ES IST NOCH NICHT VORBEI

Castor-Transporte rollen auch nach dem Atomausstieg weiter durch Deutschland von einem Zwischenlager in ein anderes - ohne dass es ein Konzept für eine langfristige Lagerung gibt und geben kann. Jeder einzelne Transport stellt ein zusätzliches Risiko durch radioaktive Verstrahlung dar.

Alle deutschen Atomkraftwerke sind abgeschaltet. Trotzdem wird in Deutschland Brennstoff für AKW produziert. Nach Gronau und Lingen rollen regelmäßig Transporte. Jeder einzelne Urantransport sorgt dafür, dass weltweit Atomkraftwerke weiter laufen können.

AKTUELLES

Grohnde

70 Atomkraftgegner haben heute am AKW Grohnde gegen neue CASTOR-Transporte aus der Wiederaufbereitung demonstriert. Redner von der Regionalkonfernz stellten klar, das Atomkraft die teuerste und giftigste Medizin gegen den Klimawandel wäre: Atomkraftbefürworter wie die Nuklearia blenden die Gefahren der Atomkraft aus: Atomkatastrophen wie Fukushima und Tschernobyl, Jahrtausende strahlender Atommüll, den dreckigen Uranabbau.

Häufig wird für die Herstellung von Brennelementen Kohlestrom verwendet, z.B. bei der energieintensiven Uraanreicherung. 400 AKWs bringen weltweit nur 2 % Energie. Das Uran wäre schnell aufgebraucht. Der Bau neuer AKWs würde 20 Jahre dauern und wäre gegen den Klimawandel viel zu langsam und kaum finanzierbar. Keine Privat- Bak gibt Kredite für AKWs. Viel schneller geht der Ausbau der erneubaren Energie wie Solar- und Windenergie: Die erneuerbaren Energie dürfen aber nicht von der Bundesregierung ausgebremst werden: Es darf der Windenergie NICHT Ausschreibungsverfahren und zu hohe Abstandsregeln aufgedrückt werden. Der Kohleaustieg muss viel schneller gehen: Statt 3 Giga-Watt könnten laut Agora-Studie 17 Giga-Watt bis 2022 abgeschaltet  werden.

Erstmals nach vielen Jahren sollen wieder neue CASTOR-Transporte aus den Plutoniumfabriken La Hague (F) und Sellafield (GB) rollen. Nun nicht mehr nach Gorleben, sondern an die vier Zwischenlagerstandorte Biblis, Philippsburg, Isar und Brokdorf. CASTOR-Zwischenlager werden zu ungeeigneten Langzeitlagern. Atommüll soll wieder sinnlos von einem Ort zum anderen verschoben werde.

Ein Sprecher der Gesellschaft für Nuklear-Serice (GNS) teilte gegenüber der LINKEN im Bundestag mit, dass der letzte leere Castorbehälter im September 2019 über den Hafen von Nordenham mit einem mobilen Kran verladen worden und nach Sellafield transportiert wurde.  Inzwischen sind alle Behälter beladen, hieß es.

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Stichwort: "CastorStoppen"

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