ES IST NOCH NICHT VORBEI

Castor-Transporte rollen auch nach dem Atomausstieg weiter durch Deutschland von einem Zwischenlager in ein anderes - ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.

Alle deutschen Atomkraftwerke sind abgeschaltet. Trotzdem wird in Deutschland Brennstoff für AKW produziert. Nach Gronau und Lingen rollen regelmäßig Transporte. Jeder einzelne Urantransport sorgt dafür, dass weltweit Atomkraftwerke weiter laufen können.

AKTUELLES

6.18 Uhr – Castorzug verlässt Fulda

Um 6.18 Uhr hat der Atommüllzug nach einem Logistikstopp seit etwa 4.30 Uhr Fulda verlassen. Nach einem lauten Hupton setzte sich der hunderte Meter lange Zug in Bewegung. Zwei Hubschrauber begleiten den Zug.

Ein Messgerät für Strahlung schlug deutlich aus, als der Zug unter der Brücke hindurch fuhr.

Der zweite Lokverband, vermutlich ein Vorzug mit Ersatzloks, fuhr hingegen nicht los.

Nächstes Etappenziel des Castorzugs ist Würzburg.

„Es war sehr viel Polizei im Einsatz“, so Bernd Ebeling, der Einsatz sei aber ruhig verlaufen. Mit einem Strahlenmessgerät sei er auf einer Brücke über der Bahnstrecke gut 25 Meter entfernt gewesen, das Gerät zeigte beim Durchfahren des Zuges 0,177 Mikro-Sievert pro Stunde an. „Der Nullwert war 0,07“, so Ebeling, also herrschte für kurze Zeit etwa das 2,5-fache an Gammastrahlung. Der selbstständige Ingenieur sei in seiner Heimat mit der Atommüll-Thematik aufgewachsen, in Gorleben befindet sich ebenfalls ein großes Zwischenlager. „Die Atommüll-Problematik ist immer noch nicht gelöst“, spricht er von unsicheren Zwischenlagern und befürchtet einen Schaden für die deutsche Wirtschaft im Falle einer AKW-Reaktivierung, wie angedacht von der Union: „Die Energie aus neuen Atomkraftwerken ist sehr teuer, was nicht nur der deutschen Industrie, sondern auch der Bevölkerung schaden würde“. (aus osthessen-zeitung.de)

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