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Im Elbehafen von Brunsbüttel findet aktuell die Verladung der sieben Atommüll-Behälter aus England auf Straßentieflader statt. Am morgigen Mittwoch (17. Juni) soll der Transport zum 15km entfernten Zwischenlager am AKW Brokdorf stattfinden.
aktuelle Infos hier: https://castor-stoppen.de/brokdorf/
Aus Protest gegen die Atommüll-Lieferung haben sich heute Abend Atomkraftgegner:innen am AKW versammelt.
„Keiner weiß, wohin mit diesem Atommüll. Der Betrieb von AKW war für mich wie ein Flugzeug ohne Landebahn, und wir suchen immer noch die Landebahn“, so Cécile Lecomte, gegenüber dem NDR Schleswig-Holstein.
„Atommüll: Das Problem bleibt“, schreibt heute Heinz Smital von Greenpeace Deutschland: Der Castortransport mache deutlich, die Atomkraft sei zwar beendet, das Atommüllproblem bleibe aber ungelöst. Zwar ist die Rücknahme der Castoren aus England notwendig, denn der Atommüll stammt aus deutschen Atomkraftwerken und muss nun zurück an die Stellen, wo er entstanden ist. Doch dauerhaft bleiben kann der Atommüll dort nicht – ein Endlager ist weiterhin nicht in Sicht. Die Menschen vor Ort müssen daher noch über Jahrzehnte mit dem hochradioaktiven Erbe leben.
Auch wenn die Proteste aktuell klein ausfallen – was niemanden wundert: Smital verweist auf wichtige Erfolge, die die Anti-Atom-Bewegung erzielt hat. So wurde die Wiederaufarbeitung deutscher Brennelemente beendet, die Atomanlage in Sellafield stellte ihren Betrieb ein, die Castortransporte rollen nicht mehr nach Gorleben und schließlich das Abschalten aller deutschen Atomkraftwerke. |