattgefunden hat:
Gegen 14.30 Uhr ist der letzte von insgesamt sieben Castor-Behältern auf einen Eisenbahnwaggon verladen worden, bestätigt die für den Transport der radioaktiven Abfälle zuständige Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) laut Kreiszeitung Wesermarsch. Die „Pacific Grebe“ soll Nordenham am frühen Abend verlassen. Nun werde der Zug zusammengestellt und für die Fahrt nach Bayern vorbereitet. Der Zug werde sich „in der Nacht in Bewegung setzen.“
Passend zum Abschluss der Verladung ist die Grebe gegen 15.45 Uhr wieder auf dem AIS sichtbar geworden. Als nächstes Ziel des Schiffs wird „Göteborg“ in Schweden angegeben.
Die Vorbereitungen für den Bahntransport werden konkret: die Wasserschutzpolizei ist mit drei Schnellbooten (WS 105 bis 107) seit einigen Stunden im Bereich Elsfleth, um ein Auge auf die Bahnbrücke über die Hunte zu haben. Unterstützung kommt gegen 15:30 Uhr vom Schlauchboot „Bremen“, das die Weser hinauf fährt.
Der Castorzug fährt von Nordenham über Brake, Elsfleth, Hude nach Bremen.
In Fulda ist aktuell viel Polizei am Bahnhof. Durch Fulda gefahren sind gegen frühen Nachmittag zwei Ersatzloks für den Castor, in Fahrtrichtung Norden. Es handelt sich um rote Dieselloks.
UPDATE: Ob es am Abend eine Mahnwache in Fulda am Bahnhof geben wird, dazu wird aktuell vermittelt.
Gegen 14.15 Uhr hängt der siebte und damit letzte Castor-Behälter am Kranhaken.
Pressekontakt
Kerstin Rudek
Tel. 015902154831
Die Strecke durch Deutschland
HINTERGRUND
Statt nach Gorleben: Erster Castor-Transport nach Bayern steht bevor
Am 1. März hat der Genehmigungszeitraum für die ersten Castor-Transporte nach Bayern überhaupt begonnen. Bis Ende des Jahres müssen sieben Behälter mit hochradioaktivem Atommüll nach Niederbayern gebracht werden. Ziel dieser Transporte war ursprünglich Gorleben, bis sich im Rahmen des Atomausstiegs auf eine Umverteilung auf die Zwischenlagerhallen an den deutschen AKW geeinigt werden konnte.
Die Zwischenlagerhallen, in denen die Behälter dann geparkt werden, sind das nächste Sicherheitsproblem. Einst für 40 Jahre Betrieb gebaut und genehmigt endet dieser Zeitraum in Gorleben schon 2034. Die staatliche Betreiberbehörde BGZ will eine Verlängerung beantragen, möglicherweise geht es um Zeiträume bis 2140. Schon ganz am Anfang dieses Verfahrens sind „viele Fragen offen“, heißt es von der BI Lüchow-Dannenberg. Es werde deutlich, dass das Gefahrenpotential systematisch kleingeredet, neue Bedrohungslagen ignoriert und Transparenz sowie Öffentlichkeitsbeteiligung vernachlässigt werden.
mehr erfahren: Zwischenlager werden Jahrhundert-Lager.
Der hochradioaktive Atommüll in Deutschland muss deutlich länger zwischenlagern als ursprünglich geplant. Heimlich, still und leise werden aus Zwischenlagern Jahrhundertlager – obwohl Sicherheitsfragen ungeklärt sind.
Auch nach dem Abschalten der letzten deutschen AKW ist das Thema Atommüll noch lange nicht vom Tisch. Aber immerhin: Seit dem 15. April 2023 wächst der Atommüll-Berg aus dem Betrieb der deutschen Meiler nicht weiter (abgesehen von den Rückbau-Abfällen ...).
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